UDI Praxistag: Bluhm und Cognex zeigen gemeinsame Lösungen

UDI, das steht für „Unique Device Identification“. Das Ganze ist ein weltweites System für eine einheitliche Produktkennzeichnung im Medizinbereich. Mit Ihr soll eine eindeutige Identifikation und lückenlose Rückverfolgbarkeit von Medizinprodukten und In-Vitro-Diagnostika möglich gemacht werden.

UDI-Praxistag bei der GS1 in Köln

Damit Unternehmen, die mit UDI in Berührung kommen, sich perfekt auf die neue Verordnung vorbereiten können, hat die GS1 in Köln im vergangenen Monat einen UDI-Praxistag veranstaltet. Um den Kongressteilnehmern handfeste Beispiele an die Hand zu geben, wie Sie die die neue Verordnung angehen können, hat sich Bluhm Systeme auf dem UDI-Praxistag mit Cognex Germany Inc. zusammengetan. Beide Firmen waren als GS1 Partner und Komplettanbieter für Kennzeichnungslösungen und Bildverarbeitungstechnologien mit dabei und präsentierten gemeinsam ihre Ideen für die Zukunft in der Medizintechnik.

Den gesamten Beitrag aus der aktuellen Sendung BluhmTV können Sie sich hier anschauen:

UDI: Was müssen Unternehmen aus dem Medizinproduktsektor wissen?

Alle Medizinprodukte müssen spätestens ab Mai 2020 mit einem eindeutigen und über die gesamte Lieferkette rückverfolgbaren UDI-Code (UDI = Unique Device Identification) markiert sein. Der UDI-Code besteht aus zwei Teilen – aus einer Produktkennung und einer Produktionskennung.

Der erste Teil dient der Identifikation des Herstellers und des Produkts (auch Referenzcode) und ist ein weltweit einzigartiger Produktcode, mit dem ein Produkt eindeutig identifiziert werden kann. Dieser wird auch in der zentralen Datenbank hinterlegt. Die Produktionskennung ist hingegen nicht verpflichtend und besteht aus optionalen dynamischen Informationen wie Los- oder Chargennummern, Seriennummern, Verfalls- oder Herstelldaten etc. Es ist vorgegeben, dass die UDI-Kennung in zwei Formen aufgetragen werden muss: Einmal in gut lesbarer Klarschrift (HRI/Human Readable Interpretation) und im AIDC-Format (Automatic Identification and Data Capture), d.h. eine maschinenlesbare Kennzeichnung in Form eines Codes (optional Barcode oder 2D-Code).

Der maschinenlesbare Anteil wird entweder als linearer Barcode oder als zweidimensionaler Datamatrix-Code dargestellt. Der Klarschrift Anteil kann in Form von Zahlen und Buchstaben dargestellt werden. Weiterhin besteht der UDI-Code aus einem statischen und einem dynamischen Teil: Der statische Teil ist ein eindeutiger, spezifischer Code für das jeweilige Produkt, der dynamische Teil ändert sich mit den variablen Informationen wie z. B. Seriennummer, Produktcharge oder das Verfallsdatum. Um die Rückverfolgbarkeit von Medizinprodukten zu gewährleisten, werden akkreditierte Standards wie GS1, HIBC und ISBT 128 angewandt.

 

Stefan Leske

leitet das Marketing bei Bluhm Systeme und berichtet über alle News aus den Bereichen Kennzeichnungstechnik, Logistik, Handel und RFID.
Stefan Leske

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