Gefahrgutkennzeichnung gemäß GHS: Rote Rauten schwarz zu überdrucken ist zulässig

In der Industrie ist es gängige Praxis, Etiketten vorzudrucken. Im Bereich der Gefahrgutkennzeichnung bedeutete dies in der Vergangenheit: Die Etiketten wurden mit den orangenen Quadraten vorgedruckt und die jeweiligen Gefahrenpiktogramme je nach Bedarf nachträglich schwarz eingedruckt. Mussten nur wenige Piktogramme aufgedruckt werden, blieben die übrigen orangenen Quadrate leer oder wurden geschwärzt.

Mit Einführung der GHS- oder auch CLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 im Jahr 2009 änderten sich die Anforderungen an die Gefahrgutkennzeichnung. Die bisher verwendeten Piktogramme auf vollflächigem orangefarbigen Quadrat sowie die R und S-Sätze (Risk- und Safety-Statements) wichen neuen Symbolen in roter Rautenform sowie H und P-Sätzen. Auch besagt die neue Verordnung, dass die Etiketten eindeutig sein müssen. Das sorgte bisher für Unsicherheit bei den von der Verordnung betroffenen Unternehmen. Ist das Freilassen der Rautenfelder oder das Überdrucken mit schwarzer Farbe noch zulässig?

Eine richtungweisende Empfehlung hierzu gibt es jetzt seitens der EU: Demnach dürfen leere Rauten, sofern sie unvermeidbar sind, komplett geschwärzt werden. Dadurch soll der Eindruck verhindert werden, dass Gefahrsymbol sei womöglich vergessen worden.

Eine vollautomatische Etikettierlösung, die von vorneherein nur die Rauten und Inhalte auf die Etiketten druckt, die auch benötigt werden, bietet Bluhm Systeme mit dem Legi-Air Twin.

 

Selma Kürten-Kreibohm

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