Snacks zeigen Kalorien in Sporteinheiten an

Viele Menschen unterschätzen die Menge an Kalorien, die in ihrem Essen steckt. Zwar stehen die Zahlen in der Nährwerttabelle auf der Verpackung, doch nur wenige wissen, was das für den persönlichen Energiebedarf bedeutet. Zusätzliche Kennzeichnungselemente könnten das ändern.

Erst kürzlich haben wir über das neue NutriScore-Label berichtet, dass spätestens ab April 2020 auf vielen Lebensmittelverpackungen zu finden sein dürfte. Dieses veranschaulicht die Nährwertzusammensetzung anhand von Ampelfarben – grün ist vorbildlich, rot eher ungünstig. Es soll Verbrauchern dabei helfen, gesundheitsbewusster einzukaufen.

Britische Forscher haben ein weiteres Modell für die Nährwertkennzeichnung erprobt: Was wäre, wenn die enthaltenen Kalorien in Sporteinheiten übersetzt werden?

1 Schokoriegel = 22 Minuten joggen

Das Sport-Kalorien-Äquivalent-Label (englisch: physical activity-equivalent label) führt auf, wie viel Bewegung notwendig ist, um die aufgenommenen Kalorien zu verbrennen. Abgebildet sind zum Beispiel kleine Piktogramme von einem gehenden und joggenden Menschen mit einer Zeitangabe daneben. Für einen Schokoriegel mit 229 Kalorien müsste man ca. 42 Minuten gehen oder 22 Minuten joggen. Das geht aus einem Positionspapier der Royal Society for Public Health (RSPH) hervor. Auch Sporteinheiten in Radfahren und Schwimmen wären demnach denkbar:

Kalorien in Sporteinheiten
Bildquelle: RSPH

Das Ergebnis des Experiments: Die Studienteilnehmer nahmen im Schnitt 65 Kalorien weniger pro Mahlzeit ein. Hochgerechnet entspricht das knapp 200 eingesparten Kalorien pro Tag.

Natürlich sind Kalorien nicht per se „schlecht“. Sie geben unserem Körper lebensnotwendige Energie für alle Stoffwechselprozesse. Der tägliche Bedarf unterscheidet sich von Mensch zu Mensch. Wer aber dauerhaft mehr Kalorien zu sich nimmt als er verbraucht, erhöht das Risiko für Übergewicht und damit verbundene Krankheiten.

Vorerst müssen Food-Hersteller weder den NutriScore noch das Sport-Äquivalent auf ihre Verpackungen aufbringen. Eine Nährwerttabelle und andere bestimmte Produktkennzeichnungen, vor allem zur Gewährleistung der Rückverfolgbarkeit, sind für verarbeitete Lebensmittel jedoch gesetzlich vorgeschrieben.

Mehr Informationen über Lebensmittelkennzeichnung

 

Natalie Iwantschew

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