Das intelligente Etikett gibt den Gewinncode zeitverzögert frei.

Intelligente Etiketten revolutionieren Gewinnspiele

Das intelligente Etikett gibt den Gewinncode zeitverzögert frei.
Neues intelligentes Etikett revolutioniert den Gewinnspielmarkt.
Bildquelle: © andreas130 – Fotolia.com

Die Universität Münster hat intelligente Etiketten entwickelt, die die Werbewirksamkeit bei Promotionaktionen verlängern: Aufgedruckte Gewinncodes werden nicht sofort, sondern erst nach und nach sichtbar. Dadurch wird der Kunde animiert, noch einmal den Shop zu besuchen oder erneut die Webseite zu besuchen.

In den Etiketten, die unter dem Begriff “Open Monitor” geführt werden, steckt Hightech: Ein Etikett besteht aus mehreren Schichten. Die unterste Folie kann beliebig mit der Werbebotschaft oder den Aktionscodes gestaltet werden. Durch Abreißen oder Umklappen einer Lasche wird das Etikett aktiviert. Dann öffnet sich die obere Folie in einem zuvor festgelegten Zeitraum – das können zwei bis vier Tage sein – und gibt Stück für Stück die Werbebotschaft frei. Der Prozess basiert auf einer laterlaen Selbstoxidation von Aluminium. Weieter Bestandteile sind Elektrolytfilm, Graphielektrode und Folienschalter.

Ein Beispiel, wie die intelligenten Etiketten eingesetzt werden können:

Ein Fastfood-Restaurant hat im Rahmen einer Promotionaktion auf den Burgerverpackungen Etiketten mit Aktionscodes. Manche Codes sind Nieten, bei anderen ist der Gewinn ein Burger. Bei herkömmlichen Etiketten, zum Biespiel Rubbeletiketten, würde der Kunde wahrscheinlich sofort seinen Gewinn einlösen und sich den Burger direkt mitnehmen. Anders bei den intelligenten Etiketten. Will der Kunde wissen, ob er gewonnen hat, muss er das Etikett mitnehmen und sich gedulden. Zum Einlösen des Gutscheines muss er erneut das Fastfood-Restaurant besuchen.

Intelligente Etiketten auch für Lebensmittel sinnvoll

Als nächstes plant die Universität “Time Monitor” Etiketten. Sie sollen dem Konsumenten nach Öffnen der Produktverpackung von frischen Lebensmitteln wie Milch Hilfestellung in Bezug auf die Haltbarkeit geben. Der Verbraucher aktiviert den Time Monitor durch Öffnen der Verpackung. Das Etikett zeigt ihm dann stufenweise an, wie lange die Verpackung bereits geöffnet ist.

Auf lange Sicht will man aber auch ein “Temperature Monitor” Etikett auf den Markt bringen. Es soll die Haltbarkeit eines Produktes  in Abhängigkeit von Zeit und Temperatur überwachen und anzeigen. Bereits im Herstellbetrieb wird es beim Befüllen aktiviert und soll dann bei Kühlprodukten oder Tiefkühlprodukten anzeigen, ob beispielsweise die Kühlkette unterbrochen wurde.
Es soll direkt ersichtlich sein, ob und wie lange das Produkt noch haltbar ist. Für das elektronische MHD gibt es verschiedene Ansätze der Darstellung: Angefangen bei der Anzeige der verbleibenden Zeit bei vorschriftsmäßiger Kühlung, über einen Farbbalken – wobei rot abgelaufen bedeutet – und einen Barcode für die Qualitätssicherung bis hin zu einer Symbolanzeige für den Verbraucher in Form eines Smileys.

Weitere Informationen unter: www.openmonitor.de

Selma Kürten-Kreibohm

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