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Kampf gegen Produktpiraten: Führt Amazon eigene Seriennummern ein?

Auf Amazon Marketplace sorgen sie immer öfter für Ärger: Produktpiraten, die gefälschte oder gestohlene Markenwaren als vermeintliche Originale verkaufen. Schaden richten sie nicht nur für Kunden und Hersteller an. Auch Amazon selbst setzt vieles daran, dass die Betrugsmaschen nicht negativ auf die eigene E-Commerce-Plattform zurückfallen. Entsprechende Angebote werden daher gelöscht und dubiose Händler gesperrt. Das Problem: Nicht immer sind Fälschungen einfach zu erkennen oder zurückzuverfolgen. Um das illegale Geschäft noch wirksamer zu bekämpfen, setzt der Onlinehandel-Gigant daher in Zukunft womöglich auf eigene Seriennummern.

„Amazon Project Zero“ testet Produktschutz-Lösungen

Ein eigens gegründetes Projekt soll die Kompetenzen von Herstellern und Amazon bündeln, um die Zahl der unerlaubt angebotenen Billig-Imitate „auf Null“ zu senken: Im Rahmen von Amazon Project Zero werden aktuell verschiedene Maßnahmen erprobt, um Markeninhaber beim Aufspüren von Fälschungen zu unterstützen. Unter anderem soll Künstliche Intelligenz (KI) entsprechende Täuschungsabsichten automatisiert enttarnen können. Gleichzeitig sieht das Pilotprojekt eine spezielle Produktserialisierung vor, die es Amazon erlaubt, die Echtheit jedes Markenproduktes anhand eines Codes nachzuvollziehen und zu bestätigen.

Die Amazon-Seriennummern sollen schon in der Produktionsstätte von den Herstellern selbst – etwa per Etikettierung – auf die Verkaufsgüter aufgebracht werden. Bestellt ein Kunde dann einen solchen Artikel, scannt Amazon das Etikett mit dem Code und kann das Originalprodukt verifizieren. Auf diese Weise soll Falschware aus dem Verkehr gezogen werden, noch bevor sie an Verbraucher versendet wird.

Serialisierung verbessert Fälschungssicherheit

Auch abseits von Amazon ist die Serialisierung von Produkten bereits ein wichtiges Tool für Anti-Counterfeiting. Beispielsweise schreibt die EU-Richtlinie 2011/62/EU die Kennzeichnung mit Seriennummern auf rezeptplichtigen Arzneimitteln vor. Das Verfahren eignet sich darüber hinaus auch für zahlreiche andere Erzeugnisse wie Kosmetika, Chemikalien und Lebensmittel. Wie Sie ein solches Vorhaben erfolgreich umsetzen, erfahren Sie in unserem kostenfreien Whitepaper zum Herunterladen:

fälschungsschutz

Natalie Iwantschew

arbeitet seit 2016 im Fachbereich Online-Marketing bei Bluhm Systeme, wo sie unter anderem den internationalen Webauftritt www.bluhmsysteme.com betreut. Im Bluhm Blog berichtet sie über Wissenswertes zur industriellen Etikettierung, Inkjet-Kennzeichnung und Laserbeschriftung.
Natalie Iwantschew

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Ein Kommentar

  1. Und das wird nur der Anfang sein. Generelle eindeutige Identifizierungskennzeichnung aller Dinge und wahrscheinlich irgendwann auch Lebewesen scheint die Zukunft zu bringen. Die Vorbereitungen dafür laufen bereits vielerorts.

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