7 Tipps zum Geld sparen beim Etikettieren

Kosten senken bei Verbrauchsmaterialien – Teil 2

Im ersten Teil unserer Themenserie „Kosten senken bei Verbrauchsmaterialien“ hatten wir Tipps gegeben, wie Sie Tinte bei Tintenstrahldruckern einsparen können. Diesmal geht es um das Thema Etikettieren. Denn wer auf ein paar Dinge achtet, kann auch beim Etikettieren bares Geld sparen.

1. Wie viel Etikett brauchen Sie wirklich?

 Nicht immer braucht es viel Weißfläche und große Drucke auf einem Etikett. Hier kann gespart werden.
Nicht immer braucht es viel Weißfläche und große Drucke auf einem Etikett. Hier kann gespart werden.

Es klingt banal: Ein Etikett sollte nur so groß wie nötig sein. Aber es gibt tatsächlich viele Unternehmen, die für ihre Anwendung zu große Etiketten einsetzen: zu viel Weißfläche, zu großzügige Drucke. Das liegt daran, dass früher in erster Linie Menschen die auf den Etiketten aufgedruckten Informationen lesen können mussten. Im Zuge der Automatisierung haben aber Kamerasysteme und Scanner das Auslesen übernommen. Doch haben die Unternehmen ihre Etiketten nicht daran angepasst. Und genau deshalb lässt sich hier heute Etikettenmaterial einsparen. Denn bei maschinenlesbaren Etiketten dürfen die Druckinhalte ruhig verdichtet sein. Die Scanner und Kameras sind trotzdem in der Lage diese zu lesen!
Auch die Weißflächen um den Barcode herum sind heutzutage oft zu groß. Damit ein Scanner den Barcode auslesen kann, ist zwar eine freie Fläche um den Strichcode erforderlich. Aber oft ist ein Ruhezonenbereich ausreichend, der fünfmal der Balkenstärke des Barcodes entspricht. In diesem Sinne passt auch bei Etiketten der Spruch „Weniger ist mehr!“

2. Etikettieren mit alternativen Materialien

Sparpotenzial gibt es zudem bei der Auswahl der Materialien. Es muss nicht immer das glänzende Etikettenpapier sein – bei vielen Anwendungen erfüllt auch ein einfaches Papieretikett seinen Zweck.
Übrigens gibt es auch Anwendungen, wo zunächst gar kein Etikett zum Einsatz kommt, aber dieses sich durchaus lohnen würde: So werden zum Beispiel häufig an Maschinen und technischen Anlagen Typenschilder aus Metall angebracht. Eine kostengünstige Alternative hierzu sind Typenschild-Etiketten. Das spezielle Etikettenmaterial sowie die Drucke sind sehr robust und beständig. Die Solarwatt AG kennzeichnet ihre Solar-Module mit solchen Typenschild-Etiketten.

3. Etiketten zu besonderen Konditionen

Etikettenhersteller bieten Lagerware und Restbestände oft günstiger an. Doch es gibt noch mehr Möglichkeiten, die Kosten beim Etikettieren zu senken. Wie überall gilt auch bei Etiketten: Je größer die Abnahmemenge, desto günstiger ist der Einzelpreis eines Etiketts.
Außerdem haben Etiketten-Hersteller oft Lagerware und Restbestände. Diese können sie günstiger anbieten als Etiketten, die extra auf Bestellung gefertigt werden. Bei fast allen Etiketten-Herstellern besteht darüber hinaus die Möglichkeit Rahmenverträge abzuschließen. Der Kunde hat dadurch mehr Planungs- und Kostensicherheit. Er kann mit termingerechten Etikettenlieferungen und stabilen Preisen rechnen.

4. So sparen Sie beim Etikettieren Farbband

Für Anwendungen, bei denen Inhalte auf ein schon vorgedrucktes Etikett gedruckt werden sollen, kann ein Druckmodul mit Farbband-Sparautomatik interessant sein. Dabei transportiert der Drucker oder das Druckmodul immer nur dann das Farbband, wenn tatsächlich gedruckt wird.

So funktioniert der Thermotransferdruck: Der Druckkopf erwärmt im Bruchteil einer Sekunde die Farbe des Thermotransferfarbbandes und bringt diese blitzschnell auf das Etikett auf. Unmittelbar nach dem Druckvorgang wird der Kontakt zwischen Farbband und Etikett wieder unterbrochen. Die Farbe muss also schnell aushärten, um auf dem Etikett zu halten. Drucker mit diesem Sparverfahren sind zwar teurer als Vergleichsmodelle die 1:1 Farbband und Etikett verarbeiten, aber bei Anwendungen, wo viel und schnell gedruckt werden muss, rechnet sich dieses Verfahren mit Foliensparautomatik.

Bei bestimmten Anwendungen lohnt sich eine Farbband-Sparautomatik.
Bei bestimmten Anwendungen lohnt sich eine Farbband-Sparautomatik.

5. Was ist Ihnen wichtig bei der Druckqualität?

Beim Etikettendruck sollte man sich immer auch die Frage stellen, was einem wichtig ist bzw. was die Anwendung erfordert. Müssen die Drucke besonders brillant sein? Kommt es darauf an, dass der Druck möglichst abriebfest ist? Oder reicht ein einfaches, gut lesbares Druckbild? Davon hängt ab, ob der Thermodirektdruck oder Thermotransferdruck als Druckverfahren sinnvoll ist.

Der Thermodirektdruck kommt ohne Farbband aus und ist somit kostengünstiger. Jedoch sind die Drucke empfindlich. Licht oder mechanische Reibung setzen dem Druck zu, sodass er nicht mehr lesbar ist. Für Logistikprozesse hat sich der preiswerte Thermodirektdruck in den vergangenen Jahren als Standard etabliert, da hier keine besonderen Anforderungen an den Druck hinsichtlich Brillanz und Haltbarkeit gestellt werden.

Im Gegensatz zum Thermodirektdruck werden beim Thermotransferdruck Verfahren Farbbänder benötigt. Der Druck ist dafür aber gestochen scharf und haltbar.

6. Druckbereich des Etiketts optimal ausnutzen mit Backfeed

Um das Etikett bzw. den Druckbereich optimal auszunutzen, verfügen manche Etikettendrucker und Etikettiersysteme über eine Backfeed-Funktion. Dabei wird das Etikettenmedium automatisch von der Abriss- oder Abziehposition zur Druckposition zurückgezogen. Auf diese Weise kann das Etikett effizient auch an der Vorderkante bedruckt werden. Das heißt, die mögliche zu bedruckende Fläche wird maximal ausgenutzt. Der Rückzug kann statisch oder dynamisch erfolgen. Das Druckmodul ist in der Lage dies zu erkennen.
Außerdem sind bei Etikettiersystemen mit Backfeed-Funktion keine großen Lücken zwischen den Etiketten zum Erkennen des jeweiligen Etikettenanfangs und -endes erforderlich. Indem die Etikettenlücken auf ein Minimum reduziert sein können, ist das Material günstiger. Denn der Rohmaterial-Quadtratmeter-Preis bestimmt zum Großteil den Etikettenpreis. Je geringer die Lücke zwischen den Etiketten, desto günstiger ist die Etikettenrolle!

7. Schneller Etikettierer senkt die Kosten

 Der Spendeapplikator des Etikettierers Legi-Air 6000 wird ohne teure Druckluft bewegt.Langfristig lässt sich zudem mit einem schnellen Etikettierer Geld sparen. Es gibt Etikettendruckspender, bei denen der Spendeapplikator servo-elektrisch bewegt wird, also ohne Druckluft. Nur für das Aufbringen des Etiketts im „Tamp-Blow“-Verfahren kommt Druckluft zum Einsatz. Dadurch sind nicht nur die Kosten geringer. Gleichzeitig schafft ein Etikettendruckspender mit servo-elektrischem Antrieb – wie der Legi-Air 6000 – auch höhere Taktraten. Lesen Sie zu diesem Thema auch unseren Blogbeitrag „Energiespartipp: Ohne Druckluft etikettieren“.

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