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RFID und WLAN im Verbund bei Marc O’Polo

RFID-Technologie zur Identifikation von Waren entlang der gesamten Wertschöpfungskette – Marc O’Polo macht es schon seit 2014 vor. Das Modeunternehmen setzt flächendeckend Funktechnologien ein, um Logistik- und Verkaufsprozesse zu optimieren.

RFID steht für Radio-Frequenz-Identifikation. Dabei handelt es sich um eine Funktechnologie, mit der Prozessdaten auf einfachere Weise technisch ausgelesen und erkannt werden können. Angebracht auf ein Etikett, bietet der Chip im Handel im Gegensatz zum Barcode die Möglichkeit, viele Artikel in kürzester Zeit berührungslos, ohne Sichtkontakt und auf größere Entfernung zu identifizieren. Mit RFID können Prozesse in der Logistik und im Handel optimiert, fehlende Artikel früher entdeckt und Bestandslücken geschlossen werden. So will Marc O’Polo nicht nur eine bestmögliche Auswahl der Sortimentspalette und einen optimalen Service für die Kunden bieten, sondern auch im Sinne der Ressourceneffizienz den Auslieferungsprozess nachhaltig weiterentwickeln und bedarfsgerecht optimieren.

RFID-Tag.
RFID-Tag.

Das RFID-Etikett besteht aus einem kleinen Chip, in dem der sogenannte EPC (Electronic Product Code) oder die SGTIN (Serialised Global Trade Item Number) gespeichert sind. Diese Nummern setzen sich aus der Artikelnummer in Form des EAN (European Article Number) oder GTIN (Global Trade Item Number) und einer Seriennummer zusammen. Bei Artikeln ohne RFID-Etikett wird die GTIN in Form eines Barcodes auf das Preisetikett gedruckt. Der Chip ist mit einer Antenne verbunden. Beide zusammen bilden den sogenannten Transponder. Dieser sendet die im Chip gespeicherte Artikelnummer. Bei Marc O’Polo wurden Empfängerantennen als feste Lesepunkte am Kundenausgang und im Kassentisch installiert. Zusätzlich werden mobile Datenerfassungsgeräte eingesetzt.

RFID Flag Tag Etikett.
RFID Flag-Tag-Etikett.

Neben dem RFID-Netz wurden in ausgewählte Filialen zusätzlich ein internes sowie ein Kunden-WLAN integriert. Abhängig von der Größe der Filiale versorgen bis zu dreizehn sogenannte Access Points die Räumlichkeiten flächendeckend mit WLAN. Pro Filiale ist jeweils ein Controller, der für das zentrale Management und die Konfiguration des Drahtlosnetzwerks zuständig ist, im Einsatz. Um das WLAN nutzen zu können, müssen Kunden im Web auf einer Anmeldeseite ein Haken setzen und damit den AGB der Marc O’Polo zustimmen. Danach ist der Weg ins Internet frei.

Mit der Synthese aus RFID und stabilem WLAN als Anschlusspunkt bringt das Modeunternehmen eine Mobilität in die Filialen, die den Verkaufsprozess unterstützt und Aufgaben wie Inventuren erleichtert. So sollen die Mitarbeiter mehr Zeit für die Kundenberatung haben. Das Szenario kann man sich so vorstellen: Mit dem Handscanner erfasst ein Marc O’Polo-Mitarbeiter auf Knopfdruck mehrere Hemden, ohne diese aus ihren Fächern nehmen oder Sichtkontakt zu den Etiketten herstellen zu müssen. Drahtlos werden die Daten direkt mit dem RFID-System abgeglichen. Das verkürzt beispielsweise die Inventur erheblich. Zeitgleich verbindet sich eine Kundin, die die Filiale soeben betreten hat, über den WLAN-Hotspot mit dem Internet und informiert sich über aktuelle Aktionen und Rabatte. Im Beratungsgespräch nutzt ein weiterer Mitarbeiter ein Tablet, um interessante Artikel direkt in die Filiale zu bestellen – schnell und einfach über das Drahtlosnetzwerk. Als dies ist im drahtlosen Zeitalter von RFID und WLAN möglich.

RFID von Bluhm

Natürlich bietet auch Bluhm Systeme RFID-Etiketten an. Beim Kunden ArcelorMittal werden zum Beispiel spezielle Handy-Flag-Tag-Etiketten eingesetzt. Da die Funk-Label auf Metallblöcke geklebt werden, muss deren Antennenteil seitlich abstehen, um auslesbar zu sein.

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RFID Flag-Tag-Etiketten von Bluhm Systeme bei ArcelorMittal.

Quelle Beitragsbild: marc-o-polo.com.

Antoinette Aufdermauer

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