HP-SmartCard Authentifikation für Kennzeichnungssysteme: Intelligente Kartuschen von Bluhm Systeme

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Bluhm Systeme setzt bei seinen innovativen Markoprint Inkjet-Druckern auf die automatische Kartuschen-Erkennung mit HP-SmartCard. In diesem Beitrag erfahren Sie, welche konkreten Vorteile sich hieraus für unsere Kunden ergeben.

Was ist eine SmartCard Authentifikation?

Um die HP-SmartCard Authentifikation und Ihre Vorteile zu erkennen müssen wir zuerst verstehen, was eine SmartCard ist und welche Grundlagen diese Technik hat.

Es handelt sich um einen internen Speicher, der sich direkt auf der Kartusche befindet. Erkennbar an den vier zusätzlichen Kontakten an der Unterseite der Kartusche könnte man ihn mit einer SD-Karte mit sehr geringer Speicherkapazität vergleichen.

SmartCard Kontakte an einer HP-Kartusche

Der Unterschied besteht darin, dass nicht alle Speicherbereiche frei zu nutzen sind. Es gibt feste Zonen für den Tintenhersteller  und solche für den Hersteller des Codier-Systems – also in diesem Fall die Bluhm Weber Group. Zusätzlich gibt es variable Bereiche, die das Drucksystem selbst nutzt. Damit werden alle Daten, die für die Einstellung der richtigen Kartuschenwerte nötig sind, „frei Haus“ ins System geliefert. Daten, die für den Betrieb in der Anlage interessant sind, werden dort ebenfalls abgespeichert.

SmartCard Kontakte an einem HP-Tintentank

Eine Speicherkarte im System? Was passiert mit den Daten und welche Daten werden gespeichert?

Die Datenverarbeitung findet nur innerhalb der Anlage statt um die richtige Einstellung des Systems zu automatisieren. Fehleingaben sind so ausgeschlossen und im Fehlerfall ist die Suche nach der Ursache leichter. Die Daten an sich geben keine Auskunft über das Gesamtsystem oder den Kunden. Aber es ist möglich, die Daten zur internen Auswertung zu nutzen.

Die SmartCard kann über iDesign ausgelesen werden

Die Daten sind zum Beispiel über unsere Software iDesign auszulesen. Hierzu muss man nur den Info-Button, unter der Füllstandanzeige drücken. So kann man auch selbst prüfen, welche Daten vorhanden sind und welche nicht.

Und wie helfen diese Daten?

Der größte Vorteil ist die einfache Handhabung. Nach dem Einlegen der Kartusche kennt das System dank SmartCard automatisch die richtigen Eisntellungen. Die besten Einstellwerte sorgen dann auch automatisch für die beste Druckqualität auf dem Produkt.

Zusätzlich gibt es Kunden, die aufgrund verschiedener Oberflächen verschiedene Tinten in ihrem System nutzen. Es kam hier in der Vergangenheit oft zu Problemen, weil nach dem Kartuschen-Wechsel nicht die Parameter geändert wurden. Die Werte einer Wassertinte für solvent-haltige Tinten zu nutzen führt „nur“ zu einem schlechten Druckbild. Das erkennt man schnell. Aber die Einstellungen einer solvent-haltigen Tinte bei wasserbasierten Tinten einzusetzen kann zu Beschädigungen an der Kartusche führen.

Da der Füllwert der Kartusche gespeichert wird, ist dieser eindeutig der einzelnen Kartusche zugeordnet. In Systemen ohne SmartCard wird der Füllstand nur über das System berechnet und muss manuell bei jedem Kartuschenwechsel zurückgesetzt werden. Wenn man diesen Schritt vergessen hat oder zwischen verschiedenen Kartuschen wechselt ,weiß man nicht, wann die Tinte leer ist. Fehldrucke sind vorprogrammiert.

Wie helfen diese Daten bei der Fehlersuche?

Die Daten sind immer griffbereit. Wenn es zu Fehlern in der Anlage kommt muss man nicht lange nach dem Bestelldatum und der Chargennummer suchen. Auch das manuelle Beschriften mit dem Zeitpunkt der ersten Nutzung entfällt. Die SmartCard liefert verlässliche Angaben, auf die man im Fehlerfall Bezug nehmen kann. Sie können über iDesign gespeichert und als Textdatei an den Support gesendet werden. Das ist eine große Zeitersparnis.

Vor allem die manuelle Beschriftung mit Füllwert und Datum war aufgrund der Nachweispflicht für einige Kunden notwendig und entfällt jetzt. Das ist mit der SmartCard viel einfacher.

Besitzen alle Systeme dieselbe SmartCard und können alle Kartuschen genutzt werden?

Es gibt keinen einheitlichen Standard für Kartuschen-Authentifizierung. Das SmartCard System von HP ist die am weitesten verbreitete Methode zur Authentifizierung. Aber auch hier gibt es Unterschiede in der Programmierung. Die gespeicherten Daten unterscheiden sich je nach Anbieter und die Kartuschen sind daher nicht beliebig unter den Systemen verschiedener Hersteller austauschbar.
Diese Einschränkung gibt es nicht bei Markoprint Systeme. Auch die Verwendung von Markoprint SmartCard Kartuschen in den Systemen anderer Anbietern mit Authentifizierung ist in der Regel nicht möglich.

Gewarnt werden muss vor dem Einsatz von Refill-Kartuschen. In aller Regel überschreiten Refill-Patronen die normale Nutzungszeit einer Tintenkartusche. Sie können daher Beschädigungen aufweisen oder schon nach kurzer Zeit auslaufen. Dies führt meist zu Folgeschäden an der Druckkopfhalterung, die teurer sein können als die Ersparnis durch die Tinten. Von möglichen fehlerhaften Drucken ganz zu schweigen.

Bei HP-SmartCard-Kartuschen ist die Überlastung der Kartusche ausgeschlossen. Sie haben einen Speicherbereich, der sich „Out of Ink-Bit“ nennt und nur einmalig beschrieben werden kann. Das System vermeidet so Folgeschäden und teure Reparaturen zu Lasten des Kunden.
Die HP-SmartCard-Technik wird bei fast allen Herstellern von Codier-Systemen eingesetzt.

Auslaufende Tinte zerstört die Elektronik im Druckkopf

Der Einsatz ungeeigneter oder nachgemachter Tinten kann schlimme Folgen haben. Sie unterliegen bei der Entwicklung oft keinem geregelten Test und niemand kann sagen, wie sich eine Kartuschen oder Tinte in einem Codier-System bei einer ganz bestimmten Anwendung verhält. Auch hier war der Anwender in der Vergangenheit oft der Leidtragende. Ungeeignete Tinten in einem System können zu Fehlern führen, das Druckbild verschlechtern und Gewährleistungsansprüche an den Hersteller verhindern. Die SmartCard-Kartusche schützt durch eine kryptische Authenthifizierung vor gefälschten Produkten.

Wenn das SmartCard System nur Vorteile hat, wieso kommt es erst jetzt?

Das SmartCard System wurde schon vor einigen Jahren eingeführt, aber es war noch nicht flächendeckend verfügbar. Das hat zu Problemen beim Einsatz geführt. Da nun alle zertifizierten HP-Tintenhersteller auf SmartCard Kartuschen umgestiegen sind, kann die Funktion ohne Einschränkungen der Anwendung aktiviert werden. Es stehen alle Vorteile der intelligenten Kartuschen zur Verfügung.

Kartuschenhalter mit SmartCard Kontakten

Müssen jetzt alle Systeme umgestellt werden?

Kunden mit herkömmlichen Systemen müssen sich keine Sorgen machen. SmartCard Kartuschen sind  ohne Einschränkungen in Systemen verwendbar, die noch keine HP-SmartCard Authentifizierung besitzen. Die Informationen werden einfach nicht verwendet.

 


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Oliver Sofka

Oliver Sofka

Oliver Sofka ist der verantwortliche Produktmanager für Markoprint Drucksysteme und Tinten.Er führt Schulungen für Mitarbeiter, im Bereich der Thermal Inkjet und Piezo Systeme, durch und interessiert sich zusätzlich für alle Bereiche der Automatisierung, Industrie 4.0, Zertifizierungen und Richtlinien.
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