Gefahrensymbole drucken – So lösen Sie smart die GHS-Kennzeichnung

UFI Etikett BeispielSeit Inkrafttreten der CLP-Verordnung (Classification, Labelling and Packaging, EU-VO Nr. 1272/2008) sind Chemikalien nach dem in diesem Zusammenhang neu eingeführten GHS-System (Globally Harmonized System of Classification and Labelling of Chemicals) zu kennzeichnen.

Schwarz-rote Gefahrstoffsymbole haben die bisherigen orangefarbenen Gefahrensymbole abgelöst. Zusätzlich gibt es Signalwörter sowie sogenannte H-Sätze (Gefahren) und P-Sätze (Vorsichtsmaßnahmen). Demnächst muss auch noch ein EU-weit eindeutiger Rezepturindikator UFI aufgebracht werden.

Um die Gefahrenkennzeichnung GHS-konform umzusetzen, gibt es verschiedene Wege. Ein neuer interessanter Ansatz: Direkt auf das Produkt die Gefahrensymbole drucken, statt ein GHS-Etikett anzubringen! Welche Vorteile das bringt, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Neuer Tintenstrahldrucker für die GHS-Kennzeichnung 

Bluhm Systeme hat eine neue Lösung auf den Markt gebracht, mit der Unternehmen ganz einfach und zudem kostengünstig ihre Gefahrgüter und Chemikalien GHS-konform kennzeichnen können: Der Piezo Inkjet-Drucker Markoprint integra PP 108 bicolor druckt zweifarbig und das mit nur einem Druckkopf! Möglich macht dies die innovative SEIKO-Druckkopftechnologie, die es exklusiv nur für Markoprint-Drucker gibt.

Die SEIKO-Druckkopftechnologie gibt es exklusiv für Markoprint-Drucker
Dank exklusiver SEIKO-Druckkopftechnologie kann integra PP 108 mit einem Druckkopf zweifarbig drucken

Hochauflösend Grafiken drucken

Grafiken wie Gefahrensymbole und Logos, aber auch Texte und Nummern, druckt integra PP 108 bicolor zweifarbig rot/schwarz bis zu 108 mm hoch auf saugfähige Verpackungen wie Kartonagen oder Papiersäcke. Und das hochauflösend und schnell mit bis zu 150 m/min bei 360 dpi Auflösung.

integra PP 108 bicolor kann zweifarbige Gefahrensymbole GHS-konform mit einem Druckkopf drucken
integra PP 108 bicolor ist für die GHS-konforme Gefahrstoffkennzeichnung einsetzbar

Integra PP 108 bicolor kann fest installiert oder auch verfahren werden, je nachdem, ob stehende oder durchlaufende Produkte zu kennzeichnen sind. Das Druckergebnis ist dabei stets sehr gut. Dafür sorgt das rezirkulierende Tintensystem: Es ist erschütterungsunempfindlich. Gleichzeitig verhindert es, dass Luft in die Düsen gelangt oder Tinte eintrocknet. Dadurch ist integra PP 108 bicolor unter normalen Umgebungsbedingungen wartungsfrei.

Einfach zu installieren und anzusteuern  

Anders als bei anderen Piezo-Inkjet-Systemen ist bei integra PP 108 bicolor eine niveauunabhängige Installation von Tintentank und Druckkopf möglich. Dafür sorgen die Pumpensteuerung und das automatische Angleichen des internen Zirkulationsdrucks. Die Standardschlauchlänge beträgt 1,50 m, optional sind aber auch andere Längen erhältlich, sodass sich das System einfach integrieren lässt. Eine Übertragung der Druckdaten kann über Ethernet, EIA232 oder USB Stick erfolgen.

Mit Edelstahlgehäuse und Schutzart IP 40 ist integra PP 108 bicolor optimal für den Einsatz in der Chemiebranche ausgestattet, wo es auch staubig zugehen kann.

GHS Drucker im Vergleich: Etikettendrucker vs. Inkjet-Drucker

In der Chemiebranche ist es gängige Praxis, die Gefahrstoffkennzeichnung mit einem aufgeklebten Etikett umzusetzen. Dabei gibt es Alternativen wie die Direktkennzeichnung mittels Piezo-Inkjet-Drucktechnologie, die einige Vorteile gegenüber dem Etikett bieten kann.

GHS-Etiketten  

GHS-Etiketten haften mit dem passenden Kleber auf allen Untergründen.

Viele Chemie-Unternehmen kennzeichnen ihre Produkte mit Etiketten auf denen die rot-schwarzen Warnsymbole sowie alle anderen in diesem Zusammenhang wichtigen Angaben aufgedruckt sind. Das können vorgedruckte GHS-Etiketten sein oder aber Etiketten, die nach Bedarf mit einem Zweifarbthermotransferdrucker oder Etikettendruckspender erstellt werden. Gefahrensymbole drucken sowohl Zweifarbthermotransferdrucker als auch Etikettendruckspender mit weiteren Informationen hochauflösend auf die Etiketten. Etikettendruckspender bringen die fertig gedruckten GHS-Etiketten anschließend sogar vollautomatisch auf die Produkte auf.

Vorteile

GHS-Etiketten sind vielseitig für die Gefahrstoffkennzeichnung einsetzbar. Ob Sack, Karton, IBC-Container, Flasche oder Fass – egal welche Form oder welches Material – es gibt für jede Verpackung eine passende Etikettier-Lösung. Dabei kann die Etikettierposition variieren, auch ist eine zweiseitige Etikettierung oder Übereck-Etikettierung beispielsweise bei Kartons kein Problem.

Nachteile

Etikettier-Lösungen sind in der Regel relativ kostenintensiv. Neben den Anschaffungskosten für das System – die z.B. bei einem vollautomatischen Etikettendruckspender natürlich vergleichsweise hoch sind – fallen zusätzliche Kosten für die Verbrauchsmaterialien wie Etiketten und Farbbänder an. Indem Farbbänder und Etikettenrollen gewechselt bzw. nachgelegt werden müssen, ist zudem das Handling erschwert. Außerdem kommt es durch den Wechsel bzw. das Nachlegen der Verbrauchsmaterialien zu Stillstandzeiten.
Auch können sich Etiketten im schlimmsten Fall ablösen, was bei Gefahrstoffetiketten fatal wäre.

Zusätzlich zu den genannten Punkten, gibt es speziell bei vorgedruckten GHS-Etiketten noch weitere Nachteile: So müssen für jedes einzelne Produkt separate Gefahrstoff-Etiketten bevorratet werden. Und ändern sich die Anforderungen, kann nicht schnell und flexibel reagiert werden.

GHS-Drucke mit Inkjet

Gefahrensymbole drucken: Inkjet-Druck kann ein GHS-Etikett ersetzen

Bisher war es nicht möglich, mit einem Großschrift-Drucker mit Piezo-Inkjet-Technologie hochauflösende zweifarbige Drucke zu erstellen; noch dazu mit nur einem Druckkopf. Doch mit dem neuen Tintenstrahldrucker Markoprint integra PP 108 bicolor ergeben sich jetzt ganz neue Möglichkeiten. Denn dieser Inkjet-Drucker ist in der Lage, zweifarbige Druckbilder in hoher Auflösung mit nur einem Druckkopf zu erzeugen. Dadurch ist das System für die Gefahrstoffkennzeichnung auf saugfähigen Verpackungsoberflächen geeignet – und kann ein teures Gefahrstoff-Etikett ersetzen.

Vorteile

Der Tintenstrahldruck ist um ein Vielfaches günstiger als ein Etikett: Die Ersparnis gegenüber einem GHS-Etikett mit gleichem Druckinhalt beträgt deutlich über 50 %. Darüber hinaus bietet diese Lösung noch weitere Vorteile gegenüber einem Etikett. So kann das Nachfüllen von Tinte  während des laufenden Betriebs geschehen. Außerdem können die Drucke jederzeit flexibel angepasst werden, sollten sich die aufzubringenden Informationen beispielsweise im Zuge eines Produktwechsels ändern. Ein echtes Argument für den Inkjet-Druck mit integra PP 108 bicolor ist, dass er wartungsfrei ist.
Zudem ist so ein Tintenstrahldrucker insbesondere im Vergleich zu einem Etikettiersystem deutlich platzsparender. Im Vergleich zu einer Etikettierlösung fällt auch viel weniger Abfall an.

Nachteile

Aktuell gibt es für den integra PP 108 bicolor noch keine Tinten für glatte Oberflächen, sodass der Piezo-Inkjet-Druck nur auf saugfähigen Materialien einsetzbar ist. Weniger Flexibilität besteht zudem bei der Position der Kennzeichnung. HIer ist der Inkjet-Drucker nicht so flexibel wie ein Etikettiersystem.
Darüberhinaus muss das Produkt relativ nah am Druckkopf vorbeigeführt werden.

Entscheidungshilfe GHS-Etikett oder GHS-Druck mit Inkjet?

GHS-Etikett GHS-Druck mit Inkjet (mit integra PP 108 bicolor)
Verpackungsformen Geeignet für Kartons, Säcke, IBC-Container, Flaschen, Fässer Geeignet für Kartons und Säcke
Untergründe Saugfähig und nicht-saugfähig Saugfähig
Kosten teurer günstig
Druckauflösung Hochauflösend,
bis 600 dpi
Hochauflösend,

je Farbe 180dpi

 

Verbrauchsmaterialien Farbbänder und Etiketten Tinte
Wartung Ja Nein

Fazit

Wer saugfähige Verpackungen wie Kartons oder Papiersäcke mit Gefahrstoffsymbolen kennzeichnen muss, sollte also unbedingt prüfen, ob er dies nicht mit einem Piezo-Inkjet-Drucker wie dem integra PP 108 lösen kann. Es kann sich durchaus lohnen!

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