Härtetest bei Etiketten (Teil 15 von 17)

Vielfach wird von Kundenseite eine ganz bestimmte Anforderung in Bezug auf Abriebfestigkeit und Witterungsbeständigkeit an die vorgedruckten Etiketten gestellt.  Hier muss nun im Vorfeld geprüft werden, ob der Flexodruck für diese Anwendung eingesetzt werden kann, oder ob ein anderes Druckverfahren wie z. B. Offset-, Sieb-, oder Buchdruck notwendig ist.

Da bei diesen alternativen Druckverfahren, im Gegensatz zum Flexodruck, mit pastösen Farben gearbeitet wird, sind hier höhere Pigmentanteile vorhanden.  Es kann drucktechnisch eine höhere Farbdichte übertragen werden, was Vorteile gegenüber dem Flexodruck mit sich bringt.

Speziell im Typenschildbereich wird  oftmals die Haltbarkeit des Vordruckes nach der VDE-Vorschrift gefordert. Diese kann der Flexodruck ohne weiteres nicht sicherstellen. Hier würde das empfindliche Druckbild mit einer Lackschicht geschützt UV-Flexo widersteht dem VDE-Test (15 Sekunden Reiben mit einem waschbenzingetränkten Tuch).

Grundsätzlich sollte in anderen kritischen Bereichen, bei denen keine spezielle Norm vorgegeben ist, der Kunde selbst einen Test durchführen, ob die Beständigkeit des Vordruckes gegen Alkohol, Benzin, Fette, Öle usw. für seine Anforderung ausreichend ist.

Ein sicherer Schutz für den vorgedruckten Teil des Etiketts kann, wie schon erwähnt, ein Überdrucklack sein. Diese Anwendung sollte jedoch auch im Vorfeld speziell auf die Anforderung hin gemeinsam mit dem Kunden geprüft werden.

Selma Kürten-Kreibohm

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