Tory: Inventur mit dem Roboter dank RFID

Das Jahresende naht – und damit die alljährliche Inventur. Im Industriebetrieb reicht das Zählen einmal pro Jahr. Der Schwund ist meist überschaubar und in der Regel auf organisatorische Mängel zurück zu führen. Aber im Einzelhandel ist das anders: Da gibt es viele Ursachen, warum Ware fehlt. Da möchte man am liebsten immer wieder überprüfen, ob alles auf der Fläche ist. Man will unbedingt sicherstellen, dass der Kunde den gewünschten Artikel findet. Sind noch alle Regale gefüllt? Muss vom “BackStore” Ware in die Regale im “FrontStore” verräumt werden? Hängen vielleicht Kleidungsstücke an den falschen Ständern, wo der Kunde sie nicht findet?

Mit Tory ist dem Unternehmen Metralabs eine ganz interessante Entwicklung gelungen, die speziell im Fashion-Bereich das permanente Überwachen der Bestände im Laden ermöglicht. Jedenfalls dann, wenn alle Kleidungsstücke mit einem RFID-Tag versehen sind. Das ist bei immer mehr Einzelhändlern der Fall. So zum Beispiel auch bei Adler Modemärkte AG. An 177 Standorten bietet man mehrere Zehntausend Artikel an.

Tory: autonom, automatisch, unermüdlich

Tory ist ein Roboter, der pausenlos und autonom durch den Laden kurvt. Alle Kleidungsstücke mit RFID-Tags werden im Vorbeifahren registriert. Mit entsprechenden Algorithmen erfolgt nach dem Sammeln der Daten ein Abgleich mit der Soll-Situation. Die Mitarbeiter wissen so genau, wo etwas nachgefüllt oder umgehängt werden muss.

Tory besitzt eine intelligente Navigationstechnik und bewegt sich daher völlig autonom durch die Gänge. Er orientiert sich automatisch und findet seinen Weg, weicht Hindernissen und Personen automatisch aus. Wenn er neuen Strom für seine Akkus braucht, dann fährt er selbständig die Ladestation an, tankt nach, und los geht’s mit der nächsten Runde. Unermüdlich von morgens bis abends. Notfalls sogar in der Nacht, weil manuelle Eingriffe nicht notwendig sind. Schon nach wenigen Stunden ist die aktuelle Bestandssituation nach Angaben des Herstellers Metralabs mit einer Lesegenauigkeit von über 99 % erfasst.

Die Einzelhändler sparen Kosten. Und die Kunden sind erfreut, weil die Mitarbeiter viel mehr Zeit haben, sich ihren Fragen zu widmen.

Adler Modemärkte hat den ersten Roboter schon im Dezember 2015 in Betrieb genommen. Er hat seitdem etwa 400 km zurückgelegt und mehr als 5 Mio. Artikel gescannt. Mittlerweile wurden weitere Filialen ausgestattet. Wenn Sie Tory bei der Arbeit beobachten wollen, dann geht das in den Filialen Haibach, Rüsselsheim, Mutterstadt und Limburg.

Bildquelle und weitere Informationen: Metralabs

 

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