Sans Forgetica

Sans Forgetica: Schriftart hilft beim Lernen

„Lebenslanges Lernen“ – darauf müssen wir uns alle einstellen. Wie schön, dass es dafür in unserem digitalen Zeitalter so viele Hilfen gibt. Dass die Schriftart dabei auch eine Rolle spielen könnte wurde jetzt in Australien erforscht. Und man hat dabei auch gleich eine Schriftart entwickelt, die das Lernen erleichtert, in dem sie dem Vergessen entgegenwirkt.

Glatte Schriftarten verhindern Informationsaufnahme

Sans Forgetica heißt die Schriftart, die ein multidisziplinäres Team von Designern und Forschern der RMIT School of Design und des Behavioural Business Lab entwickelt haben.

Seit der Zeit, als Johannes Gutenberg für seine Erfindung der Druckmaschine im 15. Jahrhundert die Methode der beweglichen Lettern entwickelte, bis hin zur Einführung digitalisierter Schriften wurde die Typografie sowohl durch den technologischen Wandel als auch durch die Ästhetik des Designs bestimmt. Digitale Formate ermöglichen es uns, über die physikalischen Grenzen von Materialien hinaus zu denken und zu gestalten während hochauflösende digitale Displays typografische Formen geradliniger, glatter und symmetrischer denn je darstellen.

Untersuchungen haben gezeigt, dass einige der Produkte dieser neuen Tools und Technologien – insbesondere die sauberen, glatten Schriften der modernen digitalen Geräte – weniger effektiv sein können, um dem Leser zu helfen, sich an Informationen zu erinnern. Wenn eine Information zu leicht und sauber gelesen wird, kann sie unser Gehirn nicht in die Art von tieferer kognitiver Verarbeitung einbeziehen, die für eine effektive Speicherung und Erinnerung notwendig ist.

Sans Forgetica ist ein Versuch, diesen Designfehler unseres Gehirns anzugehen. Durch die Unterbrechung des Flusses der einzelnen Buchstabenformen werden die Leser subtil aufgefordert, sich verstärkt auf den zu kommunizierenden Text zu konzentrieren.

Schrift nach psychologischen Prinzipien

Die „wünschenswerte Schwierigkeit“ fördert den Lernprozess. Der Leser verweilt länger bei jedem Wort und gibt dem Gehirn mehr Zeit für eine tiefere kognitive Verarbeitung. Der höhere Aufwand beim Lesen verbessert so die Speicherung und den späteren Abruf von Informationen. Das haben mehrere vom Behavioural Business Lab des RMIT durchgeführte Tests bestätigt.

Die neue Schriftart, die übrigens kostenlos auf der Seite des RMIT heruntergeladen werden kann, wurde unter der wissenschaftlichen Leitung von Dr. Janneke Blijlevens und Dr. Jo Peryman vom RMIT’s Behavioural Business Lab entwickelt und vom weltbekannten Typographen Stephen Banham in die Praxis umgesetzt.

Mehr Details zu den Hintergründen geben die Entwickler im Video:

Sans Forgetica im Etiketten Einsatz

Sie wollen sich das auch bei Ihren Etiketten zunutze machen? Dann laden Sie den Font doch einfach herunter, laden ihn zum Beispiel in Ihren neuen Etikettendrucker von Bluhm … uns schon können Sie loslegen. Mehr Informationen zu Etikettendruckern finden Sie hier:

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Kurt Hoppen

seit über 30 Jahren bei Bluhm Systeme und an allen Dingen rund um Kennzeichnungstechnik, Logistik und Barcode interessiert.

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