lichtechte Etiketten

Lichtechtheit: Bedruckte Etiketten verblassen nicht

Als Lichtechtheit bezeichnet man die Beständigkeit von Druckbildern gegen intensive Einwirkung von Licht. Ein Druck mit einer geringen Lichtechtheit verblasst schnell, ein Druck mit hoher Lichtechtheit behält seine Farbintensität auch bei dauerhafter oder langer Lichteinwirkung.

Warum ist ein Druckbild mehr lichtecht als das andere?

Das liegt an den Druckfarben. Druckfarben bestehen neben Bindemitteln und Lösemitteln aus farbgebenden Substanzen. Dies können anorganische oder organische Pigmente oder organische Farbstoffe sein. Insbesondere organische Farbstoffe können unter Lichteinfluss ihre chemische Konstitution verändern. Sie verlieren dadurch ihre Eigenschaft als Farbstoff und der Druckfarbfilm verblasst mehr oder wenig schnell.

Welche Farben zum Bedrucken der Etiketten verwendet werden, richtet sich nach der Anwendung:

  • Werden die Etiketten innen oder außen angewendet?
  • Sind sie Sonnenstrahlen ausgesetzt?

Licht ist nicht gleich Licht

Kurzwellige UV-Strahlen, die auch Sonnenbrand auslösen, da sie im oberen Hautbereich die Pigment-bildenden Zellen angreifen, sind auch schädlich für Druckbilder. Sind Drucke diesen Strahlen ausgesetzt, verblassen sie schneller. Bei Kunstlicht behalten Drucke ihre Farbintensität wesentlich länger. Wenn die Farben also nicht ausreichend lichtecht sind, können sie vor allem im Außenbereich schnell ihre Farbe verlieren.

Wissen, wie Farbe und Licht auf dem Etikett reagiert: Laborarbeit

Je nach Anwendung muss bei einer Produktkennzeichnung mit bedruckten Etiketten schon vorher klar sein, wie sich das Etikett und dessen Druckbild unter Lichteinstrahlung verhält.

Ist es hinreichend lichtecht? Können belichtungsbedingte Farbveränderungen auftreten?

Um das im Vornhinein festlegen zu können, müsste das bedruckte Etikett solange einer Bestrahlung ausgesetzt werden, deren spektrale Zusammensetzung dem Anwendungsfall entspricht, bis eine Farbveränderung oder ein Verblassen eintritt. Das ist natürlich keine Lösung, da dies viel zu viel Zeit in Anspruch nehmen würde.

In speziellen Laboren haben wir die Möglichkeit, Verfahren anzuwenden, die den Prozess der lichtbedingten Farbveränderungen nachahmen und im Zeitraffer ablaufen lassen. Es ermöglicht eine schnelle Einschätzung, kann aber natürlich nur als Näherungsversuch gelten.

Einflussfaktoren auf die Lichtechtheit:

  • Lichechtheit der Farbmittel in der Druckfarbe
  • Höhe der empfangenen Lichtenergie
  • Konzentration der Farbmittel in der Farbe
  • Schichtdicke der Farbe
  • Spektrale Zusammensetzung der Beleuchtung
  • Klimatische Bedingungen, denen die Druckprobe ausgesetzt ist

Fazit: Wenn an die Lichtechtheit bedruckter Etiketten hohe Anforderungen gestellt werden, dürfen nur Farben mit hoher Lichechtheit verdruckt werden.

Larissa Solibieda

Larissa Solibieda arbeitet seit 17 Jahren für die Firma Bluhm Systeme GmbH und ist tätig im Bereich Produktmarketing für Etiketten. Außerdem betreut sie den Onlineshop der Firma Bluhm Systeme: www.bluhmstore.de. Interessiert an allen Themen rund um die Kennzeichnung!

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