GTIN: Fakten und Hintergründe

Die GTIN, die Global Trade Identification Number, ist die weltweit bekannteste Produktkennzeichnung. Die meisten kennen sie noch unter ihrem alten Namen, den EAN-Barcode, oder auch Strichcode, den man im Grunde auf jedem Produkt findet.  BluhmTV hat sich die GTIN einmal genauer angeschaut.

„Tina, sagst Du mir mal die Nummer für die Tomaten?“

Eine solche Frage einer Kassiererin an der Supermarktkasse an die Kollegin, hat sicher jeder schon mal gehört. Gleichzeitig sucht sie an den Tomaten intensiv nach irgendetwas? Wonach wohl? Nach dem Etikett mit dem EAN 13 Barcode. Manchmal sind diese Barcodes so groß aufgedruckt, dass sie schon fast als „grafisches Schmuckelement“ dienen. EAN stand dabei für die Abkürzung „Europäische Artikel Nummer“. Mittlerweile, im Rahmen der Globalisierung, hat sich auch dieser Name angepasst, aus EAN wurde die GTIN, die  „Global Trade Identification Number“.

Die ersten beiden Stellen des EAN 13 sind ein ganz normaler Teil der Basisnummer. Sie können aber mit hoher Wahrscheinlichkeit den Hinweis geben, aus welchem Land der Markengeber stammt. Diese ersten 7 Stellen muss jemand, der ganz neu mit der GTIN starten möchte, bei der Organisation GS1 in Köln beantragen und käuflich erwerben. Nach diesen ersten 7 Stellen können die weiteren 5 Stellen für eine individuell zu vergebene Nummer vergeben werden, beispielsweise eine Artikelnummer. Die letzte Ziffer ist die sogenannte Prüfziffer, eine Art mathematischer Quersumme, die dem Scanner helfen kann, die eingescannte Nummer zu prüfen, ob sie auch richtig erkannt wurde.

In dem Beispiel im Video stehen für die individuelle Nummer 5 Stellen zur Verfügung, d.h. es können bis zu 99.999 Produkte verschlüsselt werden. Hat nun jemand nicht so viele Produkte in seinem Portfolio, so kann die Basisnummer auf 6 oder sogar 7 Stellen ausgedehnt werden. In einem solchen Fall verringert sich die individuelle Stellenzahl auf 4 oder 3 Stellen; somit lassen sich bis zu 999 Produkte codieren. Dafür ist diese Art der GTIN etwas kostengünstiger.

Querstrich gegen böse Kräfte

Ohne die GTIN wäre die heutige Warenlogistik nicht möglich. Allerdings gibt es auch „Kritiker“ dieser Barcodes. In manchen Kreisen werden der GTIN magische oder gar böse Kräfte zugeschrieben. Man müsse den Barcode durch besondere Maßnahmen „unschädlich“ machen. Zum Beispiel durch einen waagerechten Strich. Das in diesem Fall der Kunde immer König ist, beweisen die Barcodes verschiedener Anbieter von Produkten im Bio-Laden; dort ist dieser waagerechte Strich direkt mit eingebaut – achten Sie einmal darauf…

Den ganzen Beitrag aus der aktuellen Sendung finden Sie zum Anschauen auch noch mal im Mitschnitt der BluhmTV-Ausgabe:

 

Stefan Leske

leitet das Marketing bei Bluhm Systeme und berichtet über alle News aus den Bereichen Kennzeichnungstechnik, Logistik, Handel und RFID.
Stefan Leske

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