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Thermodrucker reinigen und warten – so geht‘s

Mit ein paar einfachen Handgriffen können Sie den Gebrauchswert und die Lebensdauer Ihrer thermischen Etikettendrucker lange erhalten. Das spart merklich Zeit und Geld. Die regelmäßige Wartung fördert nämlich nicht nur saubere Druckergebnisse und höhere Einsatzverfügbarkeit, sondern vermeidet auch teure Reparaturen und Austausche. Deshalb sollten Sie die folgenden Schritte in Ihre Arbeitsabläufe einbauen. Die Tipps lassen sich sowohl für Tischdrucker als auch für entsprechende Druckmodule in einem Etikettendruckspender anwenden.

Reinigungs-Set – das brauchen Sie

Um die verschiedenen Teile des Druckers gründlich, aber schonend zu reinigen, benötigen Sie die folgenden Utensilien:

  • Etikettenlöser (löst Etiketten und Klebstoffreste)
  • Isopropanol-Alkohol (entfernt allgemeine Verschmutzungen rückstandslos)
  • Druckluftspray (beseitigt losen Schmutz und Flugstaub von empfindlichen oder schwer erreichbaren Stellen)
  • Walzenreiniger (reinigt die Gummiwalzen und verbessert die Griffigkeit)
  • Reinigungstücher (müssen weich und fusselfrei sein)
  • Reinigungsfolie (die spezielle Oberfläche entfernt Schmutzpartikel am Druckkopf)

Reinigungskit EtikettendruckerEin vollständiges Reinigungskit speziell für Etikettendrucker bieten wir in unserem Online-Shop BluhmStore an. Dieses enthält nicht nur eine ausführliche Reinigungsanleitung, sondern auch eine praktische Reinigungskarte mit einer kompakten Zusammenfassung der empfohlenen Schritte.

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Wichtige Reinigungshinweise

Bitte beachten Sie die folgenden Hinweise, bevor Sie mit der Reinigung beginnen:

  • Elektrische Komponenten: Wenn Sie elektrische Geräte oder deren Komponenten (Druckköpfe, Thermoleisten, Sensoren o.ä.) feucht reinigen, müssen Sie den gereinigten Gegenstand danach vollkommen abtrocknen lassen. Sollte Feuchtigkeit in die Elektronik gelangen, kann dies zu Schäden führen!
  • Mechanische Komponenten: Hartnäckige Ablagerungen nie mit Hilfe von Klingen, Messern oder anderen spitzen/scharfen Gegenständen entfernen. Die Gefahr abzurutschen und die unmittelbar dahinter liegende Bauteile zu beschädigen ist zu groß.
  • Sicherheitsvorschriften: Bitte beachten Sie sämtliche Sicherheitshinweise auf den zu reinigen Geräten und Geräteteilen sowie auf den eingesetzten Reinigungsmitteln. Verwenden Sie die Reinigungsmittel nur für die dafür bestimmten Anwendungen und Umgebungen, um Gesundheitsgefährdungen und Druckerbeschädigungen auszuschließen. Für Schäden aus nicht bestimmungsgemäßer Verwendung übernimmt der Hersteller keinerlei Haftung.
  • Voraussetzungen: Bei allen Reinigungsschritten muss das Etikettiersystem von Spannung und ggf. Druckluft getrennt sein.
  • Reinigungsintervalle: Die Häufigkeit richtet sich stark nach der Systemauslastung (Druckmenge, Schichtbetrieb etc.) sowie den Umfeld-Bedingungen (Temperatur, Staub- und Schmutzpartikelbelastung etc.). Berücksichtigen Sie hierzu bitte die Empfehlungen der Hersteller. In jedem Fall empfehlen wir eine Reinigung spätestens nach jedem Rollenwechsel (Etiketten und/oder Farbband) durchzuführen.

1. Fotozellen und Sensoren reinigen

Jeder Etikettendrucker besitzt einen Etikettensensor zur Erfassung der Etikettenlücke. Oft sind auch Farbbandsensoren und Druckmarkenleser vorhanden, die im Bereich zwischen Papiereinlass und Spendeplatte liegen. Des Weiteren können bei Druckmodulen Türsensoren eingebaut sein, die den Gehäusedeckel überwachen. Nehmen Sie die Dokumentation Ihres Etikettiersystems zur Hilfe, um die Positionen zu finden.

Sensoren bestehen häufig aus zwei gegenüberliegenden Sensor-Optiken: einem Teil der infrarotes Licht abstrahlt und einem Teil der es empfängt. Damit die Funktion der optischen Oberflächen der elektronischen Bauteile nicht beeinträchtigt wird, sollten diese nie mit Lösungsmittel in Berührung kommen! Reinigen Sie die Sensor-Optiken ausschließlich mit Druckluftspray.

Entfernen Sie Etiketten- und Klebereste am Sensorgehäuse mit äußerster Vorsicht. Besprühen Sie ein Reinigungstuch mit etwas Alkohol und wischen damit das Sensorgehäuse ab. Vermeiden Sie Berührungen mit den Sensoroptiken. Warten Sie bis die Sensoren vollständig abgetrocknet sind, bevor Sie Material einlegen und/oder das Gerät einschalten.

2. Gehäuse und transparente Flächen reinigen

Befreien Sie alle Gehäuseflächen von grobem Schmutz mit Hilfe eines Staubsaugers oder des Druckluftsprays. Vor der Reinigung von Kunststoffen mit Etikettenlöser testen Sie zuerst die Materialverträglichkeit an einer unauffälligen Stelle.

Für Makrolon- und Plexiglas-Flächen reicht i. d. R. ein feuchtes Reinigungstuch. Dieses vorher gut auswringen, damit keine Nässe an empfindliche elektronische Bauteile gelangen kann. Walzenreiniger oder Etikettenlöser eignen sich ebenfalls zur Reinigung, besprühen Sie aber immer nur das Reinigungstuch.

Besprühen Sie ein Reinigungstuch mit etwas Etikettenlöser und wischen damit die restlichen Oberflächen vorsichtig ab.

3. Mechanische Bauteile reinigen

Öffnen Sie ggf. Gehäuse und Druckkopf (Tischdrucker, Druckmodul) und entnehmen Sie Etiketten und Farbband. Überprüfen Sie die Spendeplatte, Andrückrolle, Auf- und Abwicklerachsen, Führungsrollen, Stempelplatte und Stützlufteinheit auf mögliche Klebstoffablagerungen und Etikettenreste.

Besprühen Sie ein Reinigungstuch mit etwas Etikettenlöser und wischen damit die betroffenen Stellen vorsichtig ab.

Einige Antriebswalzen können mit Edelkorund beschichtet sein. Aufgrund der stark angerauten Oberfläche kann diese nicht mit einem Reinigungstuch gereinigt werden. Die Reinigung sollte nur mit Druckluft oder mit einem weichen Pinsel erfolgen.

In Etikettiermaschinen eingebaute Druckmodule besitzen meist eine Friktionswalze (geriffelte Welle), die sich ggf. herausklappen und ganz entnehmen lässt. Aufgrund der stark angerauten Oberfläche können Rückstände des Reinigungstuches zurückbleiben, welche zu entfernen sind.

4. Druckkopf reinigen (Thermoleisten)

Ungleichmäßige Druckqualität, durchgängige Lücken im Schriftbild oder ein stellenweise schwacher Druck weisen auf einen verschmutzten Druckkopf hin. Insbesondere, wenn sich der Ausdruck über eine Anzahl von Etiketten zunehmend verschlechtert hat.

Der Druckkopf (bzw. die Thermoleiste) gehört zu den sensiblen Komponenten in einem Drucker. Er ist ein Verschleißteil vergleichbar mit den Bremsen eines PKWs. Eine schonende Behandlung und die regelmäßige Reinigung der Thermoleiste erhöht die Lebensdauer wesentlich und sichert eine gute Druckqualität.

Öffnen Sie Gehäuse und Druckkopf und entnehmen Sie Etiketten und Farbband. Besprühen Sie ein sauberes Reinigungstuch mit etwas Alkohol und reiben damit mehrmals über die Thermo-Elemente (dunkle Linie) auf und ab.

In diesem Video wird die Reinigung des Druckkopfs und der Druckwalze am Beispiel eines Zebra Druckers gezeigt:

Hartnäckige Verschmutzungen können mit der Reinigungsfolie beseitigt werden. Benutzen Sie diese nur, wenn die Reinigung vom Druckkopf nicht zum gewünschten Ergebnis geführt hat. Sie ist Voraussetzung für die effiziente Nutzung der Reinigungsfolie. Die Oberfläche der Folie ist mit einer speziellen Beschichtung versehen, die so angesammelte Schmutzpartikel entfernt, ohne dabei den Druckkopf zu beschädigen.

Übrigens können Defekte oder Verschmutzungen am Druckkopf dazu führen, dass gedruckte Barcodes später nicht scanbar sind. Hier zeigen wir Ihnen Tricks, wie Sie solche Fehler rechtzeitig und mit bloßem Auge erkennen:

5. Gummiwalzen reinigen

Die Reinigung der Gummiwalzen sollte immer zum Schluss durchgeführt werden. So ist sichergestellt, dass die Walze abschließend nur mit den pflegenden Inhalten des speziellen Walzenreinigers behandelt wurde.

Sollten sich Etiketten um die Gummiwalzen gewickelt haben, müssen diese vorher entfernt werden. Besprühen Sie die umwickelte Walze vorsichtig mit Etikettenlöser. Die Einwirkzeit ist bei PE-Etiketten (Polyethylen) bedeutend länger als bei Papier-Etiketten und kann zwischen 1 und 10 Minuten betragen. Entfernen Sie dann die Etikettenreste und wischen mit dem Reinigungstuch nach.

Besprühen Sie ein Reinigungstuch mit etwas Walzenreiniger und reiben damit alle Seiten der Gummiwalzen ab. Warten Sie bis die Gummiwalzen vollständig abgetrocknet sind, bevor Sie Material einlegen und das Gerät einschalten.

Tipp: Wärme- und Dunkelheitseinstellungen überprüfen

Falsche Einstellungen können zu einer schnelleren Abnutzung des Druckkopfes führen. Überprüfen Sie daher immer Ihr Benutzerhandbuch auf empfohlene Einstellungen für Ihre Druckanwendung.

Stellen Sie sicher, dass Sie die richtigen Etiketten verwenden. Sie sollten keine übermäßige Dunkelheit des Drucks benötigen, um Etiketten auszugleichen, die Sonnenlicht, Feuchtigkeit, Chemikalien oder anderen Umwelteinflüssen nicht standhalten.

Eine zu hohe Hitzeeinstellung kann außerdem Wachs-Farbbänder zerbrechen, die für den Niedertemperaturdruck hergestellt wurden. Umgekehrt verhindert eine zu kühle Einstellung, dass ein mit Harz verstärktes Farbband sauber druckt (insbesondere bei kleinen Texten oder Grafiken).

Empfohlen: Wartungsvertrag abschließen

Für eine regelmäßige, professionelle Wartung empfehlen wir Ihnen, einen Servicevertrag mit Ihrem Druckeranbieter abzuschließen. Speziell ausgebildete Techniker stellen dann sicher, dass die geplanten Wartungen und erforderlichen Reparaturen gemäß den Anweisungen des Herstellers durchgeführt werden.

Wartungsverträge können auf Ihre individuellen Bedürfnisse zugeschnitten werden und bieten kalkulierbare Kosten für erweiterte Services wie 24-Stunden-Support, kostenlose Ersatzdrucker während der Reparaturzeit, schnelle Ersatzlieferung und Mitarbeiterschulungen.

Bluhm Systeme ist offizieller Handels- und Servicepartner für marktführende Etikettendrucker von Zebra, Epson, Sato und anderen renommierten Herstellern. Kontaktieren Sie uns für weitere Informationen!

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Natalie Iwantschew

arbeitet seit 2016 im Fachbereich Online-Marketing bei Bluhm Systeme, wo sie unter anderem den internationalen Webauftritt www.bluhmsysteme.com betreut. Im Bluhm Blog berichtet sie über Wissenswertes zur industriellen Etikettierung, Inkjet-Kennzeichnung und Laserbeschriftung.
Natalie Iwantschew

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