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RFID: Vivienne Westwood nutzt gewebte RFID-Etiketten

Mulmig könnte einem ja schon werden, wenn man sich vorstellt, dass man in einem Kleidungsstück unterwegs ist, in dem ein RFID-Chip klebt…

Für die Modebranche bietet die RFID-Technik aber zahlreiche Vorteile: Langfristig können die Funk-Etiketten die logistischen Prozesse und die Verwaltung des Lagerbestands vereinfachen. Die Technik macht den Weg der Textilien von der Herstellung bis zur Verkaufsstelle transparent und somit nachvollziehbar. Und nicht zuletzt beweisen die schlauen Tags die Echtheit der Marke und schützen so vor Fälschungen.

RFID -Tags beweisen Markenechtheit

Markenfälschungen stellen ein weltweit wachsendes Problem dar. Die Marke ist der wertvollste Besitz eines Modeunternehmens. Abgesehen von Imageschäden erleiden Markeninhaber aber auch deutliche wirtschaftliche Schäden durch Markenabwertungen, sobald nachgemachte Textilien bis zu 60 Prozent unter dem Marktwert verkauft werden.

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Bildquelle: starsignstyle.com

Das renommierte Modeunternehmen Vivienne Westwood schützt seine Produkte daher künftig ganzheitlich mit RFID-Technologie in gewebten Markenetiketten von EE Labels. Sie sollen in den nächsten Tagen zeitgleich mit einer neuen Accessoires-Serie für Männer eingeführt werden.

Auch Bluhm Systeme bietet RFID-Etikettierung an: Mit Hilfe besonders cleverer „Handy-Flag-Tags“ und einer ausgefeilten Software-Lösung kontrolliert der deutsche Stahlhersteller Arcelor-Mittal zum Beispiel den Zinkgehalt bei der Beschichtung von Stahlblechen.

RFID Flag Tag Etikett
RFID Flag Tag Etikett

Arcelor Mittal erhält seine Zinkblöcke von verschiedenen Zulieferern. Daher kann jeder Block leicht unterschiedlich zusammengesetzt sein. Die Hersteller vermerken dies auf eigenen Etiketten. Darauf müssen die Verzinker in Eisenhüttenstadt achten, damit die Zusammensetzung des Zinkbades stabil bleibt. Für die lückenlose Produktrückverfolgung wird deswegen jeder eingeschmolzene Zinkblock vollautomatisch protokolliert. Dazu erhält er ein neues, standardisiertes Etikett, dessen Informationen vor dem Einschmelzen ausgelesen und in einer Datenbank gespeichert werden.

Verwendet werden ganz besondere Etiketten aus der eigenen Bluhm-Produktion. Denn „normale“ RFID-Tags, die flach auf den Blöcken kleben, wären wegen der metallischen Unterlage nicht lesbar. Die Handy-Flag-Tags lösen dieses Problem hingegen, indem der Antennenteil des Funk-Labels als kleines Fähnchen von der Oberfläche weg geführt wird. Die Handy-Flag-Tag-Etiketten von Bluhm Systeme lassen sich besonders handlich und unkompliziert in die notwendige Form bringen.

Quelle Beitragsbild: www.cash4brands-shop.com

Antoinette Aufdermauer
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