Sprechendes Fotobuch mit gedruckten Lautsprechern

Prof. Dr. Arved C. Hübler und seine Mitarbeiter und Studenten vom Institut für Print- und Medientechnik der TU Chemnitz haben ein Verfahren entwickelt, mit dem Lautsprecher gedruckt werden können. Die Oberfläche kann dann zum Beispiel mit hochwertigen Farbfotos überdruckt werden. Daraus ist das sogenannte “T-Book” geworden – wobei “T” für “Tone” steht. Man hat den Bildband in einer geringen Auflage für den “World Press Photo”-Wettbewerb erstellt.

So bringen die imposanten Fotoaufnahmen eigene akustische Geschichten mit, die sie beim Blättern dem Betrachter erzählen.

Den Kern jeder Lautsprecher-Seite bildet eine mit piezoelektronischem Polymer gedruckte Schicht, die schwingt, wenn eine Spannung angelegt wird.  Dadurch entsteht der Ton. Auch die Sensoren, die das Umblättern registrieren, sind als gedruckte Elektronik eingebracht. Die Dateien befinden sich auf einer herkömmlichen Speicherkarte, die zusammen mit anderen Elektronik-Komponenten im Inneren des Buchs stecken.

Gedruckte Elektronik ist ein Technologietrend. Die Forscher gehen davon aus, das in nicht allzu ferner Zukunft weitaus komplexere Strukturen gedruckt werden können, deren Funktionen an die von Tablet-PC’s heranreichen könnten. Auf dem Weg dahin werden sicherlich schon bald auch die Chips in RFID-Tags komplett gedruckt. Bei der Antenne ist das schon heute der Fall und durch sinkende Kosten werden schnell viele neue Einsatzmöglichkeiten entstehen.

Bildquelle und weitere Informationen: TU ChemnitzT-Book Audio

 

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