Lebensmittel retten: Frische-Sensoren könnten MHD ersetzen

Allein in deutschen Privathaushalten landen jährlich mindestens 55 Kilogramm Lebensmittel pro Kopf in der Mülltonne. Ein häufiger Grund ist das abgelaufene Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD). Dabei wäre der Großteil dieser Lebensmittel noch einwandfrei genießbar!

Unser Verhalten wirkt sich negativ auf die Umwelt und unsere Geldbeutel aus: Während weltweit etwa eine Milliarde Menschen hungern, werden viele wertvolle Ressourcen (Böden, Wasser, Energie usw.) nur für weggeschmissene Lebensmittel verschwendet. Das trägt wiederum zur Verknappung und zu steigenden Preisen bei.

Forscher des Imperial College of Science in London haben nun preiswerte und umweltfreundliche „Frische-Sensoren“ entwickelt, die uns dabei helfen könnten, Lebensmittelabfälle zu reduzieren.

Smartphone-vernetzte Sensoren erkennen Verderbgase

Sogenannte „papierbasierte elektrische Gassensoren“ (PEGS) sind in der Lage, Verderbgase wie Ammoniak und Trimethylamin in Fleisch- und Fischprodukten zu erfassen. Kombiniert mit NFC-Tags können Verbraucher die Sensordaten per Smartphone-App von der Verpackung abscannen.

Die Sensoren bestehen aus Kohleelektroden, die auf Zellulosepapier aufgedruckt werden. Beide Bestandteile sind biologisch abbaubar und ungiftig, daher auch für Lebensmittelverpackungen geeignet. Die Prototypen kosten nur 2 US-Cent pro Stück.

Die Methode wäre wohl verlässlicher als das MHD: Anstatt sich auf das geschätzte Datum der Hersteller zu verlassen, könnten Konsumenten ihre Entscheidung anhand von Echtzeit-Daten treffen. Andersherum erkennen sie Produkte, die etwa aufgrund von falscher Lagerung schon vor Ablauf der angegebenen Mindesthaltbarkeit verdorben sind.

Ob sich die neue Lösung bewährt und bald in den Läden durchsetzt, bleibt abzuwarten. Aber eine innovative Art der Produktkennzeichnung wäre es sicher allemal!

Wer wissen möchte, was er heute schon gegen Lebensmittelverschwendung unternehmen kann, findet zum Beispiel hier viele Tipps: www.zugutfuerdietonne.de

Natalie Iwantschew

arbeitet seit 2016 im Fachbereich Online-Marketing bei Bluhm Systeme, wo sie unter anderem den internationalen Webauftritt www.bluhmsysteme.com betreut. Im Bluhm Blog berichtet sie über Wissenswertes zur industriellen Etikettierung, Inkjet-Kennzeichnung und Laserbeschriftung.
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