Lebensmittelechte Kennzeichnung – 3 Lösungen

Zuletzt aktualisiert am

Als Verbraucher sieht und schmeckt man sie in der Regel nicht, aber doch können sie in Lebensmitteln vorkommen: Mineralöle, Weichmacher, Druckfarben-Bestandteile oder andere Stoffe. Auch wenn all diese Stoffe definitiv nicht in Nahrungsmittel gehören, kommt dies in seltenen Fällen leider vor. Nämlich dann, wenn stoffliche Bestandteile von Verpackungsmaterialien oder anderen Materialien, die im direkten Kontakt mit den Lebensmitteln eingesetzt werden, auf die Lebensmittel übergehen bzw. migrieren. Damit aber gerade das nicht passiert, müssen die im Lebensmittelbereich eingesetzten Materialien lebensmittelecht sein. Welche Verpackungsmaterialien und Gegenstände innerhalb der EU für den direkten Kontakt mit Lebensmitteln zugelassen sind, regelt die EU-Verordnung 1935/2004/EC. Für den amerikanischen Markt sind die Vorgaben der FDA (Food and Drug Administration) maßgeblich. Für eine lebensmittelechte Kennzeichnung müssen auch die im Nahrungsmittelbereich eingesetzten Tinten und Etikettenmaterialien die Kriterien erfüllen.

Für das Kennzeichnen von Lebensmitteln stehen mit Tinte, Laser und Etikett drei verschiedene Kennzeichnungstechnologien zur Verfügung. In jedem Bereich gibt es spezielle Lösungen, die die gesetzlichen Anforderungen erfüllen und mit denen sich Lebensmittel wie Eier, Käse, Brot oder auch Obst und Gemüse lebensmittelecht kennzeichen lassen.

Drucken mit Lebensmittel-Tinten

Wenn man genau darauf achtet, entdeckt man jeden Tag irgendwo eine Kennzeichnung auf einem Lebensmittel. Das fängt schon beim Frühstücksei an: Jedes Ei ist mit einem sogenannten Erzeugercode gekennzeichnet, der Auskunft über die Herkunft des Eis und die Haltung der Legehenne gibt. Dieser Eiercode kann mit einem Stempel oder einem Tintenstrahldrucker aufgebracht werden.
Der Linx Foodgrade-Coder in Kombination mit lebensmittelechten Tinten ist ein Inkjet-Drucker, der genau für solche Anwendungen entwickelt wurde. Er druckt sehr gut lesbar den Erzeugercode auf Eier. Da die Tinte ausschließlich von der EU zugelassene Lebensmittelzusatzstoffe und Farben enthält, ist sie unbedenklich.

Der Tintenstrahldrucker kann aber zum Beispiel auch Käserinde mit Hersteller- und Produktnamen beschriften.
Und natürlich ist er damit ohnehin auch für das Bedrucken von Lebensmittelverpackungen geeignet. Bis zu drei Zeilen Text, Barcodes und Grafik druckt der Inkjet-Drucker. Er ist mit Schutzart IP 55 (optional auch mit IP 65) erhältlich und somit auch ideal für den Einsatz in nassgereinigten Produktionsumgebungen.

Für hochauflösende Drucke gibt es mit den Tintenstrahldruckern der Markoprint-Serie in Verbindung mit einer neuen Tinte von HP eine Lösung. Die Tinte ist GMP-zertifiziert und für Lebensmittelverpackungen zugelassen. Die Markoprint Tintenstrahldrucker ermöglichen hochauflösende Drucke bis 600 dpi Auflösung.

Natural Branding – lebensmittelechte Kennzeichnung mit Laser

Neben Tintenstrahldruckern eignen sich auch Laserbeschrifter für die lebensmittelechte Kennzeichnung. Die Laserbeschriftung hat gegenüber anderen Kennzeichnungstechnologien den Vorteil, dass sie keine Verbrauchsmaterialien benötigt. Die Laserbeschriftung kann zum Beispiel bei Obst und Gemüse eingesetzt werden, um ein Marken-Etikett oder Bio-Aufkleber zu ersetzen. Dabei trägt der Laser die oberste Pigmentschicht der Schale ab. Die Eigenschaften des Produktes – Geruch, Optik und Geschmack – bleiben davon unberührt. Die Laserbschriftung ist nicht für alle Obst- und Gemüsesorten gleich gut geeignet. Sehr gut funktioniert das Laserbeschriften bei Früchten mit festerer Schale wie z.B. Kiwis, Süßkartoffeln oder Avocados.

Natural Branding – Logos oder der PLU-Code werden direkt auf das Produkt gelasert.
Laserbeschrifter sind wirstchaftlicher und flexibler als eine Prägestempel.

Ebenso können Laser beispielsweise auf Waffeln, Brötchen oder Brote Logos oder Markennamen aufbringen. Viele Backbetriebe verwenden hierfür Prägestempel, doch ist die Laserbeschriftung wesentlich schneller und flexibler. Bei einem Produktwechsel oder der Einführung eines neuen Produktes ist der Laser sofort einsatzbereit – es muss kein Prägestempel gewecheselt oder neu erstellt werden. Mehlstaub oder Feuchtigkeit, wie sie in nassgereinigten Produktionsumgebungen vorkommt, können den Lasern nichts anhaben. Mit Schutzart IP 55 oder IP65 sind sie bestens geschützt.

Übrigens: Der Food-Laserbeschrifter von Bluhm Systeme beschriftet Lebensmittel wirtschaftlich im Mehrfachnutzen!

Der Food-Laserbeschrifter beschriftet Obst, Gemüse & Co. im Mehrfachnutzen.

Lebensmittelechte Etiketten

Lebensmittelechte Etiketten: der Klebstoff ist für den direkten Kontakt mit trockenen, feuchten oder fettenden Lebensmitteln geeignet.

Eine dritte Möglichkeit, Lebensmittel direkt zu kennzeichnen, sind Etiketten. Es gibt spezielle lebensmittelechte Etiketten, die genau auf solche Anwendungen abgestimmt sind und unmittelbar auf das Lebensmittel aufgebracht werden können. Der Klebstoff entspricht der europäischen Lebensmittel-Richtlinie 1935/2004/EC, den deutschen Empfehlungen XIV des BfR und FDA § 175.105. Diese Etiketten haften sehr gut sowohl auf feuchten, trockenen oder fettenden Produkten. Sie lassen sich leicht wieder ablösen, ohne dass die Oberfläche des Lebensmittels in irgendeiner Weise „verletzt“ wird.

 

 

 


Hat Ihnen dieser Beitrag gefallen?

Abonnieren Sie unseren Newsletter, um monatlich die besten Artikel per E-Mail zu erhalten:


Unser Newsletter enthält Informationen zu unseren Produkten, Angeboten, Aktionen und unserem Unternehmen. Sie können sich jederzeit wieder austragen, etwa über den "Hier abmelden"-Link in jedem Newsletter. Hinweise zum Datenschutz, Widerruf sowie Erfolgsmessung und Protokollierung erhalten Sie hier.


Teilen Sie diesen Beitrag in den Sozialen Medien:

Selma Kürten-Kreibohm

verantwortet seit 2007 den Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei Bluhm Systeme und schreibt in ihrer Funktion als Redakteurin über Themen aus der Welt der Kennzeichnung.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

2 × drei =