Tabletten aus Papier

Als Kennzeichnungs- und Etikettenspezialist sind wir natürlich immer an interessanten neuen Einsatzmöglichkeiten von Papier interessiert. Nun sind wir auf Prof. Dr. Cornelia Keck gestoßen, die an der Philips-Universität in Marburg forscht und lehrt.

Spezialgebiet: Pharmazeutische und kosmetische Wirkstoffe

Diese bieten zwar gute Lösungen für ein Problem, aber deren Lösung ist in Trägersubstanzen schwierig bis unmöglich. Was nutzen die besten Wirkstoffe, wenn man sie nicht an der richtigen Stelle im Körper zum richtigen Zeitpunkt zur Entfaltung und Wirkung bringen kann?  Die von ihr entwickelte Lösung: Tabletten aus Papier.

Die Forscherin hat festgestellt, dass Papier als Wirkstoffträger aufgrund seiner Poren im Nanometer-Bereich den Wirkstoff sehr gut und lange binden kann. So kann sogar die Geschwindigkeit der Wirkstoffauflösung im Körper erhöht werden ohne den Einsatz von Substanzen, die den Auflösungsprozess zwar erleichtern, aber selbst unerwünschte Effekte erzeugen. Die neuen Papiertabletten erlauben gleichzeitig eine kostengünstige und umweltfreundliche Herstellung von Arzneimitteln und Kosmetika. Für ihre Entwicklung hat sie schon vor einigen Wochen den Marburger Förderpreis für Bio- und Nanotechnologie erhalten.

Und jetzt hat sie mit ihrem Forscherteam und den Kollegen um Prof. Dr. Martin Koch vom Fachbereich Physik nachgelegt: Ein neu entwickeltes Prüfverfahren mittels Terahertz-Spektroskopie ermöglicht eine präzise und fortlaufende Prüfung der Wirkstoffverteilung in der jeweiligen Arzneiform. Da die Messung im Originalzustand erfolgt ist kann damit die fortlaufende Überprüfung der Arzneimittelqualität sichergestellt werden.  Die Originalpublikation finden Sie hier: „Terahertz-spectroscopy for non-destructive determination of crystallinity of L-tartaric acid in smartFilms® and tablets made from paper”

Zurück zum Thema Kennzeichnung

Auch hier entfalten sich täglich neue Möglichkeiten, wie Papier innovativ eingesetzt werden kann. Zum Beispiel in der Fertigung von Etiketten. Sie haben Anwendungen in diesem Bereich und suchen einen leistungsfähigen Lieferanten? Dann empfehlen wir einen Blick auf unsere Internet-Seite. Senden sie uns eine Anfrage. Wir antworten sofort.

 

Quelle: Philips Universität Marburg, Florian Stumpf / Cornelia Keck

 

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