Ernährung 4.0 – Radikaler Branchenwandel durch Digitalisierung erwartet

Wenn Milchtüten sprechen könnten, hätten sie bestimmt schon so manch „saure Überraschung“ im Kaffeebecher verhindern können. Und wie praktisch wäre es, wenn mein Kühlschrank bereits eine frische Packung nachbestellt hätte, damit ich nicht leer ausgehe? Pünktlich geliefert an die Haustür und mit freundlichen Absendergrüßen von Erzeugerkuh „Elsa“, deren Milch vor genau 8,5 Stunden auf einem nahegelegenen Bauernhof abgefüllt wurde.

In Zukunft ist das sicher ganz normal: Im Bluhm Blog haben wir schon oft darüber berichtet, wie zum Beispiel intelligente Verpackungen, das Internet der Dinge und die Blockchain die Industrie revolutionieren. Digitale Technologien eröffnen neue Möglichkeiten entlang der gesamten Lieferkette, die sich von der Produktion über die Logistik bis hin zum Verbraucher erstreckt.

Zu der Einschätzung, dass sie die Nahrungsmittelbranche schon in den nächsten zehn Jahren maßgeblich verändern werden, kommt eine aktuelle, repräsentative Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom und der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE). Über 300 Unternehmen haben dafür Status Quo, Chancen und Hürden der Digitalisierung aus ihrer Sicht beurteilt.

Digitalisierung löst Herausforderungen der Lebensmittelindustrie

Laut Umfrage sehen 84 % der Befragten die Digitalisierung als Chance für ihr Unternehmen. Als größte Vorteile werden unter anderem höhere Produktionseffizienz, verbesserte Qualitätssicherung und mehr Transparenz in allen Prozessen genannt:

Es wird angenommen, dass die Digitalisierung im Jahr 2030 so weit vorangeschritten ist, dass Kauferlebnisse noch stärker von hoher Transparenz, direkter Kommunikation und individuellen Services geprägt sein werden. Alle Befragten sind sich beispielsweise einig, dass Verbraucher in Echtzeit mit Herstellern werden kommunizieren können. Außerdem wird es wahrscheinlich weit verbreitet sein, dass Kunden gekaufte Produkte digital zurückverfolgen – vom Teller bis zum Acker. Angebote werden zudem wohl intensiver ans persönliche Kaufverhalten angepasst sein:

Moderne Technologien wie Cloud-Computing, Robotik und Big Data sind heute schon in der Ernährungsindustrie im Einsatz. Im Moment noch beklagen Betriebe jedoch Probleme mit Digitalfachkräftemangel, hohen Investitionskosten, Datensicherheit und Internetversorgung. Bis 2030 wird die Situation – hier sei auch die Politik gefordert – voraussichtlich besser sein. Erwartet wird, dass Hersteller neue Maßstäbe in Sachen Qualität, Nachhaltigkeit und Rückverfolgbarkeit setzen:

Kennzeichnungstechnik: Wegbereiter der digitalen Transformation

Professionelle Kennzeichnungssysteme und sogenannte AutoID-Technologien spielen eine wichtige Rolle bei der Digitalisierung von Produktion und Logistik. Mittels Barcodes, Data-Matrix-Codes und RFID können sie Echtzeit-Betriebsdaten mit individuellen Aufträgen verknüpfen. So ermöglichen sie auch die Herstellung in Losgröße 1 zu Bedingungen der Massenproduktion. Durch das Verbinden der Kennzeichnungstechnik mit der ERP- oder Produktionssteuerungs-Software können Prozesse optimiert, Zeit gespart und Kosten gesenkt werden. Mehr darüber erfahren Sie in unserem Whitepaper:

Whitepaper zur Digitalisierung in der industriellen Produktion

Natalie Iwantschew

arbeitet seit 2016 im Fachbereich Online-Marketing bei Bluhm Systeme, wo sie unter anderem den internationalen Webauftritt www.bluhmsysteme.com betreut. Im Bluhm Blog berichtet sie über Wissenswertes zur industriellen Etikettierung, Inkjet-Kennzeichnung und Laserbeschriftung.
Natalie Iwantschew

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