GS1 Datamatrix für Patientensicherheit

Im Gesundheitswesen kann ein verschlüsselter Barcode, ein GS1 Datamatrix, für mehr Patientensicherheit sorgen und  Prozesse transparent machen. Vorbildlich kooperieren die Kreiskliniken Esslingen und Agfa Healthcare,  um mit Hilfe eines Barcode-Systems eine sichere und eindeutige Medikamentengabe sicherzustellen. Dafür wurden die beiden Partner jüngst mit dem GS1-Healthcare Award ausgezeichnet.

Mit GS1 Datamatrix personalisierte Dispenser

Patient, sein Disepnser sowie sein Krankenbett haben eine einmalige Nummer - verschlüsselt in einem GS1 Datamatrix - anhand derer sich Vorgänge leicht nachvollziehen lassen.
Die Kreiskliniken Esslingen haben für mehr Patientensicherheit ein Barcode-System eingeführt. So lässt sich feststellen, ob die richtigen Medikamente ausgegeben wurden. © Syda Productions – Fotolia.com

Falscher Fuß amputiert, Herzversagen aufgrund von Medikamenten-Überdosis oder Folgeschäden durch vergessenes OP-Besteck in der Wunde – der Albtraum eines jeden Patienten! Damit es nicht zu solchen Horrorszenarien kommt, führen immer mehr Krankenhäuser und Kliniken Barcodesysteme ein. So wie die Kreiskliniken Esslingen. Die Kreiskliniken wollten, dass die Prozesse besser nachvollziehbar werden: Welcher Patient erhält welches Medikament? Wann gibt es Änderungen in der Verordnung?

Dafür erhält der Medikamentendispenser jedes einzelnen Patienten ein Etikett, auf dem eine einmalige GS1 Identifikationsnummer GSRN (Global Service Relation Number) und SRIN (Relation Service Instance Number) aufgedruckt sind. Der Code wird Platz sparend in einem GS1 Datamatrix verschlüsselt. Auch das Patientenarmband sowie das Krankenbett des Patienten werden personalisiert, indem sie diesen einmaligen Code erhalten. Durch Auslesen der Barcode-Etiketten mit einem Barcode-Scanner ist jederzeit nachvollziehbar, ob der Patient das richtige Medikament in der für ihn verordneten Dosis erhalten hat. Gleichzeitig ist darüber auch eine eindeutige Identifizierung des Krankenhauspersonals möglich.

Aber auch andere Kliniken machen sich das Barcode-System zunutze: Das Universitätsklinikum Münster hat zum Beispiel mit einem Barcode-System die OP-Dokumentationen vereinfacht.

Barcode-Etiketten drucken

dot_matrix_etikett04Barcode-Etiketten oder Datamatrix Etiketten, wie sie die Kreiskliniken Esslingen einsetzen, lassen sich mit Etikettendruckern, zum Beispiel von Sato, Zebra oder Datamax drucken. Diese Etikettendrucker sind auch für Industrieumgebungen geeignet. Sie bedrucken Blanko-Etiketten mit variablen Inhalten. Je nach Druckertyp drucken sie mit 203 dpi, 300 dpi oder 600 dpi Auflösung. Auch variieren Druckbreite und -geschwindigkeit der einzelnen Modelle. Da die Etikettendrucker kompakt sind, können sie überall dort vor Ort aufgestellt werden, wo sie benötigt werden. Im Bluhm Store beispielsweise kann man Etikettendrucker online kaufen. Dort gibt es auch die passenden Thermotransferfolien und Etiketten.

Serialisierung auch in anderen Bereichen

Während im Gesundheitswesen mittlerweile viele Krankenhäuser freiwillig Barcode-Systeme einsetzen und Patienten, Gegenstände und Vorgänge mit einer eindeutigen Seriennummer versehen, ist dies in anderen Bereichen gesetztlich vorgeschrieben. In der Pharmaindustrie beispielsweise müssen ab Februar 2019 im Zuge der EU Fälschungsschutzrichtlinie  2011/62/EU alle verschreibungspflichtigen Medikamente mittels eines serialisierten Codes eindeutig verifizierbar und rückverfolgbar sein. Ein ähnlicher Ansatz wird im Medizintechnik-Bereich mit der UDI-Verordnung (Unique Device Identification) verfolgt. Sie sieht vor, dass medizinische Produkte eindeutig gekennzeichnet werden.

 

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