Braille lernen mit LEGO-Steinen

Kennzeichnungen und Beschriftungen in der Welt der Sehenden müssen meistens groß sein, ins Auge springen und möglichst auch aus größerer Entfernung lesbar sein. Für unsere sehbehinderten oder blinden Mitmenschen sind solche Identifikationen nicht erkennbar. Sie benötigen eine ganz besondere Kennzeichnung, die ertastet werden kann.

Punktmuster mit großer Wirkung

Die Braille-Schrift wurde schon 1825 von dem Franzosen Louis Braille entwickelt. Leicht erhabene Punktmuster in verschiedenen Kombinationen ergeben die Buchstaben, Zahlen und besonderen Zeichen. Man findet die Braille-Schrift übrigens auch im täglichen Leben. Alle Arzneimittelverpackungen tragen die Kennzeichnung, damit auch Sehbehinderte Verwechslungen vermeiden können. Die Braille–Schrift muss erlernt werden. Aber Tausende von Hörbüchern und andere unterhaltsame technische Möglichkeiten wie Computerprogramme, halten die Betroffenen von diesem etwas mühseligen Prozess ab.

Effektiver Lernprozess dank Lego-Steine

Immer weniger sehbehinderte Kinder erlernen die Braille-Schrift und versäumen so eine Chance, unabhängiger zu werden und sich auch ohne technische Hilfsmittel beschäftigen und weiterbilden zu können. In den Vereinigten Staaten zum Beispiel lernen nur 10% der blinden Kinder Blindenschrift, verglichen mit über 50% in den 1950er Jahren. Ein spielerisches Konzept soll dieser Entwicklung nun entgegenwirken. LEGO-Stiftung und LEGO-Gruppe haben spezielle LEGO-Steine entwickelt, die jeweils ein Braille-Zeichen tragen. Und selbstverständlich können diese LEGO-Steine auch mit normalen Steinen kombiniert werden, um damit zu bauen und die eigene Fantasie im LEGO-Kosmos zusätzlich zu befeuern. Sie sind übrigens auch geeignet, im Unterricht über andere Themen wie beispielsweise Fremdsprachen eingesetzt zu werden.

Vorgeschlagen und gemeinsam mit dem dänischen Hersteller weiterentwickelt wurde dieses Konzept von Blindenverbänden aus Dänemark, Brasilien, Großbritannien und Norwegen. Erste Prototypen befinden sich zur Zeit in verschiedenen Tests. Es ist damit zu rechnen, dass im Laufe 2020 die Steine auf den Markt kommen. Sie sollen laut Pressemitteilung sogar kostenlos über die LEGO-Stiftung an ausgewählte Institutionen verteilt werden.

Im Video sind weitere Informationen zu sehen:

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Auch wenn Sie keine Braille-Schrift auf Ihre Produkte aufdrucken müssen: Die Kennzeichnungslösungen von Bluhm Systeme bieten eine Fülle von Möglichkeiten in den Bereichen Etikettendruck, Inkjet-Beschriftung und Lasermarkierung. Werfen Sie einen Blick auf unsere aktuellen Whitepaper. Hier finden Sie mehr als eine Idee, um Ihre Produktionsprozesse zu optimieren:

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Bildquelle: Lego

Kurt Hoppen

seit über 30 Jahren bei Bluhm Systeme tätig und an allen Dingen rund um Kennzeichnungstechnik, Logistik und Barcodes interessiert.

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