Harmonischer Mix: GHS Kennzeichnung jetzt auch für Gemische verpflichtend

Bislang werden Gefahrstoffe und Chemikalien weltweit sehr unterschiedlich gekennzeichnet. Das Problem: Erhebliche Risiken hinsichtlich Lagerung, Handling, Transport sowie Umwelt- und Arbeitsschutz. Das soll sich mit dem „Globally Harmonized System of Classification and Labelling of Chemicals“ (GHS) ändern.

Ziel des GHS ist es, international einheitliche Regeln für die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Chemikalien zu erreichen – sowohl für den Umgangsbereich (Chemikalienrecht) als auch für den Transportbereich (Gefahrgutrecht). Dabei bringt das System neue Einstufungskriterien und Kennzeichnungselemente mit sich, die sich in gewissen Punkten von den derzeitigen Stoff- und Zubereitungsrichtlinien unterscheiden.

GHS nicht nur Reinstoffe, sondern auch Gemische

Die für Europa verbindliche CLP-Verordnung („Classification, Labelling and Packaging“, EU-VO Nr. 1272/2008) sieht schon seit 2010 vor, dass Reinstoffe nach dem GHS-System zu kennzeichnen sind. Erst gestern ist diese Verordnung auch für Gemische in Kraft getreten. Konkret heißt das, dass die bisher orangefarbenen Gefahrensymbole für Chemikalien und Gefahrstoffe durch neue Piktogramme ersetzt werden müssen. Hinzu kommen Signalwörter sowie sogenannte H- (Gefahren) und P-Sätze (Vorsichtsmaßnahmen). Diese Angaben sollen im Sicherheitsdatenblatt und auf dem Etikett dokumentiert werden.

Bildquelle: UNECE/GHS
Bildquelle: UNECE/GHS

Da die Symbole nicht einfach eins zu eins ausgetauscht werden können, bedarf es dazu einer erneuten Gefährdungsbeurteilung: Und weil alle Gemische und Stoffe jetzt nach den deutlich strengeren Vorgaben der CLP-Verordnung bewertet werden müssen, wird es bei einigen Produkten zu einer Verschärfung der Einstufungen kommen. Noch nicht nach CLP deklarierte Lagerware darf noch innerhalb einer zweijährigen Übergangsfrist abverkauft werden. Neu produzierte Gebinde dürfen ausschließlich der neuen Kennzeichnungspflicht entsprechend in Umlauf gebracht werden.

Etikettendrucker von Bluhm zur GHS-konformen Produktkennzeichnung
Etikettendrucker von Bluhm zur GHS-konformen Produktkennzeichnung

Etikettendrucker zur Gefahrstoff-Kennzeichnung

Pünktlich zum Inkrafttreten der CLP-Verordnung hat Bluhm Systeme zwei neue Epson-Farbetikettendrucker in sein Programm aufgenommen. Diese Geräte verwenden Tinten, die für die Gefahrstoff-Kennzeichnung zertifiziert worden sind. Die schnell trocknenden Epson DURABrite™ Ultra Tinten enthalten harzummantelte Pigmente und erzeugen daher einen langlebigen, wisch- und wasserfesten Ausdruck mit brillanten Farben. Mit diesen Tinten bedruckte Etiketten verkraften Feuchtigkeit, Flüssigkeiten und verschiedene Chemikalien, ohne unleserlich zu werden. Auf geeignetem Material sind die Ausdrucke sogar seewasserbeständig nach BS5609. Damit lassen sich Produkte GHS-konform kennzeichnen.

Quelle Beitragsbild: UNECE/GHS.

Antoinette Aufdermauer

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