RFID – Sensor schmilzt im Hirn

Eine Neuentwicklung im medizinischen Bereich meldet die University of Illinois in Urbana-Champaign (etwa 200 Kilometer südlich von Chicago). Die Forscher um Professor John A.Rogers haben Sensoren entwickelt, die nach einer Kopf-Operation im Gehirn des Patienten bleiben können um dort Temperatur oder Druck zu messen. Sie funken die Daten berührungslos – also auf Basis der RFID-Technologie – an eine Antenne und einen Empfänger außerhalb des Schädels. Das Besondere an der Erfindung: Nach Abschluss der Behandlung können die Sensoren im Körper verbleiben. Sie lösen sich nämlich auf – schmelzen also förmlich in den Gehirnwindungen des Patienten. Eine nochmalige Operation zum Entfernen der Teile ist nicht nötig. Damit sinkt das Risiko von Blutungen, Infektionen, allergischer Reaktionen oder sonstiger Komplikationen. Infektionen waren gerade bei herkömmlichen Sensoren an der Tagesordnung, weil diese über Leitungen fest mit den Messgeräten außerhalb des Körpers verbunden sein mussten. Man hat also Infektionen verursacht, denen man mit den Messungen eigentlich auf die Spur kommen wollte.

Getestet hat man das Verfahren schon erfolgreich bei Ratten.

Hirnsensor3

Natürlich kann man die Sensoren auch in anderen Körperteilen oder Organen einsetzen. Aber man scheint die Herausforderung zu lieben und hat mal gleich mit dem schwierigsten Problem angefangen.

Einfacher und mit weniger Risiken kann man die RFID – Technik in der Logistik einsetzen. Bei den sogenannten Smart-Labels ist der RFID – Teil im Etikett untergebracht. Auch diese Teile können berührungslos mit einem Lese-Gerät kommunizieren. Weitere Informationen dazu gibt es auf unserer Webseite.

Bildquelle und weitere Informationen: University of Illinois