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Roboter assistieren beim Kennzeichnen

Roboter werden in der Industrie schon seit den 1950er Jahren eingesetzt. Hier übernehmen sie Aufgaben wie die Handhabung, Montage und Bearbeitung von Werkstücken. Da sie schneller, gleichmäßiger und weniger fehleranfällig arbeiten als ein Mensch, sorgen sie für Effizienz, Präzision und Prozesssicherheit in der Produktion.

Roboter für die Produktkennzeichnung

Auch bei der Produktkennzeichnung kommen immer öfter Roboter zum Einsatz. Das „Picking-and-Placing“ eines Roboterarms ist u.a. sinnvoll, wenn:

  • ein Produkt nicht unmittelbar nach seiner Herstellung bedruckt oder etikettiert werden kann, während es auf dem Förderband liegt
  • die Kennzeichnung an variablen Positionen angebracht werden muss
  • größere Distanzen überbrückt werden müssen

Beispiele sind die Etikettierung von Hülsenkernen und die Nachetikettierung von Paletten. Wenn das Teilehandling von Industrierobotern übernommen wird, kann die Produktkennzeichnung noch flexibler und effizienter gestaltet werden. Meist werden dabei Knickarmroboter – so genannte Universalroboter – eingesetzt, deren Bewegungen frei programmierbar sind.

Beispiel aus der Elektroindustrie

Bei unserem Kunden Cellpack Electrical Products werden beispielsweise 2-Kammer-Gießharzbeutel beidseitig mit unterschiedlichen Etiketten versehen. Hier hilft ein RoboMax-Roboterarm: Er nimmt die Beutel einzeln auf und hält sie mittig zwischen zwei Etikettenspender.

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„ERK – Etikettierer-Roboter-Kollaboration.“

Die Alpha Compact-Anlagen bringen die Etiketten im so genannten Tamp-Blow-Verfahren berührungslos auf die Vorder- und Rückseiten der Beutel auf. Anschließend legt der Roboterarm die etikettierten Produkte in eine Ausgabewanne.

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Roboterarm legt etikettiertes Produkt ab.

Nicht nur beim Etikettieren, sondern auch beim Bedrucken können Roboterarme eingesetzt werden. Die Beck Druckkontrolltechnik GmbH stellt unter anderem Druckwächter her. Diese Produkte sind rund und werden in unterschiedlichen Durchmessern produziert. Da sie entlang ihrer abgerundeten Kunststoffoberfläche gekennzeichnet werden sollen, der Druckkopf des Linx-Continuous-Inkjet-Druckers jedoch fest montiert (also statisch) ist, müssen die Produkte in einer Drehbewegung am Druckkopf vorbeigeführt werden. Hier assistiert ein Kuka-Roboterarm:

Die Druckwächter werden nach ihrer Produktion automatisch in spezielle Produktnester gelegt und weiter zur Funktionsprüfung transportiert. Unmittelbar hinter den Prüfanlagen sitzen die Kennzeichnungssysteme. Nach erfolgter Funktionsprüfung geht ein Befehl an den Roboterarm. Er greift das entsprechende Produkt, führt es in einer Drehbewegung am Druckkopf vorbei und legt es anschließend wieder ab.

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Roboterarm führt Produkt in einer Drehbewegung am Druckkopf vorbei.

Roboter in der Getränkeindustrie

Auch in der Getränkeindustrie werden Roboter eingesetzt: Bei der Privatbrauerei Ustersbach müssen kleine Bierfässer, sogenannte Kegs, gekennzeichnet werden. Da sie mehrfach verwendet werden, erfolgt die Bedruckung lediglich auf dem Kunststoffverschlussdeckel. Gekennzeichnet wird mit Hilfe eines Linx Continuous-Inkjet-Druckers, dessen Druckkopf in etwa zwei Metern Höhe direkt neben der Keg-Anlage montiert und mit einem Roboter vernetzt wurde.

Der Roboterarm nimmt die frisch befüllten Bierfässer aus der Abfüllanlage, lässt sie verschließen und führt sie anschließend unterhalb des Druckkopfs vorbei. Gleichzeitig schickt er dem Drucker ein Signal und startet damit die Kennzeichnung. Der Druckkopf bedruckt den Verschluss mit einem Haltbarkeitsdatum, der Produktionszeit und der Nummer der Abfülllinie. Anschließend stellt der Roboter das Fass auf einer Versandpalette ab.

Überzeugt hat den Kunden Ustersbacher, dass mit dieser Lösung verschiedenste Gebindegrößen am Schreibkopf vorgeführt und gekennzeichnet werden können, ohne dass der Druckkopf umgestellt werden muss.

Gerne berät Sie Bluhm Systeme, um die passende Lösung für Ihre Kennzeichnungsaufgabe zu finden. Nehmen Sie einfach Kontakt zu uns auf:

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Antoinette Aufdermauer

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