Pflanzensetzling

Neuer EU-Pflanzenpass ab 14. Dezember 2019

Um der Einschleppung und Ausbreitung von Schädlingen noch besser vorzubeugen, hat die Europäische Kommission das seit 1977 geltende Pflanzenschutzrecht überarbeitet. Die neue EU-Pflanzengesundheitsverordnung (2016/2031/EU) weitet die Pflanzenpass-Pflicht bei der Verbringung im Gebiet der Union auf alle zum Anpflanzen bestimmten Pflanzen aus. Demzufolge müssen Topfpflanzen sowie bestimmte andere Pflanzen, Pflanzenerzeugnisse und Samen ab 14. Dezember 2019 ein amtliches Etikett tragen, das die geforderten Informationen enthält und die Rückverfolgbarkeit sicherstellt.

Diese Informationen muss der EU-Pflanzenpass enthalten

Gemäß der Verordnung sind vor allem folgende Elemente auf dem Etikett vorgeschrieben:

Muster-Etikett mit EU-Pflanzenpass
Beispiel-Etikett mit EU-Pflanzenpass (Muster)

(1) Das Wort „Pflanzenpass“ in der oberen rechten Ecke in einer der Amtssprachen der Union, gefolgt von einem Schrägstrich und der englischen Übersetzung, sofern unterschiedlich;

(2) die Flagge der Union in der oberen linken Ecke (in Farbe oder in schwarz-weiß);

(3) der Buchstabe „A“, gefolgt vom botanischen Namen der betreffenden Pflanzenart;

(4) der Buchstabe „B“, gefolgt vom Ländercode für den Mitgliedstaat und der Registriernummer des Unternehmers;

(5) der Buchstabe „C“, gefolgt vom Rückverfolgbarkeitscode der betreffenden Pflanzen, Pflanzenerzeugnisse oder anderen Gegenstände. Dieser kann durch einen maschinenlesbaren Datenträger (z. B. Strichcode, Data Matrix oder Chip) ergänzt werden;

(6) der Buchstabe „D“, gefolgt vom Ländercode des Ursprungslandes und soweit zutreffend, der Name des Drittlandes.

Hinweis: Speziell für die Verbringung in Schutzgebieten ist es notwendig, die Wörter „Pflanzenpass — Schutzgebiet“ sowie die wissenschaftlichen Bezeichnungen oder Codes der betreffenden Schutzgebiet-Quarantäneschädlinge aufzudrucken.

Weitere Anforderungen an den EU-Pflanzenpass:

  • muss direkt an der Handelseinheit (z. B. Topfbehälter, Bündel, Paket) angebracht sein
  • muss gut sichtbar und deutlich lesbar sein
  • muss unveränderlich und dauerhaft sein
  • muss getrennt von anderen Informationen desselben Trägers sein
  • muss die Angaben in einem rechteckigen oder quadratischen Textfeld enthalten

Gut gewappnet mit der richtigen Kennzeichnungstechnik

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Natalie Iwantschew

arbeitet seit 2016 im Fachbereich Online-Marketing bei Bluhm Systeme, wo sie unter anderem den internationalen Webauftritt www.bluhmsysteme.com betreut. Im Bluhm Blog berichtet sie über Wissenswertes zur industriellen Etikettierung, Inkjet-Kennzeichnung und Laserbeschriftung.
Natalie Iwantschew

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