Mülltonnen

Unsichtbare Barcodes für besseres Recycling

Dank Recycling wird Abfall in wiederverwendbare Rohstoffe verwandelt. Das schont Ressourcen und beugt Umweltverschmutzung vor. Die Kunststoffstrategie der EU-Kommission sieht vor, dass bis 2030 alle Kunststoffverpackungen wiederverwertbar sein sollen. Schon heute werben viele Hersteller damit, dass ihre Verpackungen recycelbar sind. Aktuell hat das Recycling-System aber noch viele Schwachstellen.

In großen Recyclinganlagen müssen die Abfälle erst aufwendig sortiert werden, bevor sie weiterverarbeitet werden können. Wer also Müll schon zuhause sorgfältig trennt und in die richtige Tonne entsorgt, trägt zur besseren Recyclingquote bei. Bestimmte Plastiksorten und –farben landen dennoch nicht wieder im Kreislauf. Die Deutsche Umwelthilfe e.V. schätzt, dass nur etwa 38% der Kunststoffverpackungen recycelt werden. Der Rest wird verbrannt oder auf Mülldeponien gelagert. Leider landen dort auch oft Verpackungen, die zwar recycelbar wären, aber nicht sauber raussortiert werden konnten.

Eine neue Technologie soll sowohl Verbrauchern als auch Recyclingzentren dabei helfen, Verpackungsabfall besser zu trennen:

Digitale Wasserzeichen auf Produkten und Verpackungen

Das Unternehmen Digimarc hat eine Barcode-Drucktechnologie entwickelt, die jede Verpackung eindeutig identifiziert und die genauen Recyclinginformationen enthält. Der Clou: Mit dem bloßen Auge ist der Code gar nicht erkennbar. Wie ein digitales Wasserzeichen versteckt er sich in den Pixeln des Verpackungsdesigns.

Spezielle Kameras können den Kontrast wahrnehmen. Würden diese in den Sortiermaschinen verbaut, könnten die Verpackungen auf Basis von Datenbankinformationen automatisch in den korrekten Behälter geleitet werden. So ließen sich beispielsweise lebensmittelechte Kunststoffe besser von anderen Sorten trennen. Das erhöht die Wiederverwertbarkeit und Qualität der recycelten Stoffe.

Der Digimarc Barcode ähnelt einem QR-Code und wird rundherum auf Verpackungen aufgedruckt. So kann er aus jedem beliebigen Winkel heraus gescannt werden. Auch umweltbewusste Verbraucher könnten ihn nutzen: Sie müssten lediglich ihre Smartphone-Kamera auf die Verpackung richten, um zu erfahren, wie sie Kunststoffteile gemäß den Vorgaben ihrer lokalen Entsorgungsunternehmen korrekt trennen. Dass Konsumenten sich mehr Transparenz zur Nachhaltigkeit von Produkten – insbesondere bei Lebensmitteln – wünschen, hatte kürzlich erst eine repräsentative Studie gezeigt.

Mehr Faszinierendes über Barcodes

 

Natalie Iwantschew

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