kennzeichnungspflicht

Versandoptimierung in Online-Shops

Clever etikettieren, schneller liefern!

Die Kennzeichnung in der Versandlinie hat einen beträchtlichen Einfluss auf die Effizienz der Logistikprozesse. Sie kann es unter anderem bewirken, dass Betriebskosten gespart und Stornierungen reduziert werden sowie der Kundenservice entlastet wird. Kurz gesagt: Wer seine Versandwaren richtig etikettiert, kann schneller und zuverlässiger liefern und bleibt wettbewerbsfähig! Gerade im Versandbereich ist bei vielen Unternehmen noch Optimierungspotenzial. In diesem Blogbeitrag geben wir Ihnen ein paar Kennzeichnungstipps für die bessere Versandvorbereitung.

E-Commerce gehört die Zukunft

Onlinehändler haben die Nase vorn: Laut einer Studie von McKinsey & Company wird der E-Commerce-Markt bis 2030 fünfmal schneller wachsen als der stationäre Handel. Schon heute erhält jeder Deutsche im Schnitt 24 Pakete pro Jahr – nur China übertrifft das Paketvolumen im weltweiten Vergleich noch. Die Zahlen des Bundesverbandes Paket und Expresslogistik (BIEK) untermauern den Aufwärtstrend:

Infografik: Fast 12 Millionen Sendungen pro Zustelltag | Statista Quelle: Statista

Der Online- und Versandhandel boomt und weiteres Wachstum wird erwartet. Sowohl stationäre Händler als auch Startups verlagern ihr Standbein daher zunehmend ins Internet. Wie zum Beispiel unser Kunde GÖRTZ, der seine Produkte schon länger nicht mehr nur in lokalen Schuhläden vertreibt, sondern sie seinen Kunden auch direkt nachhause liefert.

Pakete in 5 Minuten versandfertig:
Logistik Etikettierung bei Schuhhaus GörtzSchuhhändler GÖRTZ lässt seine Kunden nicht lange auf bestellte Schuhe warten: Sie werden innerhalb von 24 Stunden an eine von 160 Filialen oder direkt zum Kunden nach Hause geliefert. Wichtiger Bestandteil der vollautomatischen Logistik sind die Etikettiersysteme von Bluhm.
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Eine automatisierte Versandlinie bietet in dieser Hinsicht viele Vorteile und lässt sich bereits mit verhältnismäßig wenig Aufwand umsetzen. Aber auch schon das Automatisieren einzelner Vorgänge wie dem Etikettieren kann sinnvoll sein.

Pakete schneller versandbereit machen

Etikettierte Versandkartons auf dem FörderbandDie Transformation vom Ladenbesitzer oder Hersteller zum Shop-Betreiber bringt einige Herausforderungen mit sich. Neben der geeigneten Plattform ist es vor allem eine funktionierende E-Commerce-Logistik, die positive Kundenerlebnisse ermöglicht. Online-Käufer sind es schließlich gewohnt, bestellte Waren innerhalb weniger Tage zu erhalten. Mc Kinsey & Company prognostiziert, dass der Markt für die Zustellung noch am Tag der Bestellung (Same-Day-Delivery) und Sofortlieferungen (Instant-Delivery) bis 2025 rund 20 Prozent vom Umsatz mit Standardpaketen ausmachen werde.

Damit solche Leistungen in Zusammenarbeit mit Paketdiensten und anderen Logistikdienstleistern möglich sind, braucht es Kennzeichnungen wie Barcodes. Barcodes verschlüsseln Informationen auf kleinstem Raum und können von Scannern oder Kameras automatisch erfasst werden. So helfen sie dabei, die Versandwaren im Lager sowie entlang der weiteren Lieferkette eindeutig zu identifizieren und dem richtigen Bestellauftrag zuzuordnen. Dadurch können die Versandwaren fehlerfrei und zügig verarbeitet werden.

Kennzeichnungen machen Versandabläufe effizienter

Kennzeichnungen für die interne und externe Logistik werden meistens mittels selbstklebenden Barcode-Etiketten auf die Verpackung aufgebracht. Zu den wichtigsten Logistiketiketten zählen u.a. die folgenden:

Versandetiketten / Adressetiketten

Versandlabels enthalten alle relevanten Angaben zum Versender, Empfänger und den Sendungsdetails der verschickten Ware. Sie werden vom Versanddienstleister (DHL, Hermes, DPD etc.) benötigt, um das Paket zuzustellen. Diese geben meist auch genaue Anforderungen an die Versandaufkleber vor, damit eine fehlerfreie Lesbarkeit entlang der gesamten Lieferkette sichergestellt ist. Andernfalls kann es zu Lieferverzögerungen und erhöhten Kosten kommen.

Kommissionsetiketten

Kommissionsetiketten sorgen dafür, dass der Picker die Teilartikel einer Bestellung leicht finden und zusammenstellen kann. Enge Liefertermine können so besser eingehalten werden. Auf Basis eines Barcode-Etiketts könnten Güter auch vollautomatisch in bestimmte Sortierausgänge geschleust werden. Am Warenausgang dienen sie Mitarbeitern dazu, die Bestellung noch einmal auf Qualität und Vollständigkeit zu überprüfen.

Lageretiketten

Lageretiketten helfen in Verbindung mit einem Warenwirtschaftssystem beim Bestandsmanagement und erleichtern das schnelle Auffinden von Waren im Lager. Sie enthalten mitunter die Artikelnummer, Mengeninformationen oder Haltbarkeitsdaten der gelagerten Ware. Das Etikettenmaterial sollte auf die Oberfläche der Lagerware sowie auf die Bedingungen der Lagerumgebung (z. B. Kälte, Hitze, Feuchtigkeit) angepasst sein, damit eine gute Haftung sichergestellt ist.

Etiketten für alle Anwendungen:

Blanko-Etiketten auf RolleUnsere große Vielfalt an Etikettenmaterialien und Klebstoffen eröffnet Ihnen alle Möglichkeiten für verschiedene Oberflächen und Einsatzzwecke. Gerne beraten wir Sie persönlich!

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Versandetiketten drucken und aufbringen

Grafisch und inhaltlich erstellt werden Barcode-Etiketten mithilfe einer Etikettensoftware wie NiceLabel (30-Tage-Testversion) oder Legitronic® Labeling Software (Gratis Demoversion). Auf dem Layout im gewünschten oder geforderten Format lassen sich alle notwendigen Informationen und platzieren. Variable Etiketten-Daten können aus einer angeschlossenen Datenbank (Unternehmenssoftware oder Excel-Tabelle) gezogen werden.

Ein Etikettendrucker druckt die Barcode-Etiketten entsprechend der jeweiligen Ware oder Warenklasse aus. Dabei kann es sich um einen Stand-Alone-Tischdrucker handeln, mit dem Sie ein Etikett nach Bedarf ausdrucken und anschließend per Hand entnehmen und aufkleben. Für welches Modell Sie sich entscheiden, hängt unter anderem vom Druckvolumen ab. Als offizieller Handelspartner der bekannten Hersteller Zebra, Sato, Epson und Co. kann Bluhm Systeme hier optimal beraten.

Wesentlich effizienter bei höheren Paketvolumen ist jedoch ein Etikettendruckspender, der Ihnen das manuelle Aufkleben erspart: Er vereint Etikettendrucker und Spendeapplikator in einem Gerät und bringt – meistens direkt am Förderband installiert – das Etikett vollautomatisch auf die Versandverpackung auf. Für jede Anforderung und Verpackungsart gibt es die passende Etikettierlösung. Ein ideales Einsteigermodell ist der Etikettendruckspender Legi-Air 2050, der vollautomatisch bis zu 30 Etiketten pro Minute auf unterschiedliche Kartons applizieren kann. Unternehmen mit einem höheren Durchsatz können ein leistungsfähigeres Etikettiersystem wie Legi-Air 6000 wählen, das bis zu 2.250 Produkte pro Stunde kennzeichnet.

Barcodes können aber gegebenenfalls auch mittels Tintenstrahldrucker aufgedruckt werden, wodurch Etikettenkosten gespart werden. Mehr dazu erfahren Sie in unserem Blogbeitrag, in dem wir beide Verfahren in der Kartonkennzeichnung vergleichen.

Tipp: Kennzeichnungstechnologien im Überblick
Wie lassen sich Produkte und Verpackungen schnell, effizient, flexibel und zuverlässig kennzeichnen? Welche Verfahren stehen dafür zur Verfügung, was muss man im Vorfeld der Anschaffung beachten? Unser Whitepaper gibt Einsteigern einen Überblick über die verschiedenen Technologien zur industriellen Direktkennzeichnung und Etikettierung.

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Nicht vergessen: Gefahrgutkennzeichnung

Bestimmte Versandgüter fallen in die Kategorie „Gefahrgut“. Dabei handelt es sich um Stoffe und Gegenstände, bei deren Beförderung Gefahren für die Umwelt ausgehen können. Das trifft beispielsweise auf Akkus, Farblacke, Feuerwerkskörper und Gasfeuerzeuge zu. In der sogenannten CLP-Verordnung ist geregelt, wie gefährliche Stoffe und Gemische zu kennzeichnen sind. Mitunter müssen die Versandstücke mit festgelegten Symbolen und Sicherheitshinweisen versehen sein.

Für die Gefahrgutkennzeichnung auf Kartons werden häufig Etiketten eingesetzt. Eine kostengünstige Alternative können aber auch Großschrift-Tintenstrahldrucker wie der neue Markoprint integra PP 108 sein: Er ermöglicht schnelle, zweifarbige Kennzeichnungen in einer Druckhöhe von bis zu 108 mm und ist zudem wartungsarm. Die Methode ist nicht nur günstiger, sondern auch nachhaltiger, weil dabei kein Trägerpapierabfall entsteht. Die Tintenkartuschen sind recycelbar und müssen erst nach mehreren Tausend Codierungen getauscht werden. Insgesamt könnten so unter Umständen bis zu 60% an Kosten gespart werden.

Einstieg in die Automatisierung der Versandlogistik

Angesichts der rasanten Entwicklungsaussichten sollten Unternehmen und Online-Shops ihre Prozesse kritisch beleuchten. Passieren viele Vorgänge wie die Versanddateneingabe, das Etikettieren, Wiegen und Kontrollieren noch manuell, sind sie oft langsam, fehleranfällig und personalintensiv. Dann kommt es zu Fehllieferungen und Retouren. Wer außerdem schon einmal versucht hat, ein Etikett gerade und faltenfrei aufzukleben, weiß, wie schwierig das mitunter sein kann. Werfen die Etiketten Blasen oder Falten und haften nicht richtig, sind die Informationen vielleicht sogar nicht lesbar. Optisch nicht schön etikettierte Kartons hinterlassen zudem möglicherweise beim Empfänger keinen guten Eindruck.

Ein automatisierter Versandprozess ist hingegen effizienter. Bestellungen lassen sich schneller und zuverlässiger bearbeiten. Ein Etikettiersystem druckt die passenden Versandinformationen auf das Etikett und appliziert dieses auf das richtige Produkt. Fehletikettierungen und damit verbundene Retouren können dadurch ausgeschlossen werden. Das trägt wiederum zu höherer Kundenzufriedenheit bei.

Komplettlösung für kompakte Versandlinien

Kennzeichnungsanbieter Bluhm Systeme hat sich mit dem Wägetechnik-Spezialisten Janner Waagen und IT-Solutions-Partner Ximaj Digital Engineering zusammengetan, um wachsenden Versandunternehmen den Einstieg in die Automation zu erleichtern.

Unser Ergebnis ist das Plug-and-Run-System LogiExert, das die Kompetenzen aller drei Top-Anbieter in einer praktischen Komplettlösung bündelt. Sie erhalten somit einen festen Ansprechpartner und Lieferanten, anstatt verschiedene Unternehmen zu beauftragen und deren Kompatibilität sicherstellen zu müssen.

LogiExert Logistik-System

Zu den zentralen Bestandteilen von LogiExert gehört eine übergeordnete Software, die Ihre Versandprozesse mithilfe des Internet of Things (IoT) steuert und überwacht. Sie analysiert und visualisiert relevante Kennzahlen und bietet zudem einen Backup-Service. Über Standard-Schnittstellen können weitere Logistikkomponenten leicht angebunden werden.

Das Basis-Modell verfügt außerdem über ein eingebautes Etikettiersystem mitsamt vorgeschalteter Wägetechnik sowie ein Förderband, über welches das Paket automatisch weitertransportiert wird. Alle entscheidenden Teilschritte werden in der kompakten „Versandstation“ vereint und optimiert:

Optimierte Versandlinie mit LogiExert

✓  Kommissionierungsunterstützung:

Ein digitaler Packzettel unterstützt Ihre Mitarbeiter beim Zusammenstellen der Pakete. Per Bildschirm können u.a. bebilderte Packanweisungen angezeigt werden.

✓  Volumenbestimmung und Gewichtsermittlung:

Die eingebaute Volumenmess- und Wägetechnik ermittelt präzise die Abmessungen und das Gewicht des Kartons. Auf Basis dieser Daten kann über die mitgelieferte Software beispielsweise der günstigste oder schnellste Frachtführer in Echtzeit bestimmt werden. Außerdem kann die Stauraum- und Transportplanung dadurch verbessert werden. Der in das Basismodell LogiExert integrierte Checkweigher kann bis zu 247×247 mm (LxB) große und bis zu 60 kg schwere Kartons wiegen.

✓  Etikettendruck und -applikation:

Legi-Air 2050 print apply labeling systemDer am Förderband sitzende Etikettendruckspender Legi-Air 2050 druckt die zuvor ermittelten Messzahlen des Versandkartons eins zu eins auf ein selbstklebendes Etikett (Briefmarkengröße bis DIN A6). Anschließend appliziert er es eigenständig auf die Oberseite, wahlweise auch auf die Seite des Kartons.

Der ausfahrbare Spendearm erkennt die Kartonoberfläche dank eines Sensors automatisch und passt seine Bewegungen an die individuelle Pakethöhe an (bis zu 20 cm Höhenunterschied sind möglich). Auf diese Weise können rund 20 Pakete pro Minute vollautomatisch etikettiert werden.

✓  Versandanalysen und Frachtführerermittlung:

Über ein digitales Dashboard behalten Sie den Überblick über aktuelle Versandaufträge und Performance-Indikatoren. Die Informationen sind angereichert mit Analysedaten zu Bearbeitungszeit, Frachtführerverteilung und mehr.

LogiExert IoT Software Dashboard Ximaj

Die angeschlossenen Komponenten (Waagen, Etikettierer, Sensoren, Kameras etc.) sind als Apps aufgeführt, in denen wichtige Daten zu Leistung und Verbrauch sowie Wartungshinweise und Fehlerdiagnosen aufgeführt werden. Zudem sind noch viele weitere Funktionen möglich:

LogiExert Software Erweiterungen

LogiExert lässt sich beliebig modular erweitern und an alle Anforderungen anpassen. Ob Sie nun weitere Systeme Ihrer Versandlinie einbinden müssen, die Waage höhere Gewichte wiegen muss oder Sie einfach größere Etiketten oder einen schnelleren Etikettiervorgang brauchen. Sprechen Sie uns an und wir finden gemeinsam eine Lösung!

Ihr Draht zum Beratungsteam: +49 (0)2224 7708 0

Webinar-Aufzeichnung zu LogiExert ansehen

 

Natalie Iwantschew

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