Wenn es glänzt wie Gold, dann ist alles OK

Der Glanz des Goldes war schon immer faszinierend für uns Menschen. Jetzt kann dieser Glanz dabei helfen, den 3D-Druck besser zu machen.

Forscher der Vanderbilt-Universität in Nashville (Tennessee) haben eine Methode entwickelt, um mithilfe des Edelmetalls Fehler im 3D-Druck von Teilen aufzudecken. Dafür reichen winzigste Spuren Gold. Die superfeinen Nanopartikel sind 100.000 mal dünner als ein menschliches Haar und so auch nicht mit dem Auge erkennbar. Sie haben aber bei Einsatz eines UV-VIS-Spektralphotometer ein einzigartiges optisches Erscheinungsbild, dass sich auch über einen langen Zeitraum nicht verändert oder verschlechtert. Unmittelbar nach dem Druck ist so die Anwesenheit der winzigen Teile an jeder einzelnen Position überprüfbar. Wenn das 3D-gedruckte Teil an einer Stelle nicht „glänzt“, dann liegt ein Defekt vor. Selbst kleinste Fehler oder fehlende Druckschichten können eine fatale Wirkung bis hin zu strukturellen Defekten haben.

Es spielt keine Rolle, was gedruckt wird: Autos, Häuser, Ersatzteile, Flugzeugkomponenten …. überall kann die neue Methode helfen.

Winzige Menge Gold reicht

Das Gold wird in geringer Menge in das Druckmaterial eingebettet. Bei Kunststoffen vermischt man die Partikel zum Beispiel mit einem gelösten Kunststoffpolymer und verteilt sie im gesamten Medium. Nach dem Trocknen und Aushärten wird der Kunststoff zu dünnen Filamenten bzw. Fäden extrudiert oder gepresst, die dann in handelsüblichen 3D-Druckern zu verarbeiten sind.

Die optische Prüfmethode nutzt die optischen Eigenschaften der eingebetteten Goldteile. Man leuchtet über die Oberfläche des Produkts und sieht, wo die Absorption abnimmt, was auf einen Defekt in diesem Teil des Materials hinweist. Ein Fehler lässt sich so mit einer einzigen zerstörungsfreien und schnellen Messung finden.

Bildquelle: Pixabay
Weitere Informationen zum Thema: Vanderbilt


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Kurt Hoppen

seit über 30 Jahren bei Bluhm Systeme und an allen Dingen rund um Kennzeichnungstechnik, Logistik und Barcode interessiert.

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