So hält das Eckige auf dem Runden

Fässer zählen zu den ältesten Mehrweg-Behältnissen der Logistik. Die erstmalige Erwähnung geht auf verschiedene römische Quellen ab 50 v. Chr. zurück (Wikipedia). Seitdem hat sich die bauchige Tonne aus Holz, Metall oder Kunststoff zumindest in der Form nur unwesentlich verändert – im Gegensatz zur Kennzeichnung.

Für den nationalen und internationalen Warenverkehr müssen zwingend vollständige Informationen über Herkunft, Inhalt, Handhabung und den Zielort aufgebracht werden, die für den komplexen Datenaustausch maschinell lesbar sind. Sind diese Voraussetzungen nicht gegeben, ist das Fass samt Inhalt nicht traceable (englisch: rückverfolgbar).

Bluhm Systeme ist ein erfahrener Anbieter für die smarte Etikettierung zylindrischer Behältnisse in allen Größen und mit allen Oberflächen. Hier sind fünf Tipps unserer Experten.  

1. Unkaputtbar oder ablösbar? Das Etikett muss “passen”

Handelt es sich um ein reines Produktinformations-Etikett mit Angaben zu Gewicht, Haltbarkeit oder Transport (z.B. „hier oben“) reicht eine einfache Variante. 

Anders verhält es sich z.B. bei einem GHS-Etikett. GHS-Kennzeichnung („Globally Harmonized System of Classification, Labelling and Packaging of Chemicals“) ist  ein internationaler Standard, der auf Gefahren für Mensch und Umwelt hinweist.  Diese essenziellen Informationen dürfen keinesfalls verblassen, sich ablösen oder ihre Farbe verändern.

2. Untergrund, Fassrundung und Produktionsumfeld

Ein Etikett klebt immer nur auf dem Untergrund, auf dem es aufgebracht wurde. Ist dieser ölig, haftet es in erster Linie auf dem Öl. Es muss also ein Klebstoff verwendet werden, der zum richtigen Untergrund durchdringt oder sogar auf verschmierten Untergründen hält.

Auch die Oberfläche eines Fasses ist so unterschiedlich wie Inhalt und Zielort. Strukturierte Untergründe müssen durch ein Etikett mit hohem Kleberauftrag gekennzeichnet sein, damit das Material in die Vertiefungen dringen kann und nicht nur auf den erhabenen Stellen haftet. Auch die Rundung der Tonne ist zu bedenken. Je kleiner der Radius, desto anschmiegsamer muss das Etikettenmaterial sein. Ist das Material zu steif oder zu fest, kann es durch die eigenen Aufstellkräfte von der Oberfläche abspringen.

Last but not least muss ein Etikett auch gegen die Inhaltsstoffe resistent sein, z.B. wenn es während des Befüllens oder Leerens damit in Berührung kommt.

3. Der richtige “Look”: Ein Zeichen für Qualität und Sicherheit

Ein unversehrter Aufkleber sieht gut aus und vermittelt hohe Qualität. Aber es geht vor allem um Sicherheit. Knicke oder Löcher, z.B. im Barcode, können wichtige Informationen verdecken oder falsch wiedergeben. Ein Etikett muss daher abriebfest und dehnbar sein, z.B.  bei der Heißbefüllung in Kunststoff. Bei variablem Druck bzw. bei vorgedruckten Etiketten muss das Druckbild entsprechend haltbar sein und wird daher mit einem zusätzlichen Lack oder einer nachträglichen Laminierung geschützt.

4. Spezielle Klebstoffe für die Nahrungsmittelindustrie

Besonders in der Nahrungsmittelindustrie ist immer darauf zu achten, dass Klebstoffe nicht diffundieren und somit den Inhalt verändern. Diese Klebstoffe besitzen eine Unbedenklichkeitserklärung und entsprechen der europäischen Lebensmittel-Richtlinie 1935/2004/EC, den deutschen Empfehlungen XIV des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) und der US-amerikanischen Food and Drug Administration FDA § 175.105.

5. Sauberes Etikett – zufriedene Kunden

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Bei der Etikettierung von Fässern oder Tonnen geht es nicht nur um das Material, sondern auch um die optimale Art der Aufbringung.

Bluhm Systeme bietet zahlreiche, vollautomatische Lösungen an, die das Etikett an der gewünschten Stelle mit der gewünschten Haltbarkeit aufbringen. Bei der Beratung und Entwicklung wird stets darauf geachtet, dass sich die Lösungen nahtlos in bestehende Produktionslinien einfügen und kompatibel mit zahlreichen Softwareprogrammen und Datenbanken sind.

Lernen Sie hier einen unserer Anwender, die BASF in Lampertheim, kennen. Dort werden verschiedenste Gebinde – von Säcken über Fässer bis hin zu Paletten –  mit individuell entwickelten Lösungen von Bluhm Systeme gekennzeichnet. Mit einem Klick geht’s zum Video: 

Next-Level-Fassetikettierung bei BASF

 

Petra Keller