SolFree Farbbänder

Nachhaltigkeit ist auch in Sachen Kennzeichnung ein wichtiges Ziel. Ein praktisches Beispiel für gelungene Umsetzung zeigt das Beispiel der “SolFree”-Farbbänder.

Zunächst eine kurze Erläuterung der Thermotransfer-Technologie, bei der diese Farbbänder eingesetzt werden. Die folgende Darstellung zeigt vereinfacht das Funktionsprinzip.

Funktionsweise Thermotransfertechnik. Bildquelle: Armor

Die Farbschicht auf dem Band ist hitzeempfindlich. Das Farbband wird zusammen mit dem Etikettenmaterial am Druckkopf (hier: grün) vorbeigeführt. Der erhitzt punktuell das Band, sodass sich die Farbe auf das Etikettenmaterial übertragen kann. Wichtig ist natürlich die richtige Abstimmung zwischen Farbe und Etikettenmaterial, damit die Anforderung an Haltbarkeit und Lesbarkeit der Beschriftung erfüllt werden.

Backcoating schützt

Aber ebenfalls wichtig ist, dass der Druckkopf vor zu hoher Reibung und zu starker Verschmutzung geschützt wird. Das wird bei modernen Thermotransferbändern erreicht, indem die Rückseite des Farbbands mit einer speziellen Rückseitenbeschichtung ausgestattet wird, dem sogenannten Backcoating.

Backcoating: Rückseitenbeschichtung zum Schutz des Druckkopfs. Bildquelle: Armor

In der Regel werden im Herstellungsprozess lösungsmittelhaltige Stoffe verwendet. Durch Erhitzung trocknen diese Lösungsmittel. Die relevanten Partikel bleiben auf der Oberfläche zurück und bilden die Schutzschicht.

Das SolFree-Verfahren (steht für “Solvent Free”, also Lösungsmittelfrei) wurde vom Hersteller Armor für wachsbasierte Farbbänder entwickelt und patentiert.  Die Trocknung des aufgebrachten Backcoatings in der Produktion geschieht nicht mehr durch Verdunstung des Lösungsmittels, sondern durch eine Behandlung mit UV-Licht, die chemische Veränderungen und damit die Verfestigung der Schutzlackierung auslöst.

Das erhöht die Beständigkeit der Schicht im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren und führt sogar zu einem besseren Schutz für den Druckkopf.

Die innovative Produktionsmethode erspart der Umwelt Lösungsmittel und hat so eine erhebliche Einsparung am Treibhausgas CO2 zur Folge.

SolFree sofort einsetzbar

Die Eigenschaften der Farbbändern verändern sich aber nicht. Druckqualität, Haltbarkeit und Empfindlichkeit / Reaktionsvermögen der Farbschicht sind identisch. Auch am Drucker muss daher keine Einstellung verändert werden, wenn ein herkömmlich hergestelltes Farbband gegen ein SolFree-Farbband getauscht wird.
Wer also diese innovativen Farbbänder einsetzen will kann sofort seinen zusätzlichen, persönlichen Beitrag zum Schutz der Umwelt leisten. Bei einer Rolle mit den Abmessungen 110 mm Breite und 300 m Länge werden 365 g CO2-Ausstoß gespart.

Das ist zunächst ein Wert, den wir als Verbraucher nicht so recht einschätzen können. Wer wissen will, welche Vorgänge wieviel CO2-Ausstoß zur Folge haben, der kann ja mal den CO2-Rechner des Bayerischen Landesamts für Umwelt ausprobieren.

CO2-Rechner des Bayerischen Landesamts für Umwelt

Mehr zum Thema Farbbänder auf der Webseite von Bluhm Systeme

Bildquelle und weitere Informationen:  Armor, SolfreeCO2-Rechner des Bayerischen Landesamtes für Umwelt

 

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