Offene Softwarearchitektur

Kennzeichnungstechnik einfach in vorhandene IT-Systeme einbinden

Vor kurzem hat mir mein Handyanbieter ein neues Mobiltelefon angeboten. „Doch warum soll ich wechseln?“, hab ich mich gefragt. „Ich bin doch zufrieden mit meinem jetzigen. Überhaupt… dann muss ich die ganzen Daten sichern und auf das neue Handy übertragen. Und was ist mit meinen ganzen Apps?“ Ich habe es letztendlich dann doch „gewagt“ und mich für das neue Handy entschieden. Zum Glück! Denn das neue Handy lässt sich genauso einfach bedienen wie mein altes, ist leistungsfähiger und ich zahle weniger! Und der Umzug der Daten und Apps ging auch problemlos.
Warum ich das erzähle? Weil sich auch bei der Kennzeichnungstechnik ein Wechsel oder die Einführung eines neuen Kennzeichnungssystems durchaus lohnt und ganz unkompliziert ist. Bluhm Systeme hat in den vergangenen Jahren die Gerätetechnik und auch die Software weiterentwickelt. Unternehmen bieten sich somit heute zahlreiche Möglichkeiten, die Kennzeichnungstechnik einfach in vorhandene IT-Systeme einzubinden.

Druckdaten übertragen und aufbereiten

Ein Kennzeichnungssystem alleine weiß noch nicht, welche Daten es drucken soll. Deshalb verfügen die Etikettierer und Tintenstrahldrucker von Bluhm Systeme über verschiedene Schnittstellen, über die sich Daten und Signale von Betriebssoftware und Co. übertragen lassen. Die Druckdaten können aus einer lokal abgelegten Datenbank, aus dem ERP System oder aus SAP des Kunden kommen. Doch müssen die Daten dann erst ins richtige Druck- oder Etikettenlayout gebracht werden.

Mit der zum Lieferumfang der Markoprint Tintenstrahldrucker gehörenden i-design Software lassen sich die Druckdaten am PC schnell und einfach erstellen.

Im Inkjet-Bereich stellt Bluhm Systeme für die Markoprint-Tintenstrahldrucker die Labelgestaltungssoftware i-design für Druckbildgestaltung und –management bereit. Damit kann der Bediener ganz einfach Druckvorlagen erstellen und verwalten. Übersichtlich sind alle angeschlossenen Drucksysteme dargestellt.

Für die Etikettendruckspender und Etikettendrucker bietet Bluhm hierfür die Etikettengestaltungssoftware LLS (Legitronic Labeling Software) an. Gibt der Bediener am PC zum Beispiel die Artikelnummer ein, werden automatisch die entsprechenden Druckdaten erstellt. Auch lassen sich mit Hilfe der Software die Texte gestalten, z. B.  einzelne Wörter im Blocktext fett drucken. Dies ist im Nahrungsmittelbereich zum Beispiel wichtig, wo gemäß der

Lebensmittelinformations-Verordnung (LMIV) Allergene im Zutatenverzeichnis optisch hervorgehoben werden müssen.

Webbasiert in die Zukunft

Die EU-Verordnung EU 178/2002 schreibt vor, dass Produkte vom Endkunden bis zum Lieferanten der Rohstoffe lückenlos rückverfolgbar sein müssen. Letztes Glied in der Kennzeichnungskette ist hier das Etikettieren der Paletten nach GS1-Vorgaben. Vor diesem Hintergrund entwickelten die Softwareentwickler von Bluhm Systeme einst den sogenannten DSS-Manager.

Doch er wurde mittlerweile abgelöst von der Bluhmware mit den Bausteinen Cockpit und Control. Die beiden Software-Module ergänzen sich: Auf Systemebene kommt die Software Bluhmware Control zum Einsatz. Sie kann die Kennzeichnungssysteme und –prozesse anhand von Signalen daten- und signalseitig sicher und zentral in Millisekunden steuern und verwalten.

Die Software Bluhmware Control sorgt dafür, dass z.B. bei Stromausfall während der zweiseitigen Palettenetikettierung in der korrekten Reihenfolge weiteretikettiert wird.

Die Software stellt sicher, dass immer die aktuellen Produkt-Daten für den Etikettendruck bereitstehen und behält selbst im „Worst Case“ den Überblick. Stromausfall bei der zweiseitigen Palettenetikettierung? Kein Problem, denn die Software sorgt dafür, dass in der korrekten Reihenfolge weiteretikettiert wird.

Sie kann auch dafür sorgen, dass bei fehlendem oder fehlerhaftem Etikett das Produkt ausgeschleust wird oder das Etikett an einem Tischdrucker neu gedruckt wird, damit der Bediener es nachträglich manuell aufbringen kann.

Auf Linienebene liefert Bluhmware Cockpit einen Überblick über die Anlagen und wertet und visualisiert die Produktionskennzahlen. Neben den Kennzeichnungssystemen lassen sich auch Peripheriegeräte wie Sensoren, Kameras oder andere Produktionsmaschinen mit einbinden. Auf diese Weise werden Schwachstellen und Potenzial in der Produktion sichtbar. Die Software arbeitet webbasiert: So können die  verschiedenen Funktionsebenen ortsunabhängig – vom PC oder Smartphone aus – die Kennzeichnungssysteme, Produktivität etc. überwachen können. Die Software greift nicht in übergeordnete ERP- oder LVS-Systeme ein, die übergeordneten Systeme greifen nicht in die Software ein. Die Übergabe von Daten erfolgt in beide Richtungen über eine Plattform, die von beiden Systemen leicht erreicht und bedient werden kann. Jede Kommunikation über diese Plattform ist nachvollziehbar und transparent. Auch Logdaten werden dort bereitgestellt.

Fremdsoftware? Kein Problem!

Doch was ist, wenn bereits Systeme anderer Hersteller im Einsatz sind? Der Bediener ist an die Software gewöhnt. Nur weil neue Systeme weiterer Hersteller hinzukommen, soll er noch eine weitere Software bedienen? Mit den Kennzeichnungssystemen von Bluhm Systeme wäre das kein Problem. Für die Markoprint Tintenstrahldrucker und  Etikettendrucker der Legi-Air Serie von Bluhm stehen die Softwarepakete Codesoft und Nicelabel mit den passenden Treibern zur Verfügung. So können Kunden, die bereits eine oder beide dieser Softwarepakete im Einsatz haben, einfach und problemlos Kennzeichnungssysteme von Bluhm integrieren. Die Bluhm Software muss nicht parallel genutzt werden.

Sie sehen: Die Entscheidung für ein neues Kennzeichnungssystem ist gar nicht schwer. Denn es gibt viele Möglichkeiten, die Geräte in bestehende IT-Systeme zu integrieren.

Live-Schaltung auf der Interpack:
Kennzeichnungssysteme in Echtzeit steuern

Auf der Interpack können Messebesucher über die Cockpit-Software Bluhmware in Echtzeit verschiedene Kennzeichnungssysteme gleichzeitig ansteuern.

Auf der Interpack können Messebesucher über die Cockpit-Software Bluhmware in Echtzeit drei verschiedene Kennzeichnungssysteme gleichzeitig ansteuern. Dazu wurden mehrere Drucksysteme (thermische Tintenstrahldrucker, Continuous Inkjet-Drucker und Zebra-Etikettendrucker) im Bluhm-Entwicklungszentrum aufgebaut. Über eine WebCam können Besucher beobachten, wie ihre zuvor eingegebenen, individuellen Layouts gedruckt werden.

Besuchen Sie Bluhm Systeme: Halle 4, Stand E54

Selma Kürten-Kreibohm

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