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RFID-Etiketten in Pharmabranche und Medizintechnik

Die RFID-Technologie gibt es seit vielen Jahren. Die Kennzeichnungsmethode mittels “Radio Frequency Identification” (RFID) hat sich zuerst im Einzelhandel und in der Logistik durchsetzen können. Sie hat die Rückverfolgbarkeit von Waren besonders effizient gemacht: Artikel mit RFID-Etiketten können in jeder Phase der Lieferkette vom Einkauf über den Versand bis zur Lieferung im Pulk verfolgt und identifiziert werden – ganz ohne Sichtkontakt. Aber sie können auch dabei helfen, Pharmaverpackungen smart und fälschungssicher zu machen. Hier beleuchten wir wichtige Anwendungen für RFID-Technik in der Pharmabranche und Medizintechnik!

Hersteller, Krankenhäuser und Patienten profitieren von RFID

Bei pharmazeutischen Produkten und medizinischen Geräten steht immer auch die Patientensicherheit an erster Stelle. Deshalb sind Hersteller zu bestimmten Kennzeichnungen verpflichtet, um beispielsweise zu verhindern, dass gefälschte Arzneimittel in die Vertriebskanäle gelangen. Eine verbesserte Sichtbarkeit entlang der gesamten Liefer- und Wertkette erhöht außerdem die Wirtschaftlichkeit beim Transport und Lagerbestand. Einige Vorteile der RFID-Technik möchten wir nachfolgend näher beleuchten.

Ein Plus an Fälschungssicherheit

Produktpiraterie schädigt die Industrie um jährlich mehrere Milliarden Dollar. Nicht nur der Verkauf gefälschter oder manipulierter Waren schmälert den Gewinn der Originalhersteller. Auch Rufschädigungen und unberechtigte Produkthaftungsklagen kommen ihnen teuer zu stehen. Die Produktkennzeichnung spielt eine entscheidende Rolle beim Anti-Counterfeiting.

In RFID-Etiketten befinden sich winzige Transponder, in denen individuelle Produktinformationen gespeichert sind. Die können bei Bedarf schnell abgerufen werden und zur Echtzeitverfolgung sowie Authentifizierung dienen. Gekoppelt mit speziellen Sensoren könnten sie sogar eventuelle Manipulationen aufdecken und als wirkungsvolle Abschreckung dienen.

Gesetzliche Vorschriften zuverlässig erfüllen

Die neue EU-Verordnung MDR 2017/745 schreibt für die Medizinprodukte-Kennzeichnung unter anderem eine sogenannte Unique Device Identification (UDI) vor. Dabei handelt es sich um einen eindeutigen Identifikator, der auf dem einzelnen Produkt sowie auf allen höheren Verpackungsebenen angebracht werden und maschinenlesbar sein muss.

Ebenso sehen die EU-Fälschungsschutzrichtline 2011/62 als auch der Drug Supply Chain Security Act (DSCSA) der U.S. Food and Drug Administration (FDA) und das russische Krypto-Code-Gesetz die Serialisierung von Arzneimitteln vor.

Wenn bereits ein UDI-System vorhanden ist, können Barcodes zu intelligenten Codes werden, indem RFID-Chips in die Barcode-Etiketten eingebettet werden. Die RFID-Labels bestehen aus einem kleinen Chip, der bis zu 2000 Byte und eine Antenne aufnehmen kann. Sie müssen mit einem RFID-Reader gescannt werden, um die gespeicherten Informationen abzufragen.

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Welche Technologie hat die Nase vorn, wenn es um Effizienz, Lesbarkeit und Datenspeicher geht? Unser Vergleich zeigt die Vor- und Nachteile beider Kennzeichnungslösungen für verschiedene Anwendungen auf.
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Verbessertes Asset Tracking und Management

RFID-Sensoren können mitunter hohen Sterilisationstemperaturen standhalten. Somit können Krankenhäuser medizinische Produkte und Geräte von der Verwendung über die Reinigung bis hin zur Wiederverwendung nachverfolgen. Das ist insofern eine sehr gute Idee, weil verlorene oder gestohlene Materialien in der Gesundheitsbrache jährlich hohe Kosten verursachen.

Für Kosteneinsparungen sorgt auch die clevere Bestandsverwaltung: Lagerbestände sind nur dann wertvoll, wenn sie verfügbar und einsatzbereit sind. Bei der Inventur müssen Mitarbeiter nicht jede Ware einzeln abgehen und herumdrehen, um den Strichcode einzulesen. Stattdessen erfassen sie mehrere Waren gleichzeitig und das ganz einfach im Vorbeigehen.

Zu guter Letzt: Verlorene oder verlegte Bestände können zu Verzögerungen bei der Patientenversorgung führen. Wird ein bestimmtes Objekt vermisst, weil es vielleicht nicht am richtigen Ort platziert ist, können verschiedene Lagerflächen mit dem RFID-Lesegerät aus größerer Distanz abgescannt werden, bis das gesuchte Tag gefunden ist.

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RFID TagDie Inventarisierung mithilfe von RFID-Technologie spart Zeit, Nerven und Personalkosten. RFID ermöglicht sogar eine automatische Echtzeit-Inventur entlang sämtlicher Warenbewegungen und Prozessketten, wenn das Setup von Hardware und Software stimmt.
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Können wir Sie von RFID-Technik überzeugen?

Noch ein großer Vorteil: RFID-Chips sind wiederverwendbar, da sich die gespeicherten Informationen jederzeit ändern, ergänzen und löschen lassen. Für das Codieren benötigt man geeignete Etikettensoftware wie NiceLabel oder Legitronic®. Diese erhalten Sie bei Bluhm Systeme – und dazu auch gleich passende Etiketten, sowie RFID-fähige Etikettendrucker und Etikettierer!

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Natalie Gwenner