Continuous Inkjet einfach erklärt – Statt Fachchinesisch Schwytzerdütsch

Continuous Inkjet Drucker der Linx Serie haben einen besonders robusten Druckkopf.

Wie ein Schweizer Uhrwerk, hochwertig und präzise – das sind die Linx Continuous Inkjet Drucker (CIJ). In dem Druckkopf dieser Tintenstrahldrucker steckt eine ausgeklügelte Technik.
In diesem Fall haben’s aber nicht die Schweizer erfunden, sondern die Briten! Nämlich das englische Unternehmen Linx Printing Technologies.

Aber unsere Schweizer Kollegen von Bluhm Systeme erklären weiter unten im Video die Druckkopf-Technologie auf ihre, wie wir finden, ganz eigene, unterhaltsame Art und Weise…

 

Kurzer Hinweis: Das Video ist auf Schwytzerdütsch. Sie verstehen kein Schwytzerdütsch? Macht nichts. Zur Unterstützung haben wir – Achtung … nicht ganz ernst gemeint 😉 – Untertexte in verschiedenen Sprachen eingeblendet. Und wenn das alles nichts hilft – weiter unten beschreiben wir die Technologie nochmal ausführlich auf Hochdeutsch.

Was ist Continuous Inkjet

Was ist überhaupt Continuous Inkjet und wo kommt die Technik zum Einsatz? Continuous Inkjet ist eine Drucktechnik, bei der kein direkter Kontakt zu der bedruckenden Oberfläche entsteht. Die Produkte werden auf der Produktionslinie an dem Druckkopf vorbeigeführt. Dieser schießt kleine Tintentropfen auf die Oberfläche, sodass ein Druckbild entsteht.
Typische Einsatzgebiete für Continuous Inkjet Drucker sind die Chargen- und MHD Kennzeichnung. Die Linx Inkjet Drucker drucken bis zu 5 Zeilen und sind aufgrund der für diese Drucker zur Verfügung stehenden Tintenvielfalt für das Beschriften zahlreicher Materialien wie Glas, Kunststoff, lackierter Karton oder Metall geeignet.

Funktionsweise eines Continuous Inkjet Druckkopfs

Um zu verstehen, was mit Continuous Inkjet gemeint ist, muss man in das Innere eines Linx Druckkopfs schauen: Im Druckkopf sitzt hinter der Druckkopfzuleitung eine Düse, die je nach Druckkopftyp 50 bis 75 µ hat. Der Tintenstrahl, der durch die Düse austritt, passiert zunächst die Ladeelektrode. Diese sitzt ebenfalls im Druckkopf. In der Ladeelektrode teilt sich der Tintenstrahl zu Tropfen auf, die dann mit 10 bis 255 Volt negativ aufgeladen werden. So negativ aufgeladen fliegen die Tropfen als Nächstes an einem Phasen- und einem TOF-Sensor vorbei. Diese erfassen die Ladefähigkeit und Viskosität (Zähflüssigkeit) der Tinte. Weiter geht’s durch ein elektrostatisches Feld mit zwei Ablenkplatten, die + bzw. – 4.000 Volt haben. Hier werden die Tintenstrahlen abgelenkt. Dabei gilt: Je höher die Tropfen zuvor aufgeladen wurden, desto größer ist die Ablenkung. Auf diese Weise werden die Tropfen mit einer Geschwindigkeit von ca. 80 km/h auf die Produktoberfläche geschossen. So entsteht „tröpchenweise“ das zu druckende Zeichen.
Die Tropfen, die zuvor jedoch nur 10 Volt Aufladung erhalten haben, schaffen es nicht aus dem Druckkopf raus. Sie fliegen geradeaus in das sogenannte Gutter, das ganz vorne im Druckkopf sitzt. Von dort aus wird die Tinte wieder zurück in den Drucker geführt wird und die Reise von neuem startet. Deshalb auch der Name „Continuous Inkjet“, weil es ein kontinuierlicher Tintenkreislauf ist.

Innenleben eines Druckkopfs von eime Continuous Inkjet Drucker

Selma Kürten-Kreibohm

verantwortet seit 2007 den Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei Bluhm Systeme und schreibt in ihrer Funktion als Redakteurin über Themen aus der Welt der Kennzeichnung.

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