SecurPharm: Status zur Umsetzung der Fälschungsschutzrichtlinie

Besser kann man die gnadenlos verrinnende Zeit nicht darstellen wie auf der Securpharm-Webseite: „354 Tage übrig“. Ab 9.2.2019 dürfen keine rezeptpflichtigen Medikamente mehr in Verkehr gebracht werden, deren Verpackung nicht entsprechend der EU-Verordnung 2011/62/EU gekennzeichnet wurde. Damit will die Europäische Union Fälschungen von Arzneimitteln verhindern.

Die Vorgabe in Kürze lautet:

  • Ein serialisierter Datamatrix-Code wird auf jede Medikamenten-Verpackung aufgebracht.
  • Die Verpackung ist so gestaltet, dass man eventuelle Manipulationen sofort feststellen kann.
  • Alle Seriennummern werden in eine EU-weit verfügbare Datenbank hochgeladen.
  • Bei der Herausgabe des Medikaments an den Kunden prüft der Apotheker in der Datenbank „Seriennummer vorhanden?“.
  • Wenn ja wird die Nummer ausgebucht.
  • Wenn nein erfolgt keine Herausgabe des Arzneimittels an den Kunden und es wird eine vermutete Fälschung gemeldet.

Securpharm war in der EU der erste nationale Zusammenschluss der wichtigsten Interessenvertreter der Pharmabranche, der die komplette Umsetzung in der Praxis durchgespielt hat. Daher konnte die EU bei dem Erlass der Verordnung auch deren wichtige gewonnene Erkenntnisse mit einfließen lassen.

Aktueller Statusbericht SecurPharm

In einem aktuellen Statusbericht fasst SecurPharm den derzeitigen Stand der Umsetzung in Deutschland zusammen. Über 200 Pharma-Unternehmen sind Teil der SecurPharm-Initiative und sind ganz offensichtlich sehr aktiv mit der Umsetzung beschäftigt.

Aber etliche fehlen auch noch. Wer nun darauf spekuliert, dass der Endtermin vielleicht noch etwas geschoben wird, könnte falsch liegen. Darauf weist SecurPharm in dem Bericht ausdrücklich hin. Stattdessen sollten auch die noch nicht assoziierten Unternehmen nun schnellstens aktiv werden. Noch ist Zeit, aber sie wird knapp.

Bluhm Systeme bietet auf zwei Ebenen Unterstützung an: Einerseits bieten wir Lösungen zur Kennzeichnung von Verpackungen. Das wird in der Regel mit Inkjet- oder Lasersystemen gemacht. Und darüber hinaus gibt es einen speziell für den Pharma-Bereich entwickelten Tamper Evident Labeller, der mit großer Geschwindigkeit zum Beispiel Faltschachteln auf beiden Seiten mit einem Siegeletikett beklebt und damit die Lasche vor Manipulation schützt. Alle Systeme sind natürlich leicht integrierbar in größere Produktionsanlagen und arbeiten schnell genug für die üblicherweise hohen Produktionsgeschwindigkeiten.

Weitere Informationen: Statusbericht SecurPharmKennzeichnung für die Pharma-Industrie

 


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Kurt Hoppen

seit über 30 Jahren bei Bluhm Systeme und an allen Dingen rund um Kennzeichnungstechnik, Logistik und Barcode interessiert.

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