Spermbots: Turbo aus dem 3D-Drucker für faule Spermien

Es klingt wie ein April-Scherz, aber wir haben ja gerade erst Mitte Februar. Und die Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Festköper- und Werkstoffforschung Dresden (IFW) betreiben sehr ernsthafte Forschung .
Daher ist die folgende Entwicklung, bei der 3D-Drucker eine wichtige Rolle spielen, umso interessanter.

Träge Spermien sind häufig die Ursache für Unfruchtbarkeit und Kinderlosigkeit. Die Dresdner Forscher um Professor Oliver Schmidt haben es tatsächlich geschafft, einen Antriebsmotor für Spermien zu produzieren. Die 3D – gedruckte Metallspirale wird mit einem rotierenden Magnetfeld in Rotation versetzt. Im Video sieht man, wie sie einem kleinen Faulpelz “Beine” macht: sich langsam von hinten nähert, ihn in Richtung Ei schiebt und … zack … schon ist es passiert.

Geholfen hat bei der Umsetzung der Lösung das Karlsruher Unternehmen Nanoscribe, das sich selbst als Technologie- und Weltmarktführer bei 3D-Druckern für Nano- und Mikroanwendungen bezeichnet. Wir haben schon einmal in einem früheren Bericht über das Unternehmen berichtet.

In diesem Fall setzte Nanoscribe ihren Drucker “Photonic Professonal GT” ein, der auf Basis der 3D-Laserlithografie arbeitet. Ein Laserstrahl schreibt computergesteuert in drei Dimensionen in einen Fotolack, der durch diesen Vorgang punktuell aushärtet. Zwei-Photonen-Polymerisation heißt dieser Vorgang. Der nicht benötigte Teil des Fotolacks wird später aus dem Modell herausgelöst. Es bleibt das individuell erstellte Teil übrig. Das wurde mit einer hauchdünnen Metallhaut beschichtet, damit es mit dem Magnetfeld gesteuert werden kann.

Die Forscher sind sich zwar darüber im Klaren, dass noch Einiges zu tun ist, bis dieses Verfahren zum Standard wird. Aber sie deuten an, dass man mit der Lösung durchaus schon gute Grundlagen geschaffen hat.

Der 3D – Druck dringt in immer mehr Industriebereiche vor. Auch in Maschinen von Bluhm Systeme helfen 3D-gedruckte Komponenten, um zum Beispiel Etikettenspender und Etikettendruckspender noch individueller an die Kundenbedürfnisse anzupassen. Wenn Sie interessiert an weiteren Details sind, dann schreiben Sie uns bitte an unter dem Stichwort “3D-Druck”. Wir informieren Sie gerne.

Bildquelle und weitere Informationen: Nanoscribe,   IFW Dresden

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