Verschiedene Verpackungen in der Fertigungslinie

Verpackungskennzeichnung entlang der Produktionslinie

Industrielle Kennzeichnungen erfolgen nicht nur aus verschiedenen Gründen (Gesetzgebung, Marketing, Logistikoptimierung etc.), sondern auch an mehreren Stellen der Produktionslinie. Jede Verpackungsstufe stellt allein aufgrund der unterschiedlichen Oberflächen, Umgebungen und Einsatzzwecke spezielle Anforderungen an das eingesetzte Kennzeichnungssystem. Deshalb kommt innerhalb eines Betriebes meistens mehr als nur eine Technologie zur Anwendung. Erfahren Sie, wie Sie die indirekte Beschriftung per Etikettierung und die Direktmarkierung mittels Tinte oder Laser optimal einsetzen.

Kennzeichnungstechnologien entlang der Produktionslinie

Primärverpackungen kennzeichnen

Die „erste“ Verpackung umgibt das Produkt unmittelbar und kommt mit ihm in direkten Kontakt. Getränkeflaschen, Kosmetiktiegel und Chipstüten gehören beispielsweise in diese Kategorie. Das Primärpackmittel soll durch seine Barriere-Eigenschaften das innenliegende Produkt schützen und hat mitunter großen Einfluss auf die gleichbleibende Qualität des Inhalts.

Darüber hinaus erfüllt die darauf angebrachte Produktkennzeichnung wichtige Funktionen hinsichtlich des Verbraucherschutzes (z. B. Haltbarkeitsdaten). Teilweise schreibt die Gesetzgebung vor, wie einzelne Produkte zur Identifikation und Rückverfolgbarkeit gekennzeichnet werden müssen. Deshalb findet man auch Barcodes, Data Matrix Codes oder Serien-, Lot- und Chargennummern auf ihnen. Solche Beschriftungen sind aber nicht nur für die weitere Lieferkette oder für den Fall eines Produktrückrufs wichtig, sondern gewinnen auch in der vollautomatisierten Produktion immer weiter an Bedeutung.

Insbesondere bei Nahrungs- und Arzneimitteln muss sichergestellt sein, dass die Primärverpackung lebensmittelsicher ist. Über Kartons könnten unter Umständen kritische Substanzen aus den darauf befindlichen Drucken nach innen migrieren. Für Kennzeichnungen unbedenklich ist aber unter anderem der Einsatz von Inkjet-Druckern mit GMP-zertifizierten Tinten wie denen von Markoprint.

Des Weiteren sind auch die Umgebungsbedingungen in die Betrachtung mit einzubeziehen. Muss ein Produktionsbereich beispielsweise aufgrund von Hygienevorschriften regelmäßig nassgereinigt werden, sollte das dort positionierte Kennzeichnungssystem ein abgedichtetes Gehäuse mit Schutzart IP65 haben. Dieses hält auch das Eindringen von Staub ab, der bei bestimmten Produkten und Verarbeitungsschritten anfallen kann. Außerdem zu beachten sind extreme Umgebungstemperaturen (z. B. im Tiefkühlbereich). Nicht jedes elektronische Gerät ist für den dauerhaften Betrieb bei Hitze und Kälte geeignet.

Sekundärverpackungen kennzeichnen

Die auch als „Verkaufsverpackung“ bezeichnete Umverpackung umschließt die Primärverpackung und hat keinen direkten Kontakt zum Inhalt. Stattdessen kann sie zusätzliche Barriere-Funktionen übernehmen, zu Informations-, Dekorations- und Werbezwecken dienen (z. B. Gewinncodes) sowie den Transport des Produktes verbessern. Obendrein kann sie einen Manipulationsschutz aufweisen, wie es zum Beispiel seit Einführung der EU-Fälschungsschutzrichtlinie bei verschreibungspflichtigen Medikamenten Pflicht ist.

Da Hersteller die Rückverfolgbarkeit ihrer Produkte gewährleisten müssen, werden sekundärverpackte Waren mit industriellen Kennzeichnungen wie z. B. der GTIN versehen. Sie sichert die eindeutige Identifikation einer Handelseinheit entlang der gesamten Lieferkette.

Beispiele für Sekundärpackmittel sind u. a. Sixpack-Flaschenträger, Faltschachteln von Pharmzeutika und Multipack-Beutel mit einzelverpackten Snacks darin.

Beliebte Kennzeichnungslösungen für Sekundär- und Primärverpackungen:

Vorgedruckte farbige Etiketten Hochwertig bedruckte farbige Etiketten mit anwendungsspezifischen Eigenschaften (abziehbar, aufklappbar, fettresistent o.ä.).
farbetikettendrucker Professionelle Farbetikettendrucker zum Ausdrucken mehrfarbig gestalteter Klebeetiketten.
Etikettierer Alpha HSM von Bluhm Systeme Automatische Etikettenspender zum präzisen und schnellen Aufbringen vorgedruckter Etiketten.
Print Apply Etikettierer Legi-Air CWS Print & Apply: Etikettendruckspender zum gleichzeitigen Aufbringen und Bedrucken von Etiketten mit variablen Daten.
Tamper Evident Etikettierer Tamper-Evident-Etikettierer für das Anbringen eines Erstöffnungsschutzes mittels Siegeletiketten.
Inkjet-Drucker Linx 8900 Industrielle Inkjet-Drucker für die schnelle, günstige und berührungslose Direktbeschriftung mit wechselnden Druckinhalten.
Laserbeschriftung auf Metall Beschriftungslaser für die dauerhafte, fälschungssichere und verbrauchsmittelfreie Direktbeschriftung.
TTO Thermtransfer-Direktdrucker Linx TT5 Wirtschaftliche Thermotransfer-Direktdrucker, die Folienverpackungen direkt und ohne zusätzliches Etikett bedrucken.

Tertiärverpackungen kennzeichnen

Die dritte Verpackungsstufe umfasst typischerweise Transportverpackungen wie Versandkartons aus Wellpappe oder in Schrumpffolie verhüllte Karton-Trays. Tertiärverpackungen sollen in erster Linie Transportschäden vorbeugen und die Logistik vereinfachen. Im Vordergrund stehen einheitliche, standardisierte und zuverlässig lesbare Kennzeichnungen.

Häufige Kennzeichnungslösungen für Tertiärverpackungen:

Barcode-Etikett Scanbare Barcode-Etiketten für Logistikkennzeichnungen wie z. B. NVE/SSCC.
Etikettendrucker Professionelle Etikettendrucker zum Ausdrucken individueller Etiketten für Logistik, Produktion und Handel.
Markoprint Inkjet-Drucker bedruckt Karton Piezo Inkjet-Drucker für interne Logistikbeschriftungen auf Kartons, bei denen sie teilweise Etikettierungen günstig ersetzen können (siehe unser Vergleich hier).
palettenetikettierung Effiziente Palettenetikettierer, die Paletten auch beidseitig und übereck etikettieren können.
RFID-Etikett RFID-Etikettierer und passende RFID-Etiketten, die die automatische und sichtkontaktlose Identifizierung von mehreren Waren oder Behältern gleichzeitig ermöglichen.

Natural Branding: Laserbeschriftung spart Verpackung ein

Laserbeschriftungs auf Obst und Gemüse

Einen guten Beitrag für die Umwelt können Unternehmen aus der Nahrungsmittelbranche leisten: Unnötiger Verpackungsmüll könnte vermieden werden, wenn Kennzeichnungen wie das Bio-Siegel direkt auf die Schale von Obst und Gemüse aufgebracht werden. Die Lebensmittelkennzeichnung per Laserbeschriftung ist eine nachhaltige und EU-erlaubte Alternative zur Plastikverpackung. Die Qualität des Produktes wird dadurch nicht beeinträchtigt.

Verpackungskennzeichnung? Bluhm Systeme!

Sie möchten wissen, wie Sie Ihre verschiedenen Verpackungen effizient und zuverlässig kennzeichnen? Sprechen Sie mit den Experten von Bluhm Systeme: Als Komplettanbieter bieten wir nicht nur alle Lösungen aus einer Hand, sondern haben dank über 50-jähriger Branchenerfahrung das nötige Know-how für jede Ihrer Anforderungen. Gerne vereinbaren wir einen kostenfreien Beratungstermin bei Ihnen vor Ort!

Jetzt kostenfrei von Bluhm Systeme beraten lassen

 

Natalie Iwantschew

arbeitet seit 2016 im Fachbereich Online-Marketing bei Bluhm Systeme, wo sie unter anderem den internationalen Webauftritt www.bluhmsysteme.com betreut. Im Bluhm Blog berichtet sie über Wissenswertes zur industriellen Etikettierung, Inkjet-Kennzeichnung und Laserbeschriftung.
Natalie Iwantschew

Letzte Artikel von Natalie Iwantschew (Alle anzeigen)

Hat Ihnen dieser Beitrag gefallen?

Abonnieren Sie unseren Newsletter, um monatlich die besten Artikel per E-Mail zu erhalten:

Unser Newsletter enthält Informationen zu unseren Produkten, Angeboten, Aktionen und unserem Unternehmen. Sie können sich jederzeit wieder austragen, etwa über den "Hier abmelden"-Link in jedem Newsletter. Hinweise zum Datenschutz, Widerruf sowie Erfolgsmessung und Protokollierung erhalten Sie hier.

Schreiben Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.