Fälschungsschutzrichtlinie: In sieben Schritten zur Serialisierung.

Fälschungsschutz: In 7 Schritten zur Serialisierung

Serialisierung, also die Zuordnung einer eindeutigen alphanumerischen Bezeichnung zu einem bestimmten Produkt, eignet sich nicht nur zur Rückverfolgung. Die Seriennummer als Identifikator kann auch dem Fälschungsschutz dienen. Wir zeigen Ihnen sieben Schritte zur Umsetzung der Serialisierung.

1. Verschlüsselungssystem auswählen

Seriennummern lassen sich sehr gut in zweidimensionalen Codes wie dem Datamatrix verschlüsseln. Um die Auslesbarkeit dieser Codes auch auf internationaler Ebene zu gewährleisten, gilt es, ein standardisiertes Verschlüsselungssystem auszuwählen, wie es beispielsweise die GS1 Germany anbietet.

2. Generierung der Seriennummern klären

Die Serialisierung muss zwingend mit Zufalls-Seriennummern erfolgen. Zur Generierung dieser Nummern eignen sich professionelle Tools. Solche Lösungen haben den Vorteil, dass sie sich auch in einer Produktion verwenden lassen, in der mehrere Produktionslinien mit Seriennummern zu bestücken sind.

3. Kennzeichnungsmethode festlegen

Datamatrix-Codierung mit Tintenstrahldruck.

Zur Aufbringung der Codes auf die Produkte kommen verschiedene Kennzeichnungsmethoden in Frage. Neben der Etikettierung können das Tintenstrahldruck oder auch Laserbeschriftung sein. Da die Beschriftung sehr eng mit dem Produktionsprozess verzahnt sein muss, ist es empfehlenswert, sich von Kennzeichnungsspezialisten beraten zu lassen.

4. 1:1-Datenhandling garantieren

Die Zufalls-Seriennummern müssen in schneller Folge an die Kennzeichnungssysteme übertragen werden, damit sie rechtzeitig auf Produkt oder Verpackung aufgebracht werden können. Daher ist ein 1:1-Datenhandling wichtig. Man sollte hier nicht mit Datenblöcken arbeiten. Jede einzelne erfolgreiche Codierung muss an die übergeordnete Einheit zurückgemeldet werden können.

5. Verarbeitung der Seriennummern sicherstellen

fälschungsschutz
Qualitätskontrolle der Kennzeichnung.

Nach der Kennzeichnung sollte durch eine Qualitätskontrolle die Lesbarkeit jedes einzelnen Codes sichergestellt werden. Jede verwendete Seriennummer muss zudem in einer Datenbank aktiviert und anschließend im IT-System gesichert werden. Das übergeordnete ERP-System muss daher in der Lage sein, eine Fülle von Seriennummern zu verarbeiten.

6. Aggregrationsbedarf klären

Zur Vereinfachung des logistischen Ablaufs werden die einzeln gekennzeichneten Produkte oft in größere Einheiten (Kartons, Paletten etc.) gepackt. Hier stellt sich die Frage, ob aus der Kennzeichnung der Umverpackungen wiederum die individuellen Seriennummern aller darin befindlichen Einheiten ersichtlich sein sollen.

7. Echtheitsprüfung regeln

Zuletzt bleibt zu klären, wann und wie die Seriennummern schließlich bei der Abgabe an den Endkunden überprüft werden sollen. Datamatrix-Codes lassen sich zum Beispiel leicht scannen. Hierfür muss gegebenenfalls eine entsprechende Infrastruktur geschaffen werden.

Weitere Informationen erhalten Sie in unserem Ratgeber „Fälschungsschutz durch Serialisierung“:

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Antoinette Aufdermauer

schreibt und bloggt über Lasern, Etikettieren und Drucken - die verschiedenen Kennzeichnungstechniken der Bluhm Systeme.

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