Mit Laser auf ewig gespeichert

Lasermarkierer und Lasercodierer  werden gerne und oft in der Industrie eingesetzt, um Informationen auf Produkten dauerhaft aufzudrucken.

Wie dauerhaft solche Markierungen sind zeigen Wissenschaftler der University von Southampton. Sie verwenden nämlich die Lasertechnik, um Daten in einem Puck aus Glas zu speichern. Nach menschlichem Ermessen sind die Informationen dort für Milliarden Jahre sicher verwahrt und immer wieder abrufbar – wenn das Glas nicht unsanft mit dem Boden in Berührung kommt.
Man gibt sogar genaue Werte an: 13,8 Milliarden Jahre, wenn es bei Raumtemperatur gelagert wird. Es kann sogar etwas heißer werden: auf Dauer sind 190 Grad unproblematisch, kurzzeitig sollen sogar 1000 Grad Celsius nicht schaden.

“5D-Datenspeicher” nennen die Forscher des “ORC” (Optoelectronics Research Center) die Technologie. Man verwendet einen ultraschnellen Femto-Laser für den Prozess. Die extrem kurzen und intensiven Licht-Impulse schreiben die Daten in drei Schichten in nanostrukturierte Punkten, die jeweils nur 5 Mikrometer (5 Millionstel-Meter) voneinander entfernt sind.

Die 5 Dimensionen sind die Stärke und die Ausrichtung / Polarisation des Punkts, sowie seine exakte Position in X-Y-Z – Richtung.

Die Datendichte ist enorm: In dem kleinen Glaspuck können 360 Terabyte (360.000 Gigabyte) an Informationen gespeichert werden. Diese stabilen, sicheren und portablen Speichermedien sind sehr sinnvoll in großen (zum Beispiel nationalen) Archiven,  Museen und Bibliotheken einsetzbar.

Wenn Sie eine Anwendung für diese Technik haben: Man sucht Industrie-Partner, mit denen zusammen man jetzt in die konkrete Umsetzung von Projekten einsteigen kann. Wenden Sie sich an Professor Peter Kazansky vom ORC.

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Universal Declaration of Human Rights – sicher im Glas geschützt

Bildquelle und weitere Informationen: Southampton University

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