Neuer Glanz für Industrie-4.0-Prozesse

Industrie 4.0 bleibt bei den Industrieunternehmen ein aktuelles Thema. Viele von ihnen beschäftigen sich mit der Frage, wie sie den Einstieg in die Smart Factory schaffen. Sie suchen Lösungen, bei denen sie alle im Betrieb vorhandenen Systeme zentral überblicken und steuern können.

Produktionsprozesse optimal überblicken

Es reicht den Unternehmen mittlerweile nicht mehr aus, dass irgendwo im Werk ein Etikettierer steht, sie möchten jederzeit wissen, was dieser genau macht. „Aus diesem Grund fragen die Unternehmen, die wir beraten nach unserer webbasierten Bluhm-Software, mit der all diese Prozesse transparent abgebildet werden können“, sagt Stefan Eichlseder, Niederlassungsleiter Bluhm Systeme Österreich. Diese damit mögliche Visualisierung der Produktionsanlage lässt auf den ersten Blick in der Bildschirmdarstellung erkennen, ob alles wie gewünscht arbeitet oder an welcher Stelle im Fertigungsprozess optimiert werden kann. Konsens bei den Unternehmen besteht auch in der Gestaltung von Service und Wartungsverträgen. Alle Leistungen sollen nach Möglichkeit auf mehrere Jahre pauschal abgedeckt werden können: „Dank unserer flexiblen und individuellen Vertragsgestaltung lässt sich das ohne Probleme realisieren“, sagt Eichlseder.

Palettenetikettierung per Roboter

Eine höchst flexible Roboterlösung zur Palettenetikettierung zeigt Bluhm Systeme auf der FachPack 2019 in Halle 1, Stand 1-141. Mit dem neuen „Pallet- Labeling-Robot“ ist es nicht nur möglich, Etiketten mit unterschiedlichen Formaten und Klebeeigenschaften auf verschiedenste Oberflächen (wie Folien, Wellpappe etc.) zu applizieren. Diese können zudem blitzschnell und sicher an variable Positionen und Palettenseiten angebracht werden. Der Pallet-Labeling-Robot nutzt zwei Mitsubishi-Roboter, deren Arme sich mit der Hochgeschwindigkeit von bis zu sechs Metern pro Sekunde bewegen können. Theoretisch könnte mit dieser Lösung eine GS1- konforme, zweiseitige Etikettierung innerhalb von zwölf Sekunden erfolgen. Die Roboterarme verwenden Tamp-Blow-Spendestempel, die sich an unterschiedliche Etikettenformate anpassen lassen. Da alle gängigen Druckmodule eingebunden werden können, wäre mit einem Zebra-220-Xi4-Drucker zum Beispiel auch die Verarbeitung von DIN-A4- Etiketten möglich. Verschiedene Drucker erlauben die Verwendung unterschiedlicher Etikettenmaterialien und -formate. Zudem können verschiedene Kleber die Haftung auf unterschiedlichen Oberflächen und bei variablen Temperaturen ermöglichen.

Maximale Prozesssicherheit

Der Pallet-Labeling-Robot lässt sich über die Kennzeichnungssoftware Bluhmware problemlos in SAP-Systeme einbinden. Während das ERP-System des Kunden die Druckdaten an den IPC des Etikettiersystems schickt, informiert die SPS der Fördertechnik die Etikettierer über die Anforderung und den Palettentyp. Die Bluhmware bereitet die Druckdaten auf und berechnet die Etikettierpositionen. Unter Umständen wird die Palette während der Etikettierung sogar gedreht. Im Vorfeld können unendlich viele Verfahrwege abgespeichert werden. Das Etikett wird berührungslos auf die gewünschte Oberfläche aufgeblasen. Variable Hubsensoren erkennen dabei den Abstand zur Palettenoberfläche. Unmittelbar nach dem Applizieren erfolgt ein Barcodescan mithilfe eines Codelesers. Der Pallet-Labeling-Robot wurde für die Etikettierung im Stillstand entwickelt. Es wäre jedoch grundsätzlich möglich, im Durchlauf zu etikettieren. Sollte die Palette nicht wie geplant stehenbleiben, sondern einfach weiterrollen, erkennen die Sensoren an der Stempelplatte diese Bewegung.

Stefan Leske

leitet das Marketing bei Bluhm Systeme und berichtet über alle News aus den Bereichen Kennzeichnungstechnik, Logistik, Handel und RFID.
Stefan Leske

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