Barcode-Etikett wird auf einen Karton appliziert

Etiketten mit variablen Daten – erstaunliche Fähigkeiten!

Etiketten mit variablen Daten (engl. „variable data labels“) sind notwendig, um Waren entlang der gesamten Lieferkette identifizieren, verfolgen und auf Echtheit überprüfen zu können. Das ist noch nicht alles: Sie helfen Herstellern auch bei der Optimierung ihrer Betriebskosten und der Vermarktung ihrer Produkte. Sie sind richtige Alleskönner!

Als Spezialist für Produktkennzeichnung ist Bluhm Systeme seit über 50 Jahren Erfahrung in allen Branchen aktiv. Wie verschiedene Unternehmen aus Industrie und Mittelstand die Etiketten mit wechselnden Daten erfolgreich einsetzen, berichten wir Ihnen in diesem Beitrag.

Was sind variable Daten auf Etiketten?

Barcode-Etikett auf einem Autobauteil
Barcode-Etikett auf Bauteil in der Fertigung

Variable Daten sind jene Informationen auf dem Etikett, die sich auf das einzelne Produkt, eine bestimmte Produktgruppe oder eine bestimmte Verpackungseinheit beziehen und sie eindeutig zuordenbar machen. Es handelt sich also um wechselnde Druckdaten, die sich von Etikett zu Etikett unterscheiden.

Die Daten stammen meist aus einer Datenbank oder einer Excel-Tabelle und werden erst im Produktions- oder Verpackungsprozess hinzugefügt. Häufig werden sie zusätzlich in Form von Barcodes, Data-Matrix-Codes oder QR-Codes verschlüsselt, damit sie maschinenlesbar sind.

Einige Beispiele für variable Daten auf Etiketten:

Etiketten für alle Anwendungen:

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Wegbereiter für industrielle Automation und Digitalisierung

Eine Fabrik, die sich ganz von alleine steuert – das ist die Idee hinter Industrie 4.0. Über das Internet der Dinge sollen verschiedene Objekte und Systeme miteinander vernetzt sein und zu intelligenten Akteuren werden. In solch einem Netzwerk werden Produktionsdaten transparenter als je zuvor. Optimierungspotenzial wird besser sichtbar.

Waren, die in solch einer Fabrik hergestellt und verarbeitet werden, sollen mit den Maschinen an der Produktionslinie kommunizieren. Doch wie können sich „leblose Dinge“ – zum Beispiel ein Autobauteil – an bestimmten Fertigungsstationen mitteilen? Möglich machen das Datenträger wie Barcode-Etiketten und RFID-Tags. Sie verleihen dem Bauteil eine maschinenlesbare Identität, wie ein Personalausweis. Der ist die Grundlage für die Prozessautomation mittels AutoID-Technologie. AutoID steht für „Automatische Identifikation und Datenerfassung“.Prozessautomation in Industrie 4.0 als Comic

Lesegeräte wie Barcode-Scanner oder RFID-Reader können den Inhalt des Etiketts auslesen und an ein angeschlossenes IoT-System übermitteln. Beim Inhalt kann es sich beispielsweise um die Auftragsdaten des Bauteils handeln. Der Kunde wünscht das Produkt in einer bestimmten Variante? Die nächste Anlage stellt automatisch alle erforderlichen Parameter und Bearbeitungspunkte ein.

Der Prozess beginnt ohne menschliche Interaktion. Es ist ein automatisierter Workflow, der die Umrüstzeiten verkürzt und Bedienungsfehler verhindert. Individuelle Kennzeichnungen ermöglichen somit die effiziente Herstellung einzigartiger und personalisierter Produkte!

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Effizienz-Booster in der Logistik

Auf ähnliche Weise beschleunigen Etiketten mit variablen Daten die Abläufe in der Lager-, Verpackungs- und Transportlogistik. Unter anderem in den folgenden Bereichen:

Etikettierte Versandkartons auf dem Förderband

  • Wareneingang: Das Scannen des Transportetiketts löst die Wareneingangsbuchung aus und stößt den Druck des Lageretiketts an. Ohne großen Abfertigungsaufwand wird der Warenbestand aktuell und übersichtlich gehalten.
  • Retourenhandling: Über den Barcode auf dem Retourenlabel werden Rücksendungen schneller erfasst und abgewickelt. Die zurückgesendeten Waren können zügig in den Wiederverkauf.
  • Gabelstapler in der LagerlogistikLagerlogistik: Lageretiketten sorgen für ordentliches Bestandsmanagement und die optimale Auffindbarkeit von Waren, insbesondere wenn viele Regale und Lagerplätze vorhanden sind.
  • Inventur: Maschinenlesbare Kennzeichnungen vereinfachen die regelmäßige Bestandsaufnahme von Lagerware. Besonders viel Zeit, Nerven und Personalkosten kann das Asset-Tracking mithilfe von RFID-Technologie sparen.
  • Kommissionierung: Kommissionsetiketten sorgen dafür, dass der Picker die Teilartikel einer Bestellung leicht finden und zusammenstellen kann. Enge Liefertermine können besser eingehalten werden.
  • Sortierung: Auf Basis der Informationen eines Barcode-Etiketts (z.B. das Kommissionierungsetikett) werden Güter aus dem Materialstrom vollautomatisch in bestimmte Sortierausgänge geschleust.
  • PalettenetikettierungWarenausgang: Damit Warenausgangsmitarbeiter die Bestellung noch einmal auf Qualität und Übereinstimmung prüfen können, muss die Versandeinheit eindeutig gekennzeichnet sein.
  • Transport: Transportetiketten ermöglichen die sichere Sendungsverfolgung von Kartons und Paletten, die das Lager verlassen. In der externen Logistik sind vor allem einheitliche und zuverlässig lesbare Etiketten gefragt, die den Standards von GS1 entsprechen.
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Advokaten für Rückverfolgbarkeit und Markenschutz

Etikettierte e-Liquid-FlascheEindeutige Identifikationsnummern machen es möglich, dass Produkte lückenlos entlang der gesamten Lieferkette zurückverfolgt werden können – von der Gewinnung der Rohstoffe bis zum Verkauf an den Endverbraucher.

Wichtig ist das vor allem für den Verbraucherschutz, wenn ein Warenrückruf notwendig ist. Anhand der Kennzeichnung können die Hersteller, Händler und Verbraucher die betroffenen Produkte genau eingrenzen. Außerdem kann die Fehlerursache leichter gefunden und schneller behoben werden. Der zeitliche und finanzielle Aufwand für Rückrufaktionen wird somit verringert. Gleichzeitig dienen Rückverfolgbarkeitscodes dem Markenschutz: Sie bieten den Originalherstellern erhöhte Fälschungssicherheit und blocken unberechtigte Produkthaftungsklagen ab.

Die EU schreibt eine Rückverfolgbarkeitspflicht für bestimmte Produktgruppen gesetzlich vor, darunter für Lebensmittel, Medizin und Explosivstoffe. Beispielsweise muss jede Verpackung für rezeptpflichtige Arzneimittel eine Seriennummer tragen, die in der europaweiten Securpharm-Datenbank hinterlegt ist. Apotheker sollen sie für den Echtheitsabgleich nutzen, bevor sie das Arzneimittel an Patienten abgeben.

BITKOM Befragung zu Transparenz beim LebensmittelkaufMehr Transparenz in der Herstellung kommt bei den Verbrauchern übrigens gut an: Eine repräsentative Bitkom-Studie zeigt, dass 84% der Verbraucher bereit sind, für hochwertige Produkte mehr zu bezahlen –  sofern sie Informationen zur Herkunft, Nachhaltigkeit und Zusammensetzung der Ware nachvollziehen können. Entsprechende Kennzeichnungen auf der Produktverpackung sind dafür die idealen Vermittler. Zwar bezieht sich die Studie nur auf Lebensmittel, aber vermutlich lassen sich die Erkenntnisse auf andere Branchen ausweiten.

Promotion-Künstler auf der Kaufverpackung

Mehrlagiges Peel-off-Etikett
Mehrlagiges Peel-off-Etikett

Sie möchten ein besonderes Markenerlebnis schaffen? Gewinnspiele und Aktionscodes sind beliebte Mittel, um Verpackungen im Marktregal herausstechen zu lassen und Kunden einen zusätzlichen Kaufreiz zu bieten. Sie animieren Käufer dazu, die Unternehmenswebseite zu besuchen, wo sie ihren individuellen Code zur Teilnahme eingeben können.

Der Code kann sich beispielsweise auf einem Peel-Off-Etikett befinden, wo er sich erst nach dem Abziehen offenbart. Ebenfalls geeignet sind aufklappbare Booklet-Etiketten, die genügend Raum für zusätzliche Informationen (z. B. Teilnahmebedingungen) bereithalten.

Wie kommen die variablen Daten aufs Etikett?

Etikettensoftware NiceLabel bei Bluhm SystemeWer Barcode-Etiketten und andere Etiketten mit änderlichen Inhalten selber erstellen möchte, kann die Druckdaten mithilfe einer Etikettensoftware wie NiceLabel oder Legitronic auf dem Etikettenlayout platzieren und gestalten. Die variablen Stellen erhalten einen Platzhalter, der später mit den jeweiligen Daten aus der angeschlossenen Datenbank befüllt wird.

Option 1: Indirekte Kennzeichnung mittels Etiketten

Etikettendrucker, die entweder im Standalone-Betrieb genutzt werden oder in einem druckfähigen Etikettiersystem (Print & Apply) sitzen, drucken die Daten mittels Thermotransferverfahren aufs Etikett. Das Etikett wird anschließend maschinell oder händisch auf das Produkt aufgeklebt. Wer RFID-Tags benutzen möchte, kann diese mit speziellen RFID-fähigen Systemen erstellen, drucken und automatisch applizieren.

Option 2: Direktbeschriftung mittels Tinte, Laser oder Farbband

Alternativ können variable Daten auch mittels Tintenstrahldrucker oder per Laserbeschriftung auf die Etiketten oder direkt auf die Verpackung selbst appliziert werden. Ein weiteres Verfahren zur Direktbeschriftung ist der Thermotransfer-Direktdruck, der speziell für Folienverpackungen entwickelt wurde. Durch den Verzicht aufs Etikett können unter Umständen Kosten eingespart werden.

Mehr Infos zu den verschiedenen Kennzeichnungssystemen finden Sie hier:

Sie möchten eine Beratung zum Thema Kennzeichnung?

Bluhm Systeme ist Komplettanbieter rund um die industrielle Kennzeichnung. Wir sind Hersteller von Kennzeichnungssystemen „made in Germany“ und bieten die passenden Etiketten und Verbrauchsmaterialien sowie Service und Support aus einer Hand. Gerne beraten wir Sie persönlich bei einem Vor-Ort-Besuch! Teilen Sie uns einfach Ihren Wunschtermin mit:

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Natalie Iwantschew

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