Laserbeschriftung auf Metall

Laserbeschriftung: „Gravierende“ Vorteile oder teure Hightech?

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Stellen Sie sich vor, Ihre Firma überträgt Ihnen folgende Aufgabe: Sie sollen die im Betrieb hergestellten Handelswaren so kennzeichnen, dass die Beschriftung fälschungssicher ist und auch nach Jahren noch einwandfrei aussieht – selbst bei hoher Beanspruchung. Die Lösung darf nicht zu teuer sein und muss zugleich mit der hohen Produktionsgeschwindigkeit mithalten können. Keine einfache Sache.

Sie wägen ab: Etiketten? Könnten mit der Zeit verblassen, sich ablösen oder absichtlich entfernt werden. Tintendruck? Mit Chemikalien oder durch Reibung angreifbar. Schon bleibt nicht mehr viel übrig. Sie überlegen: Eine abriebfeste Gravur wäre perfekt, um Produkte und Verpackungen dauerhaft zu kennzeichnen.

Lasercodierung auf Kunststoff-Schaltern eMark DL
Qualitätsmerkmal: Stark beanspruchte Produkte brauchen eine widerstandsfähige und dauerhafte Beschriftung
Lasercodierung auf Glühkerze
Identifizierbarkeit: Bauteile müssen auch nach mehreren Jahren noch lückenlos zurückverfolgbar sein

Beim Vergleich verschiedener Gravur-Verfahren stellt sich schnell heraus, dass die sogenannte Laserbeschriftung entscheidende Vorteile bietet:

  • Vielseitig: für nahezu alle Materialien und Oberflächen geeignet
  • Berührungslos: Produkte können ohne Fixierung und sogar in Bewegung markiert werden
  • Präzise: selbst feinste Details werden sauber und kontrastreich erstellt
  • Extrem schnell: Lasersysteme arbeiten mit Höchstgeschwindigkeit und können so die Produktivität steigern
  • Flexibel: es können ständig wechselnde Informationen codiert werden
  • Verschleißfrei: durch das berührungslose Verfahren werden keine Teile abgenutzt

Zwar sind Beschriftungslaser in der Anschaffung etwas teurer, doch selbst den direkten Vergleich mit Tintenstrahldruckern oder Etikettiermaschinen müssen sie nicht scheuen: Da die Systeme nahezu wartungsfrei sind und keine Verbrauchsmittel benötigen, rechnet sich die Investition in vielen Fällen schnell.

Beschriftungsarten

Mittels Laser sind verschiedene Beschriftungsarten bei unterschiedlichen Materialien möglich. Übrigens: Hätten Sie gedacht, dass man sogar Lebensmittel mit Laser beschriften kann?

Lasergravur auf Kunststoffbehältern

Gravieren:
Hier trägt der Laserstrahl den Werkstoff ab, sodass eine Vertiefung (Gravur) entsteht. Diese kann typischerweise bis zu mehrere Zehntel Millimeter tief sein.

 

 

Laserbeschriftung mit Farbumschlag auf WeißblechAbtragen:
Wenn durch das Abtragen eine darunterliegende, andersfarbige Lage zum Vorschein kommt, nennt man dies „Farbabtrag“. Das Gravieren bzw. Abtragen ist geeignet für (ggf. beschichtete) Metalle, Kunststoffe, Lacke, Keramiken und Laserbeschriftungsfolien.

 

Laserbeschriftung auf SchraubeAnlassen:
Einige Metalle verändern ihre Farbe bei Wärme- und Sauerstoffeinwirkung. Da aufgrund des Oxidationsprozesses nur Gefügeveränderungen stattfinden, erzeugt dieses Verfahren keinen Materialabtrag. Das Verfahren funktioniert z. B. bei Eisenmetallen und Titan. Besonders interessant ist es u. a. für bereits endbearbeitete Oberflächen oder in der Medizintechnik, um erhöhte Sterilisationsvoraussetzungen zu erfüllen.

Laserbeschriftung auf PET-FlascheKarbonisieren und Aufschäumen:
Kunststoffe verändern in Folge einer thermochemischen Reaktion die Farbe, wenn sie erhitzt werden. Ob die Oberfläche dabei heller oder dunkler wird, hängt von der Zusammensetzung des Werkstoffs ab. Bei hellen Kunststoffen entstehen durch den Laserstrahl schwarze Rußpartikel, die für eine dunkle Verfärbung sorgen. Um dunkle Kunststoffe weiß zu verfärben, wird die Oberfläche durch den Laserstrahl aufgeschmolzen. Dabei bilden sich Gasbläschen, die das Licht reflektieren und diesen Bereich heller erscheinen lassen. Wenn die schaumartigen Gasbläschen spürbar über die Oberfläche hinausragen, spricht man von „Aufschäumung“.

Funktionsweise der Laserbeschriftung

Das Wort Laser steht für „Light Amplification by Stimulated Emission of Radiation” – zu Deutsch: „Lichtverstärkung durch stimulierte Emission von Strahlung“. Bei Bluhm Systeme werden ausschließlich sogenannte Vektorlaser angeboten, die nach dem Prinzip der Strahlumlenkung mittels Spiegel arbeiten. Diese haben den Vorteil, dass sie eine gleichbleibende Beschriftung ermöglichen und ständig wechselnde Produktinformationen aufbringen können. Außerdem haben sie austauschbare Linsen, sodass verschiedene Arbeitsfeldgrößen beschrieben werden können.

Die Funktionsweise ist schnell erklärt: Im Inneren des Laserbeschrifters befindet sich ein laseraktives Medium, welches Energie in Form von Licht abgibt, wenn es durch Strom über eine externe Pumpquelle angeregt wird. Ein sogenannter Resonator verstärkt die Lichtstrahlung. Er besteht aus zwei Spiegeln, wovon der eine lichtundurchlässig ist und der andere teildurchlässig. Die produzierten Lichtwellen werden zwischen den Spiegeln hin und her reflektiert, bis sie schließlich beim teildurchlässigen Spiegel als gebündelter Laserstrahl austreten.

Als laseraktives Medium dienen je nach Bauart entweder Gase oder Gasmischungen (siehe CO2-Laser),  Glasfasern (siehe Faserlaser) oder YAG-Kristalle (siehe YAG-Laser). Welches Lasersystem jeweils am besten geeignet ist, richtet sich nach den folgenden Faktoren:

  • Zu beschriftende Oberfläche
  • Beschriftungsart
  • Markierfeldgröße
  • Beschriftungs- bzw. Produktionsgeschwindigkeit
  • benötigte Leistungsstärke

Die Auswahl des richtigen Lasersystems benötigt viel Erfahrung. Bei Bluhm Systeme betrachten wir jeden Kundenfall individuell. Deshalb führen wir ausführliche Tests mit Ihrem Beschriftungsgut durch, bevor wir Ihnen den idealen Laser empfehlen. Sie möchten die Laserbeschriftung auf Ihrem eigenen Produkt ausprobieren? Gerne erstellen wir Ihnen eine kostenlose Produktbemusterung, damit Sie sich selbst von der Qualität überzeugen können!


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Natalie Iwantschew

Natalie Iwantschew arbeitet seit 2016 im Bereich Online-Marketing und Digitale Medien bei Bluhm Systeme, wo sie unter anderem den internationalen Webauftritt www.bluhmsysteme.com betreut.

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