RFID Fingernagel statt Fahrkarte

Geht es nach der britischen Schmuckdesignerin Lucie Davis, könnte es bald schon überall bei Fahrkartenkontrollen in der U-Bahn heißen: „Zeigen Sie mir bitte Ihre Fingernägel“. Denn Lucy Davies war es leid, zum Feierabend im Gewühl von Menschen immer ihre Fahrkarte heraussuchen zu müssen. Da kam ihr die Idee: Sie wollte ihren Beruf mit etwas Praktischem verbinden. Kurzerhand integrierte sie den RFID Chip ihre Fahrkarte in einen künstlichen Fingernagel.

Geniale Idee für Vielfahrer

Lucy Davis nutzt viel die öffentlichen Verkehrsmittel in der britischen Metropole London. Für Vielfahrer wie Lucy bietet die Londoner Verkehrsgesellschaft die Oyster Card an. Diese gilt für den gesamten öffentlichen Nahverkehr in London. Die Oyster Card ist eine Prepaid-Karte, die man beliebig oft am Fahrkarten-Automaten aufladen kann.

Für ihr Diplom-Projekt hat Lucy die Oyster Card in eine stylische Form gebracht: Sie hat Oyster Fingernägel kreiert und den RFID-Chip aus den U-Bahn-Fahrkarten in ihnen „verbaut“. Damit reicht eine Fingerbewegung über den Karten-Sensor an den Zugangskontrollen zur Londonder U-Bahn. Hektisches Wühlen und Suchen nach der Fahrkarte entfällt damit ab sofort.
Das Aufladen des RFID Chip mit Geld funktioniert wie bei der normalen Fahrkarte auch.

https://youtu.be/kn8B6o0JCIc

Vom Studienprojekt zum Serienprodukt

Die Schmuckdesignerin, die mittlerweile ihren Bachelor-Abschluss gemacht hat, möchte es jedoch nicht nur bei einem Studienprojekt belassen. Vielmehr möchte sie auch anderen Frauen und mutigen Männern die Möglichkeit geben, von ihrer Erfindung zu profitieren. Um die künstlichen Nägel in Serie zu produzieren und auf den Markt bringen zu können, ist die Designerin deshalb nun mit der Londoner Verkehrsgesellschaft im Gespräch.

 

 

Selma Kürten-Kreibohm

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