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RFID-Etikett kann Diesel-Fahrverbot kontrollieren

In Hamburg wurde Anfang Juni das bundesweit erste Diesel-Fahrverbot eingeführt. Es gilt zunächst für einzelne Straßen und wird bislang bei Missachtung mit mündlichen Verwarnungen geahndet. Wie aber soll künftig automatisch überprüft werden, ob die passierenden Fahrzeuge von Dieselmotoren betrieben werden und welche Abgasnorm diese Diesel erfüllen?

Bildquelle: autoservice.de

Das Delmenhorster Unternehmen Tönnjes hat dafür einen RFID-Windschutzscheiben-Aufkleber entwickelt. Auf dem in das RFID-Etikett eingebauten Chip lassen sich vielfältige Informationen zum Fahrzeug abspeichern. Neben dem Kennzeichen können das zum Beispiel auch die Fahrgestellnummer, das Datum der Erstzulassung und natürlich auch die Kraftstoffart sein. Theoretisch ließen sich auf diesem RFID-Chip alle Informationen speichern, die auf der Zulassungsbescheinigung zu finden sind. Zu prüfen wäre hierbei natürlich der Datenschutz.

Stationäre oder mobile Lesegeräte können die Fahrzeuge im Vorbeifahren erkennen und so deren Zufahrtsberechtigung überprüfen. Mit Hilfe der RFID-Etiketten lässt sich die automatische Fahrzeugerkennung digitalisieren. Das könnte nach Meinung von Tönnjes das (drohende) Plaketten-Chaos lösen.

RFID-Etikett in Saudi Arabien

Anwendung findet die RFID-Technolgie bereits auf dem Firmengelände der Erdölfördergesellschaft Saudi Aramco in Saudi Arabien. Hier können nur noch Fahrzeuge auf das Gelände fahren, die ein Label an der Windschutzscheibe haben. Der integrierte UHF-Chip wird von fest installierten Lesegeräten automatisch erfasst und authentifiziert. Je nach Berechtigung der entsprechenden Fahrer sind die RFID-Label in vier Kategorien aufgeteilt. Auf dem Chip sind die notwendigen Informationen gespeichert, etwa welche Bereiche für welche Zeiträume befahren werden dürfen. In der Vergangenheit mussten Mitarbeiter von Saudi Aramco die Kennzeichnung manuell überprüfen.

Das RFID-Label ist ein Sicherheits-Label. Es kombiniert optische Elemente wie transparente Hologramme und Kippfarben mit einem UcodeDNA Chip von NXP. Damit ist nach Angaben von Tönnjes eine Fälschung unmöglich. In anderen Ländern wie den Philippinen oder Kenia werden RFID-Label bereits auf nationaler Ebene zur automatischen Fahrzeugidentifikation genutzt. In der Türkei wird auf diese Weise die Maut erhoben.

Der Windschutzscheibenaufkleber von Tönnjes ist ein Element aus dem IDePLATE-System. Dazu gehört unter anderem das Kfz-Kennzeichen IDePLATE mit integriertem UHF-Chip. Das Besondere an dem integrierten UcodeDNA UHF-Chip ist, dass er eine Reichweite von über zehn Metern mit modernster Verschlüsselungstechnologie vereint und auch während der Fahrt ausgelesen werden kann.

Bildquelle und weitere Informationen: toennjes.de


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Antoinette Aufdermauer

schreibt und bloggt über Lasern, Etikettieren und Drucken - die verschiedenen Kennzeichnungstechniken der Bluhm Systeme.

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