Mole Solutions: Maulwurf-Logistik

Im Logistikbereich tun sich viele interessante Dinge was den Transport und die Auslieferung von Waren betrifft. Aber Sie sollten nicht nur in der Luft nach Drohnen suchen, wenn Sie die Zukunft im Blick halten wollen. Denken Sie auch mal unterirdisch.

Das englische Unternehmen Mole Solutions – wörtlich übersetzt “Maulwurf-Lösungen” – belebt mit seiner Entwicklung ein Konzept, dass schon seit etlichen Jahren die Logistik-Forscher beschäftigt. Das Straßennetz bewegt sich permanent an der Belastungsgrenze und der Warenverkehr hat einen sehr großen Anteil daran. Weitere Straßen oder Erweiterungen sind teuer und langwierig und ziehen oft noch mehr Verkehr an. Die Entlastung verpufft. Auch das herkömmliche Bahnnetz ist kaum in der Lage, für die notwendige Logistikstruktur zu sorgen, die für eine zeitnahe Zustellung bei den Kunden notwendig ist.

Mole Solutions möchte Fracht-Pipelines bauen und darin mit selbstfahrenden Maulwurf-Zügen die Waren bewegen. Es gibt zwei Varianten mit unterschiedlichen Rohr-Durchmessern (1,3 m / 2,4 m) für den Transport von Schüttgütern und für die Beladung mit 2 Paletten.

Die Pipelines können unter die Erde gebracht werden. Oder sie können parallel zu bestehenden Verkehrsstrecken verlaufen und damit die Transportleistung der ohnehin vorhandenen Verkehrsadern durch den zusätzlichen staulosen Dauerbetrieb 24 x 7 stark erhöhen.

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Mit einem solchen Konzept beschäftigen sich auch in Deutschland schon seit einigen Jahren Logistiker zum Beispiel der Ruhr-Universität Bochum. Dort gibt es seit 2005 eine Modellstrecke im Maßstab 1:2, an der Fahrverhalten und Aerodynamik untersucht werden. In diese Konzept sollen die Fahrzeuge auch mit moderner RFID-Technik ausgestattet werden, um über die Fahrzeugortung zu einem noch höheren Automatisierungsgrad zu gelangen.

Weitere Informationen zum Thema “Fracht Pipeline” in einem Wikipedia-Artikel über CargoCap  oder direkt auf der Webseite von CargoCap

Bildquelle und weitere Informationen: Mole Solutions