RFID vs. Barcode: Wer macht das Rennen?

RFID – Radio Frequency Identification, ein Begriff der immer häufiger, oftmals fast euphorisch, die Revolution beim Einkaufen und in der Warenlogistik einläuten soll. Was steckt dahinter? Hat nun der „gute alte“ Barcode ausgedient? Wir zeigen Ihnen die Fakten!

RFID steckt (fast) überall

Jeder von uns hat schon mit der RFID Technologie zu tun gehabt, vielleicht auch nur unbewußt: Wie funktioniert der Autoschlüssel, den man noch nicht mal ins Tür- oder Zündschloß stecken muss? Was macht der Hotelzimmerschlüssel, den man vor die Zimmertür hält? Welches „Ding“ entfernt die Kassiererin an der Supermarktkasse, wenn man sich eine neue Bluse, Jeans oder DVD kauft? Was bedeutet es, wenn man seinen Hund oder Katze „chippt“?

In all diesen Beispielen ist ein RFID Tag, manchmal auch Transponder oder SMART Label genannt, im Einsatz. Auf einem Träger sitzt ein winzig kleiner Computer-Chip, umgeben von einer Antenne. Die manchmal recht seltsamen Formen der Antennen geben dem RFID Tag auch gerne ihre Namen wie z.B. Dogbone, Belt oder Frog. Wird dieser TAG durch ein Magnetfeld geführt, erwacht er quasi zum Leben und gibt seine Informationen preis. Das Auslesen und auch Schreiben der Daten erfolgt somit berührungslos per Funk. Je nachdem welche Chip- und Antennenart zu Einsatz kommt unterscheidet schließlich, aus welcher Entfernung man die RFID-Etiketten auslesen kann.

Daraus ergeben sich viele Vorteile die für den Einsatz von RFID Tags sprechen. Man kann sie berührungslos und ohne Sichtkontakt auslesen. Zum Beispiel kann ein Fensterrahmen, eine Autostoßstange oder ein sonstiges Bauteil gestrichen und lackiert werden, ohne dass eine digitale Information verloren geht. Theoretisch lassen sich in einer Sekunde bis zu 1.000 RFID Chips auslesen. So etwas nennt man PULK-Scanning. Mit Barcode-Etiketten wäre dies nur schwer möglich.

Bedeutet dies nun den „Tod“ für den klassischen Barcode?

Mitnichten! Die Nachteile eines RFID Chips sind gleichzeitig die Vorteile für die Barcodes. Man muss einen Barcode zwar „sehen“ um ihn dann auch scannen zu können, dafür ist er aber (fast) immer lesbar. Selbst große Leseentfernungen sind mit entsprechend großen Barcodes und dem passenden LongRange-Scanner kein Problem. Handelt es sich bei den Produkten um metallische Oberflächen oder Flüssigkeiten, so ist der Barcode klar im Vorteil.

Ein RFID Chip könnte auf Metallen so gut wie gar nicht und bei Flüssigkeiten nur an bestimmten Positionen gelesen werden. Einem Barcode ist die Position relativ egal, hauptsache der Scanner „sieht“ ihn. Somit ist das allgemeine, tägliche Handling bei Barcodes deutlich einfacher. Insgesamt können in einem Barcode – die Gruppe der zweidimensionalen QR und Datamatrix Codes zählen wir hier einmal mit dazu – wesentlich mehr Informationen verschlüsselt werden. Die in der Logistik üblichen RFID Chips, die den sog. EPC, den Electronic Product Code enthalten, sind in der Lage bis zu 246 bit zu verarbeiten. Ein QR Code dagegen ist in der Lage mehr als 4000 Zeichen zu verschlüsseln.

Doch letztlich, egal welches Für und Wieder beim Einsatz von RFID oder Etiketten zum Tragen kommt; wir von Bluhm Systeme beraten Sie gerne über alle Möglichkeiten, die Vorteile beider Welten zu nutzen. Außer beim chippen Ihres Hundes oder Katze, da müssen die Damen und Herren aus der Veterinär-Abteilung ran…

Den ganzen Bluhm-TV-Beitrag können Sie sich hier noch einmal anschauen:

Stefan Leske

leitet das Marketing bei Bluhm Systeme und berichtet über alle News aus den Bereichen Kennzeichnungstechnik, Logistik, Handel und RFID.
Stefan Leske

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