Produktschutz – Legen Sie Fälschern das Handwerk!

Durch Produktpiraterie entstehen bei Marken-Herstellern Schäden in Milliardenhöhe. Schlimmer aber noch ist die Tatsache, dass in manchen Bereichen – Automotive oder Pharmabranche – Fälschungen für den Verbraucher lebensgefährliche Folgen haben kann. Für den Produktschutz – man spricht in diesem Zusammenhang auch von Anti-Counterfeiting (engl. gegen das Fälschen) – gibt es verschiedene Ansätze: angefangen bei der Kennzeichnung bis hin zu versteckten Merkmalen im Produkt bzw. der Verpackung.

Als Kennzeichnungsanbieter geben wir Ihnen Tipps, wie Sie Ihre Produkte fälschungssicher und als eindeutiges Original kennzeichnen können.

Serialisierter Code

In vielen Industriebranchen werden die Produkte serialisiert, um sie als echt zu verifzizieren und Fälschern die Arbeit zu erschweren.

Ein zentrales Element im Kampf gegen Fälscher ist ein serialisierter Code oder ein serialisierter Datamatrix-Code: Jedes Produkt erhält eine einmalige Seriennummer, die gleichzeitig in einer Datenbank, z.B. beim Hersteller , hinterlegt wird. Jeder in der Lieferkette bis hin zum Verbraucher kann anhand dieser Nummer über das  Portal vom Hersteller überprüfen, ob es sich bei dem Produkt, das er in den Händen hält, um ein Original handelt. In der Pharmaindustrie ist zum Beispiel ein serialisierter Datamatrixcode Teil des Sicherheitskonzepts: Ab Februar 2019 muss jedes Arzneimittel mit einem maschinenlesbaren, serialisierten GS1-Datamatrix-Code versehen werden- So schreibt es die Verordnung (EU) Nr. 2016/162 vor. Der Hersteller spielt die Nummer beim Inverkehrbringen des Arzneimittels in eine nationale Datenbank ein. Der Apotheker liest ihn bei der Ausgabe aus und überprüft, ob der Code korrekt ist.

Dauerhafte Laserbeschriftung

 Die Laserbeschriftung ist permanent und kann nicht unbemerkt entfernt werden.
Die Laserbeschriftung ist dauerhaft.

Eine Möglichkeit, einen solchen serialisierten Code oder auch andere Informationen manipulationssicher aufzubringen ist die Laserbeschriftung. Sie kommt häufig in der Automobil-Branche zum Einsatz. Laser markieren dort Autoteile mit einer Seriennummer oder einem serialisierten Datamatrix-Code, anhand dessen das Bauteil als Original verifiziert werden kann. Für das Aufbringen der Informationen gibt es verschiedene Laser-Beschriftungsarten – diese hängen stark vom eingesetzten Laser und dem zu beschriftenden Material ab.
Die Laserbeschriftung hat gegenüber anderen Lösungen den Vorteil, dass sie nicht so einfach unbemerkt entfernt werden kann.

Genau deshalb entschied sich auch die Tamasu Butterfly GmbH beim Produktschutz für einen Laser. Das Unternehmen stellt unter anderem hochwertige Tischtennisschlägerbeläge her. Die bisherige Kennzeichnung mit Stempelaufdruck war nicht permanent. Heute schreibt ein Laser eine Seriennummer durch die dünne Folie auf eine Papphülle, in der der Schlägerbelag verpackt ist. Auf diese Weise sind sowohl die Folie als auch die Papphülle gekennzeichnet. Nur wenn die Codierung auf der Folie mit der auf der Papphülle deckungsgleich übereinstimmt, handelt es sich um ein original Tamasu-Produkt.

Tamasu Butterfly lasert durch die Folie auf die Pappe einen speziellen Code.

Unauffällige Markierung mit Schwarzlicht Farbe

Nur unter Schwarzlicht sichtbar: UV-Tinte

Aber nicht immer soll die Kennzeichnung sichtbar sein. Bei Produkten wie Kosmetikartikeln ist die Verpackung sehr aufwändig und optisch besonders ansprechend gestaltet. Kennzeichnung würde unter Umständen die Optik stören. Hier kann zum Beispiel UV-Tinte – auch sogenannte Schwarzlicht Farbe – eingesetzt werden. Die Aufdrucke sind nur dann sichtbar, wenn man die das Produkt mit der Beschriftung unter UV-Licht hält. Dann fluoresziert die UV-Tinte z.B. rot. Die rote Sicherheitstinte für die Linx-Tintenstrahldrucker von Bluhm Systeme enthält einen einzigartigen roten Farbstoff, sodass die Codes nicht einfach gefälscht werden können.

Produktschutz und Diebstahlschutz mit RFID

Ein probates Mittel, um Produkte fälschungssicher zu machen oder auch vor Diebstahl zu schützen, sind RFID-Etiketten. Die Ruder Verpackungen GmbH setzt auf RFID (Radio Frequency Identification) bei Spezialverpackungen für Markenartikel , weil ihre Kunden Diesbtahl-Schutz wünschten oder die Möglichkeit haben wollen, die Produkte entlang der Lieferkette rückverfolgen zu können.
RFID hat den Vorteil, dass die auf den Transpondern gespeicherten Informationen ohne Sichtkontakt auslesbar sind. Gleichzeitig können die Informationen etwa an den verschiedenen Stationen der Lieferkette geändert, überschrieben oder gelöscht werden. Auch hier kann mit einem RFID-Etikett oder RFID-Transponder jedem Produkt oder jeder Verpackung eine eindeutige Identifizierungsnummer zugewiesen werden.

Sicherheitsetiketten können mehr

Sicherheitetiketten können gleich mehrere Sicherheitsmerkmale vereinen.

Auch Sicherheitsetiketten sind für den Produktschutz geeignet. Sie vereinen oft mehrere, sichtbare und unsichtbare Sicherheitsmerkmale. Diese kennen wir alle bereits von Geldscheinen: Sicherheitsfäden, KippeffekteGuilloches und Moirés (dies sind ineinander verschlungene Linien und Muster). Das können außerdem Aufdrucke mit Spezialtinten sein, wie coin reactive ink. Sie wird durch Reibung z.B. mit einer Münze sichtbar. Es gibt auch Sicherheitsetiketten, die bei dem Versuch, sie zu entfernen, zerstört werden. Siegeletiketten gehören dazu. Manche hinterlassen auch beim Ablösen eine sichtbare Kennung auf der Verpackung.  Ebenso kann die Papierstruktur ein Sicherheitsmerkmal sein. Denn jedes Papier hat eine einzigartige Struktur, ähnlich wie ein Fingerabdruck.
Und natürlich können Sicherheitsetiketten zusätzlich auch noch RFID-Chips enthalten.

So entsteht mit Kennzeichnung ein umfassender Produktschutz.

 

 

 


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Selma Kürten-Kreibohm

verantwortet seit 2007 den Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei Bluhm Systeme und schreibt in ihrer Funktion als Redakteurin über Themen aus der Welt der Kennzeichnung.

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