Selektiv löschbare 3D-Tinten

Dreidimensionale Strukturen auch in Mikro-Ausführung mit einem 3D-Drucker herzustellen ist für die Forscher am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) schon seit Jahren eine leichte Übung. Aber es ist den Forschern mittlerweile auch gelungen, bestimmte gedruckte Strukturen wieder zu löschen und den Druck an diesen Stellen selektiv rückgängig zu machen.

Fokusierter Laserstrahl für beste Ergebnisse

Zunächst ein Blick darauf, wie der 3D-Druck bei dem hier gewählten Verfahren entsteht: Ein fokussierter Laserstrahl wird wie ein Schreibstift computergesteuert über einen Fotolack geführt. Der härtet durch den Laser an diesen Stellen aus und so entsteht Schicht für Schicht die Struktur im Submikrometerbereich. Jetzt steht eine löschbare Tinte für den 3D-Druck zur Verfgügung. In einem früheren Pressebericht des KIT wurde damals über den ersten Schritt der Entwicklung berichtet.

Mit Laser lassen sich Strukturen im Millionstel-Millimeter-Bereich gezielt auflösen und wieder neu schreiben. Bildquelle: KIT

 

Die Wissenschaftler aus Karlsruhe und Kollegen eines australischen Forschungsinstitut aus Brisbane haben in einer Weiterentwicklung nun sogar mehrere Tinten sozusagen in mehreren Farben erfunden, die sich jeweils einzeln selektiv und unabhängig voneinander löschen lassen. Und die Strukturen können an gleicher Stelle auch wieder aufgebaut werden.

Einige Beispiele, wie man das einsetzen kann:
– Bei besonders komplexen Konstruktionen können temporäre Stützen errichtet und im weiteren Konstruktionsprozess wieder entfernt werden.
– In der biologischen und medizinischen Forschung könnten in dreidimensionalen Gerüsten für das Zellwachstum mit diesem Verfahren Teile entfernt und wieder hinzugefügt werden. So könnte man beobachten, wie die Zellen auf solche Veränderungen reagieren.
– Beschädigte oder verschlissene Teile in komplexen Konstruktionen könnten so ersetzt oder repariert werden.

Viele neue Möglichkeiten in der 3D-Drucktechnik

Im Bereich der industriellen Kennzeichnungstechnik legen Industriebetriebe meistens Wert darauf, dass die Tinte auch langfristig stabil und robust bleibt und so lange wie möglich lesbar bleibt. Nicht soll sich auflösen. So sind auch Beschriftungen, die zum Beispiel mit einem Linx-Inkjet-Drucker erzeugt werden, robust und stabil und lange lesbar. Weitere Informationen zu diesem Produkt und anderen Tintenstrahldruckern aus dem Hause Bluhm erhalten Sie auf unserer Webseite.

 

Bildquelle und weitere Informationen: KIT
Bildrechte: KIT / Nature Communications

Kurt Hoppen

seit über 30 Jahren bei Bluhm Systeme tätig und an allen Dingen rund um Kennzeichnungstechnik, Logistik und Barcodes interessiert.

Letzte Artikel von Kurt Hoppen (Alle anzeigen)

Hat Ihnen dieser Beitrag gefallen?

Abonnieren Sie unseren Newsletter, um monatlich die besten Artikel per E-Mail zu erhalten:

Unser Newsletter enthält Informationen zu unseren Produkten, Angeboten, Aktionen und unserem Unternehmen. Sie können sich jederzeit wieder austragen, etwa über den "Hier abmelden"-Link in jedem Newsletter. Hinweise zum Datenschutz, Widerruf sowie Erfolgsmessung und Protokollierung erhalten Sie hier.

Schreiben Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.