Flaschengeist: NFC Tags bringen Flaschen zum Sprechen

Der Alkohol-Hersteller Malibu geht neue Wege in der Kundenkommunikation und setzt auf seinen neuesten weißen Rum-Flaschen NFC Tags (Nearfield Communication – Nahfeld Kommunikation) ein. Die NFC Tags sollen den Konsumenten in mehrfacher Hinsicht Mehrwert bieten. Bei der Umsetzung arbeitete Malibu mit der Kreativ-Agentur SharpEnd zusammen. Das Unternehmen hat sich darauf spezialisiert, Markenunternehmen im Bereich „Internet of things – Internet der Dinge“ zu unterstützen. Internet der Dinge bedeutet, dass alle physischen Objekte miteinander vernetzt sind und kommunizieren.

NFC Tags scannen für Mehrwert

Um den Kunden das Leben nicht nur mit köstlichen Kokoslikör MALIBU zu versüßen, hat sich Malibu gemeinsam mit der Agentur etwas Besonderes einfallen lassen. Über NFC Tags auf den Flaschen erhält der Kunde weiterführende interessante Informationen und kann sich interaktiv einbringen.

Bildquelle: ©kwasny221 - fortolia.com
Bildquelle: ©kwasny221 – fortolia.com

Sobald man ein NFC-fähiges Smartphone vor das Malibu-Palmen-Etikett hält und es scannt, wird aus dem Rum eine “sprechende” Flasche. Durch den NFC-Scan können die Kunden auf ihrem Smartphone nicht nur die Inhaltsstoffe abrufen oder den Preis ermitteln, sondern auch:

  • an Gewinnspielen teilnehmen
  • aktuelle Rezepte zum Getränk herunterladen
  • sich mittels GPS des Smartphones den Weg zur nächsten Rum-Bar anzeigen lassen
  • zum Getränk und zur Jahreszeit passende Musikplaylisten abspielen

Über 40.000 Flaschen hat Malibu mit NFC-Tags ausgestattet. Damit ist das Unternehmen der erste Alkohol-Hersteller, der solche großen Mengen mit dieser Technologie in den Handel bringt. Die ersten dieser Flaschen werden aktuell in England ausgeliefert. Doch schon bald sollen diese Flaschen weltweit in den Handel kommen.

Was ist der Unterschied zwischen NFC und RFID?

NFC ist ein Funkstandart zur drahtlosen Datenübertragung und basiert auf der RFID-Technologie. Die Besonderheit von NFC liegt darin, dass der Tag bzw. das Produkt mit Tag und das Lesegerät – in einem Abstand von wenigen Zentimetern gehalten werden müssen, damit eine Datenübertragung stattfinden kann. Ob bargeldloses Bezahlen oder als Eintrittskarte, die NFC-Tags sind vielseitig einsetzbar und schon in vielen Anwendungsbereichen vertreten.

Anders als bei NFC können die RFID Tags über größere Distanzen ausgelesen werden. Sie kommen im industriellen Bereich wie im Handel zum Einsatz. Die Vorteile liegen auf der Hand: Der RFID-Chip ist ohne direkten Sichtkontakt auslesbar und Informationen können im Chip entlang der Supply Chain überschrieben, geändert oder  ergänzt werden. Mit RFID Systemen lassen sich zuverlässig, fehlerfrei und schnell Produkte und Transportträger identifizieren – auch unter extremen Umfeldbedingungen. Die Möglichkeit des gleichzeitigen Einlesens mehrerer Datenträger („Pulklesung“) und die hohe Leserate sind weitere Vorteile. Auch lassen sich mit Hilfe von RFID ganze Abläufe steuern. Vor allem, wenn es um Fälschungssicherheit, Qualitätssicherung und Rückverfolgbarkeit geht, setzen viele Branchen daher verstärkt auf RFID.

 

 

Selma Kürten-Kreibohm

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